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Saatenkraftbrot

Heute habe ich fĂ¼r Euch ein Brotrezept, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt hat. Durch meine Ă¼berraschende Erkrankung im FrĂ¼hjahr ergab es sich, dass ich eine tiefgreifendere Ă„nderung meines Ernährungsverhaltens vornehmen musste. Einer der Hauptfaktoren dabei war die Reduktion der Aufnahme von Kohlehydraten (Stärke) mit meiner Nahrung.

Bekanntlich besteht Ă¼blicherweise Brot vor allem aus Kohlehydraten. Somit hat meine Erkrankung gerade mich als „Brot Doc“ etwas auf dem falschen FuĂŸ erwischt. Aber wie sagen die Engländer so schön: I had it coming… Doch man weiĂŸ sich ja zu helfen. Neben dem klassischen und einfach umzusetzenden FdH-Prinzip („Friss die Hälfte“) kann der Bäcker ja auch die Zutaten so wählen, dass sich der Gehalt an Kohlehydraten in der Nahrung reduziert.

In diesem Fall geschieht das, indem vollständig auf Mehl verzichtet wird. Lediglich ein gewisser Anteil, weniger als 50 Prozent, im Teig besteht aus Getreideflocken. Der Rest ist aus Saaten. Die Bindung des Teiges wird durch Flohsamenschalen gewährleistet, die ja auch bei vielen glutenfreien Broten gute Dienste leisten. Bekannt wurde diese Rezeptur durch eine kanadische Bloggerin vor etwa 10 Jahren, Sarah Britton. Sie nannte ihr Brot „Life changing Bread“, und unter diesem Namen ist es weltweit bekannt geworden. Ein echter „Blog-Buster“. Selbst die traditionsbewussten deutschen Innungsbäcker haben sich des Rezeptes angenommen und es fĂ¼r gut befunden. Und das will etwas heiĂŸen.

Ich wurde durch einen Post meiner Blogger-Kollegin Marta Ullmann im vergangenen Jahr darauf aufmerksam. Schaut bitte bei Marta mal vorbei – ich finde toll, was sie in den letzten Jahren gebloggt hat.

Das Prinzip funktioniert erstaunlich gut. Ich habe das Brot mehrfach gebacken, in verschiedenen Zusammensetzungen. Das Rezept ist nämlich ausserordentlich flexibel. Welche Zutaten ihr nehmt, hängt von Eurem Geschmack und Euren gesundheitlichen BedĂ¼rfnissen ab. Während meiner Backversuche zeigte sich, dass ich eine deutliche Hochskalierung der Rezeptparameter vornehmen musste, damit meine 5-Personen-Haushalt-Brotformen auch gefĂ¼llt sind und ich nicht so kleine Knickerchen backe, wie sie andere Nachbäcker zeigten.

Voller guter Nährstoffe und ohne Gluten, ohne Histamin oder andere fermentationsbedingte Reizstoffe

Wer Gluten verträgt, kann auch Weizenflocken, Dinkelflocken, Roggenflocken oder Ă„hnliches nehmen. Auch bei den Saaten ist volle Flexibilität vorhanden. Meine Rezeptversion ist glutenfrei. Wer Histamin nicht verträgt, nimmt statt Balsamico-Essig Verjus oder Branntweinessig. Oder lässt die Säuerung gleich ganz weg. Sogar die Zugabe von Sauerteigresten von der FĂ¼tterung ist möglich. Dann vertragen das Brot aber Gluten- oder Histaminintolerante nicht mehr.

Also eines der flexibelsten Rezepte, die ich kenne. Aber: ist das wirklich Brot? Könnte man sich fragen, weil: kein Mehl, kein Triebmittel, keine Fermentation… Es erfĂ¼llt aber seinen Zweck als „Brot“ sehr gut. Eine bis zwei Scheiben sättigen fĂ¼r viele Stunden und versorgen den Körper gleichzeitig mit vielen wichtigen Nährstoffen, die in einer „normalen“ Brotscheibe in dem AusmaĂŸ nicht enthalten sind. Und nicht alle Menschen brauchen Brottteige, die erst nach mindestens vierundzwanzigstĂ¼ndiger Reifezeit in den Ofen dĂ¼rfen. Aus eigener Erfahrung kann ich zudem bestätigen, dass es eine gute Brotalterative fĂ¼r Menschen mit Diabetes Mellitus ist – der Zuckerspiegel steigt laut Sensormessung nur moderat an nach dem Genuss.

Bernd KĂ¼tscher mit den „Heimatbroten“ (Foto: Bernd KĂ¼tscher)

Noch etwas kann ich berichten: ich war mit Heidi Schlautmann, Michaela Pelz, Noemi Mollet und Oliver Distelkamp die letzten Tage in der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim. Dort gab Wayne Caddy aus dem Vereinigten Königreich eine „Master-Class“ fĂ¼r Artisan-Bread und dekorative Brote, sowie Brote mit besonderen Zutaten. Ein tolles Erlebnis! FĂ¼r mich war es meine erste RĂ¼ckkehr zur Akademie nach der Pandemie und ich konnte endlich dem Leiter der Akademie, Bernd KĂ¼tscher, ein Exemplar meines Buchs „Heimatbrote“ persönlich Ă¼berreichen. Bernd hat mir während der Recherchen mit Rat und Tat beiseite gestanden. HierfĂ¼r möchte ich mich auch hier noch einmal bedanken.

Mit Wayne haben wir sowohl im Kurs, als auch in den Abend- und Nachtstunden in den Kneipen Weinheims unglaublichen SpaĂŸ gehabt. Eine tolle Bäcker- und Lehrerpersönlichkeit, der es nicht nur um das Backen und die Knete geht. Sondern auch um die Menschen, die das machen. Seine Vorgehensweise deckt sich sehr mit der, die ich fĂ¼r mich gefunden habe. Wer die Chance bekommt, einen seiner Kurse zu erleben, sollte ohne nachzudenken zugreifen!

Doch nun zum Rezept. Ich entschuldige mich fĂ¼r den langen Text. Doch er musste diesmal sein.

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Saatenkraftbrot

Ein ungewöhnliches Brot, in jeder Hinsicht einzigartig
Zubereitung Vorteig20 Minuten
Quellzeit4 Stunden
Produkt: Brot
Triebmittel: Andere Triebmittel
Keyword: Flohsamenschalen, Haferflocken, Saaten
Servings: 1 Brot/-e

Zutaten

Trockene Zutaten

  • 380 g Haferflocken grob alternativ: andere Getreideflocken Eurer Wahl
  • 65 g Quinoa alternativ: Amaranth
  • 230 g KĂ¼rbiskerne
  • 230 g Sonnenblumenkerne
  • 180 g Leinsamen geschrotet alternativ: ganze Leinsamen
  • 45 g Flohsamenschalen

FlĂ¼ssige Zutaten

  • 640 g Wasser
  • 35 g Olivenöl alternativ: andere Pflanzenöle
  • 30 g Balsamico bianco alternativ: Branntweinessig, Verjus, Essig Essenz
  • 45 g Ahornsirup alternativ: Honig, Malzextrakt
  • 22 g Salz

Anleitungen

  • Die trockenen Zutaten in eine SchĂ¼ssel geben und mit der Hand grĂ¼ndlich vermischen. Die Flohsamenschalen mĂ¼ssen gleichmĂ¤ĂŸig unter die anderen Zutaten gemischt werden.
  • Die flĂ¼ssigen Zutaten in einer weiteren SchĂ¼ssel miteinander vermischen. Das Salz sollte sich auflösen.
  • Die Mischung der flĂ¼ssigen Zutaten in die SchĂ¼ssel mit den festen Zutaten gieĂŸen. Mit einem RĂ¼hrlöffel oder optimalerweise mit einem HandrĂ¼hrgerät die Masse gut verrĂ¼hren.
  • Die Flohsamenschalen sorgen hierbei dafĂ¼r, dass eine gute Teigbindigkeit entsteht.
  • Sobald die Masse gut gemischt ist, diese mit einem Löffel in eine Kastenform mit den MaĂŸen 23 x 11 x 9,5 cm einfĂ¼llen. Dabei die Masse gut andrĂ¼cken.
  • Einen Silikonschaber befeuchten und die Oberfläche schön glatt ziehen (siehe Foto).
  • Den Teigling insgesamt 4 Stunden bei Raumtemperatur (oder bis zu 24 h im KĂ¼hlschrank) quellen lassen.
  • Den Ofen auf 210 °C vorheizen (Ober-/Unterhitze).
  • Das Brot einschieĂŸen und nicht schwaden. Die Temperatur auf 150 °C herunterregeln.
  • Die Backzeit beträgt 2,5 bis 3 Stunden bei 150 °C. In dieser Zeit verfestigt sich die Krume und in der Kruste entstehen leckere Röstaromen.
  • Das Brot aus dem Ofen holen, auskippen und mindestens 12, besser 24 Stunden auskĂ¼hlen lassen. Es empfiehlt sich, den Brotlaib nach einer Stunde in eine KunststofftĂ¼te zu legen.

FrĂ¼hlings-Brot (Blogger-Aktion)

Vor einigen Wochen sprach mich Marta Ullmann an und lud mich zu einer gemeinsamen Blogger-Aktion zur Entwicklung eines FrĂ¼hlings-Brotrezeptes ein. Da brauchte ich nicht lange nachdenken – fĂ¼r mich ist das Brotbacken eine der schönsten kreativen Tätigkeiten, die man gemeinsam betreiben kann. Im inzwischen bestehenden Dickicht der Brot-Blogs ist es zudem fĂ¼r mich immer schwerer, Kontakte zu knĂ¼pfen.

Die Vorgabe war, Haferflocken, Buttermilch, Karotten und Honig mit im Rezept zu verwenden und das Brot nicht zu groĂŸ zu backen. Daraus sollte jeder Blogger ein eigenes Rezept entwickeln und pĂ¼nktlich zum FrĂ¼hlingsanfang am heutigen 20.03.2022 posten. Ersteres ist natĂ¼rlich kein Problem. Doch Mini-Brote vom Brotdoc? Dazu sind meine Hände doch viel zu groĂŸ und hier sind fĂ¼nf hungrige Mäuler zu stopfen. Also ganz mini ist das Brot nicht geworden, man möge es mir nachsehen.

Saftig, körnig und mit leichter Frische – mein FrĂ¼hlingsbrot 2022

Mein Rezept baut ganz gemĂ¤ĂŸ meiner Philosophie auf wenige, gut verfĂ¼gbare Zutaten und eine möglichst einfache Umsetzung. Ich hoffe, ihr habt SpaĂŸ beim Nachbacken und genieĂŸt das Ergebnis. Habt einen schönen FrĂ¼hlingsanfang!

Ich wĂ¼rde mich auch freuen, wenn ihr die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion besuchen wĂ¼rdet um deren Ergebnisse zu bestaunen:

Volker von Volkermampft

Marta von Marta Ullmann

Sonja von Cookie und Co

Philippe von el Gusto

Andrea von KrautundBrot

Nadja von little-kitchen-and-more

Maike von Just Bread

Rene von Brooot

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FrĂ¼hlings-Brot (Blogger-Aktion)

Ein saftig, aromatisches Brot fĂ¼r den FrĂ¼hlingsanfang
Zubereitung Vorteig1 Stunde
Hauptteig + Formen14 Stunden
StĂ¼ckgare1 Stunde
Produkt: Brot
Triebmittel: Hefeteig
Keyword: Alltagsbrot, Haferflocken, Karotte
Servings: 1 Brot/-e

Zutaten

QuellstĂ¼ck

Autolyseteig

Hauptteig

  • 720 g Autolyseteig
  • 245 g QuellstĂ¼ck
  • 13 g Salz
  • 60 g Karotte, grob geraspelt
  • 4 g Frischhefe

Anleitungen

  • Die Saatenmischung leicht anrösten, zu den Haferflocken geben und die Buttermilch zufĂ¼gen. Dann den Honig zufĂ¼gen. Die QuellstĂ¼ckzutaten gut verrĂ¼hren und 1 Stunde quellen lassen.
  • Die Zutaten fĂ¼r den Autolyseteig 2 bis 3 Minuten verkneten, dann eine Stunde quellen lassen.
  • Den Autolyseteig mit Salz und Hefe weitere 3-4 Minuten kneten, dann das QuellstĂ¼ck zufĂ¼gen und in den Teig grĂ¼ndlich einkneten. Sobald das QuellstĂ¼ck vollständig aufgenommen ist, die frisch geriebenen Karottenflocken zufĂ¼gen und ebenfalls unter den Teig kneten.
  • Den Teig 45 Minuten ruhen lassen. Ein- bis zweimal straff dehnen und falten, bis der Teig einen guten Stand hat.
  • In eine eingeölte Teigwanne legen und den Teig 12 bis 14 Stunden im KĂ¼hlschrank bei 5 °C reifen lassen.
  • Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und rund vorformen. 15 Minuten entspannen lassen. Dann straff rund formen und mit Schluss oben in ein Gärkörbchen legen.
  • 60 Minuten bei Raumtemperatur abgedeckt reifen lassen. Nach 30 Minuten den Ofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Das Brot auf den EinschieĂŸer wenden und einschneiden.
  • Mit kräftigem Schwaden einschieĂŸen und die Backtemperatur auf 210 °C reduzieren. Das Brot 50 bis 55 Minuten abbacken.

Rösthafer-Brot

Nun folgt nach den sĂ¼ĂŸen und sĂ¼ndigen BrotgenĂ¼ssen mal wieder ein schön kräftiges bodenständiges Weizenmischbrot. Vor einigen Wochen diskutierten wir in der Backgruppe Ă¼ber gerösteten Hafer und dessen Geschmack, den einige als „buttrig“ bezeichneten. Das inspirierte mich dazu, ein Rezept zu schreiben, in dem ein QuellstĂ¼ck aus gerösteten Haferflocken zur Anwendung kommt. Und es sollte auch lediglich von einem schön reifen Roggensauerteig getrieben werden.

Rösthafer-Brot aus Standardmehlen – kernig lecker

Beim ersten Backen habe ich aus Sorge, dass mir der Hafer den Teig destabilisieren könnte, mit kleberstarkem Ruchmehl im Hauptteig gearbeitet. Das hat auch gut funktioniert, der Teig erwies sich als schön gärstabil und hatte einen guten Stand. Heute kam ich endlich dazu, das Rezept mit Standardmehlen erneut zu backen. Das Ruchmehl habe ich ersetzt durch eine 1:1 Mischung aus Vollkornmehl und Weizenmehl 550.

Rösthafer-Brot aus Ruchmehl und Haferflocken auf der Kruste

Dieser Teig war dann schon (bei gleicher Wassermenge) etwas weniger stabil und durchaus klebriger. Dennoch lieĂŸ er sich mit etwas Geschick gut formen und hat auch die Reifezeiten gut Ă¼berstanden. Das Ergebnis mit Standardmehlen finde ich sogar noch etwas saftiger und die Krume ist auch etwas offener. Somit kann ich dieses Rezept auch fĂ¼r Standardmehle freigeben. Euer Sauerteig sollte schön fit sein. Falls nicht, gebt zum Hauptteig noch 1-2 g Frischhefe dazu.

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Rösthafer-Brot

Ein bodenständiges Brotrezept mit Zusatz von geröstetem Hafer
Zubereitung Vorteig15 Minuten
Reifezeit Hauptteig2 Stunden 30 Minuten
Produkt: Brot
Triebmittel: Roggensauerteig
Keyword: Haferflocken, Weizenvollkornmehl
Servings: 1 Brot/ -e

Zutaten

Sauerteig

Haferflocken-QuellstĂ¼ck

  • 60 g Haferflocken (Feinblatt) geröstet
  • 80 g Wasser

Hauptteig

  • 265 g Wasser (40 °C)
  • 210 g Sauerteig reif
  • 195 g Weizenvollkornmehl
  • 195 g Weizenmehl 550
  • 12 g Salz
  • 12 g Honig
  • 140 g Haferflocken-QuellstĂ¼ck später unterkneten

Anleitungen

  • FĂ¼r den Sauerteig alle Zutaten gut verrĂ¼hren und abgedeckt fĂ¼r 12 bis 14 Stunden reifen lassen.
  • Die Haferflocken in einem Topf vorsichtig anrösten. Achtgeben, dass sie nicht zu dunkel werden, sonst werden sie bitter. Mit dem Wasser Ă¼bergieĂŸen und durchrĂ¼hren. Etwas abkĂ¼hlen lassen.
  • Die Hauptteigzutaten auĂŸer dem Haferflocken-QuellstĂ¼ck in die Knetmaschine geben und so lange langsam kneten, bis sich alles vermischt hat.
  • Den Teig 20 Minuten quellen lassen.
  • Weiterkneten, bis sich der Teig schon gut von der SchĂ¼ssel löst. Das Haferflocken-QuellstĂ¼ck unterkneten.
  • Den Teig in eine Teigwanne geben und einmal dehnen und falten.
  • FĂ¼r 60 Minuten ruhen lassen. Dann nochmals dehnen und falten.
  • 90 bis 120 Minuten ruhen lassen, bis sich der Teig verdoppelt bis verdreifacht hat.
  • Den Brotlaib auf der bemehlten Arbeitsfläche rund vorformen. 10 Minuten ruhen lassen.
  • Straff rund oder lang formen und mit dem SchluĂŸ nach oben in das bemehlte Gärkörbchen legen.
  • 90 Minuten reifen lassen. Den Ofen auf 240 °C (Ober-/Unterhitze) aufheizen.
  • Das Brot auf den EinschieĂŸer kippen und einschneiden. Mit gutem Schwaden in den Ofen befördern.
  • 55 Minuten abfallend auf 210 °C (Ober-/Unterhitze) abbacken.

Börde-Brot

FĂ¼r diejenigen unter Euch, die es kräftiger und kerniger mögen, habe ich hier kurz vor der Abreise in den Osterurlaub noch ein leckeres Roggenbrotrezept, das eigentlich jeder nachbacken kann. Das Börde-Brot, benannt nach der Soester Börde, an deren SĂ¼drand der Roggen aufwuchs, aus dem es gebacken ist.

FĂ¼r dieses Brot braucht ihr lediglich einen nicht zu trägen Sauerteig, wenn ihr ohne Hefe backen wollt. Wenn ihr Euch nicht sicher seid, dann gebt zum Hauptteig etwas Hefe dazu. Durch die milde SauerteigfĂ¼hrung erreicht ihr bei diesem Brot eine gute Harmonie aus leichter SĂ¼ĂŸe, nussiger Kernigkeit durch die groĂŸzĂ¼gige Beigabe von Sonnenblumenkernen und Saftigkeit durch den Hafer.

Saftig und kernig zugleich

Das Rezept ist fĂ¼r eine 1 kg Brotform gedacht. Der Teig hat noch Luft nach oben, was die Wasserzugabe angeht. Wer eine grĂ¶ĂŸere Lockerung wĂ¼nscht, kann noch 30-40 g Wasser mehr zugeben und den Teig einfach in die Form einfĂ¼llen ohne Formen. Er braucht dann bloĂŸ mit dem Silikonschaber glatt gezogen und bemehlt werden.

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Börde-Brot

Roggen, Hafer, Sonneblumenkerne, Sauerterteig. Mehr braucht nicht gesagt werden.
Zubereitung Vorteig10 Minuten
Hauptteig + Formen25 Minuten
Reifezeit (Hauptteig)3 Stunden 30 Minuten
Arbeitszeit gesamt35 Minuten
Produkt: Brot
Triebmittel: Roggensauerteig
Keyword: Haferflocken, Roggenmehl 1150, Sonnenblumenkerne
Servings: 1 Brot/-e

Zutaten

Sauerteig

  • 280 g Wasser 40 °C
  • 125 g Roggenmehl 1150
  • 125 g Haferflocken
  • 50 g Sauerteig-Anstellgut

Hauptteig

  • 240 g Wasser 40 °C
  • 580 g Sauerteig
  • 380 g Roggenmehl 1150
  • 100 g Sonnenblumenkerne geröstet, abgekĂ¼hlt
  • 15 g Salz
  • 15 g Gerstenmalzpulver inaktiv

Anleitungen

  • FĂ¼r den Sauerteig alle Zutaten gut verrĂ¼hren und 6 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
  • Alle Hauptteigzutaten in den Kneter geben und 8 Minuten bei langsamer Knetgeschwindigkeit mischen. Wer Sorge hat, ob der Sauerteig gut genug treibt, kann hier noch 2-3 g Frischhefe zugeben.
  • Den Teig in der KnetschĂ¼ssel 30 Minuten ruhen lassen.
  • Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und zunächst rund formen, dann lang stoĂŸen.
  • Mit dem SchluĂŸ nach unten in die gefettete Kastenform legen.
  • Bei möglichst 25-26 °C fĂ¼r ca. 2,5 bis 3 Stunden reifen lassen bis der Teig ca. 1 cm unter dem Rand der Form steht.
  • In den auf 240 °C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) geben und die Temperatur auf 210 °C herunterregeln. Leicht schwaden. Das Brot insgesamt 60 Minuten dunkelbraun abbacken. Gut auskĂ¼hlen lassen.

Hafer-Baguettebrötchen

Nachdem die Hafer-Baguettes uns sehr gut gefallen haben, habe ich mir noch ein Rezept fĂ¼r Baguette-Brötchen mit Zusatz von Hafer einfallen lassen. Erneut zeigte sich, daĂŸ meine Vorurteile gegenĂ¼ber dem Hafer wohl nicht sehr begrĂ¼ndet waren, denn der Teig entwickelte sich auch bei normalem Kneten im Spiralkneter gut und ohne Probleme.
FĂ¼r intensiven Geschmack sorgt auch hier ein „PĂ¢te FermentĂ©e“ sowie eine zusätzliche lange kalte Gare der Teiglinge. Als Bonus auch hier wieder ein Video, das einige der Teigbearbeitungsschritte und vor allem mein Vorgehen bei zweietagigem Backen zeigt.

Hafe1

Vorteig (PĂ¢te FermentĂ©e)
200 g Weizenmehl 550
120 g Wasser (45°C)
2 g Hefe
2 g Salz
Das warme Wasser, Salz und das Mehl ein wenig mischen, die Hefe darĂ¼ber bröseln und dann von Hand auf der Arbeitsfläche gut verkneten (ca. 2 Minuten). Zu einer Kugel formen und in einer SchĂ¼ssel im KĂ¼hlschrank mindestens 24 Stunden reifen lassen.

Haferflocken-QuellstĂ¼ck
100 g Haferflocken (fein)
150 g Milch
Die Milch unterrĂ¼hren und das QuellstĂ¼ck 12-24 Stunden im KĂ¼hlschrank quellen lassen.

Hauptteig
Vorteig, QuellstĂ¼ck
340 g Wasser (ca. 20°C)
700 g Weizenmehl 550
20 g Butter
18 g Salz
9 g Hefe

Die Zutaten im Kneter fĂ¼r 4 Minuten langsam, dann 5-6 Minuten schnell zu einem glatten Teig verkneten. Diesen fĂ¼r 60 Minuten ruhen lassen.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und entgasen. In rechteckige Teiglinge von etwa 100 g teilen und diese von der langen Seite her zu Zylindern einrollen. Falls gewĂ¼nscht befeuchten und in Saaten wälzen.

Die Teigling mit dem SchluĂŸ oben in ein auf einem Blech liegendes Leinentuch einlegen, dieses gut verschlieĂŸen und ggf. alles mit einer KunststofftĂ¼te Ă¼berziehen. Das Blech dann fĂ¼r 12 Stunden in ein freies Fach im KĂ¼hlschrank bei 5°C stellen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=4bXFT5sRxqc&w=560&h=315]

Am Backtag den Ofen auf 240°C vorheizen. Die Teigling auf den EinschieĂŸer / das Blech legen, SchluĂŸ unten. Mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge längs etwa 1 cm tief einschneiden.

In den Ofen einschieĂŸen und gut schwaden. Bei 240°C fĂ¼r ca. 18-20 Minuten abbacken.

Hafe2

KĂ¼rbis-Toastbrot

KĂ¼rb1

Vor drei Wochen war Halloween – auch in diesem Jahr wĂ¼nschten sich unsere Kinder einen von innnen beleuchteten KĂ¼rbis mit eingeschnittener Fratze an unserer HaustĂ¼r. Die umliegenden Bauernläden bieten in dieser Jahreszeit immer RiesenkĂ¼rbisse an, die sich dazu hervorragend eignen.

Alle Eltern, die solche KĂ¼rbisse mit ihren Kindern gebastelt haben, kennen das „Problem“, dass beim Aushöhlen oft kiloweise KĂ¼rbisfleisch entsteht, welches verarbeitet werden will. Wir haben schon KĂ¼rbissuppe, persisches KĂ¼rbis-Gericht usw. gemacht – trotzdem war noch etwas Ă¼brig.

Das habe ich einfach mal pĂ¼riert und in ein Toastbrot-Rezept eingearbeitet. Obwohl schon gut, brauchte das Rezept einige Anpassungen, die ich an weiteren Backtagen ausprobiert habe. Deswegen erst jetzt das Rezept. Achtung: ein Unterschied zwischen KĂ¼rbissorten kann im Feuchtigkeitsgehalt bestehen. RiesenkĂ¼rbisse sind oft wasserhaltiger als z.B. Hokkaido-KĂ¼rbisse. Bei letzteren kann etwas mehr Wasser im Hauptteig verwendet werden.

KĂ¼rb2

Das Toast bekommt durch das pĂ¼rierte KĂ¼rbisfleisch eine gelbliche Farbe und eine besondere Saftigkeit. Der Geschmack wird vom Hafer-QuellstĂ¼ck noch untermalt.

Rezept als Tabelle fĂ¼r verschiedene Mengen

KĂ¼rbistoast

 

Zur Herstellung des PĂ¼rees das KĂ¼rbisfleisch in kleine StĂ¼cke schneiden oder reiben und mit dem PĂ¼rierstab gut durchpĂ¼rieren.
Alle Zustaten auĂŸer der Butter in den Kneter geben und 3 Minuten verkneten. Auf zweitniedrigste Stufe schalten und die Butter portionsweise einkneten. Der Teig sollte sich zum SchluĂŸ gut von der SchĂ¼ssel lösen (ca. 8-9 Minuten Knetzeit).
Eine Teigruhezeit von 45 Minuten geben.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben, entgasen und ggf. in zwei / drei gleich groĂŸe Teile teilen. Die Teile etwas rechteckig ziehen und zu einem Zylinder straff einrollen. Den Zylinder in vier gleich groĂŸe StĂ¼cke abstechen und diese in die gefettete Kastenform legen, so daĂŸ die Schnittkanten zum Seitenrand der Form zeigen (4-pieces-Methode).

Da ich gerade sowieso gefilmt habe, nochmal die 4-pieces-Methode als Video
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=GLpnNWP4rv8&w=560&h=315]

Den eingefetteten Deckel auflegen und etwa 60 Minuten StĂ¼ckgare bei Raumtemperatur geben. Den Ofen auf 210°C aufheizen. Sobald der Teig etwa 1 cm unterhalb der Formkante steht, die Brote einschieĂŸen und die Deckel beschweren (z.B. mit der Edelstahlwanne zum Schwaden).
Die Backzeit bei 210° beträgt 35 Minuten, ich möchte eine möglichst dĂ¼nne Kruste und eine saftige Krume erreichen. Die Taillierung der abgekĂ¼hlten Brote nehme ich deshalb hin. Die Brote aus der Form kippen und auskĂ¼hlen lassen. Sie können im noch lauwarmen Zustand auch gut sofort eingefroren und bevorratet werden.

Dunkles Hafer-Baguette

Weiter geht es mit dem „Paddeln“. Diesen Begriff hat ein Teilnehmer der Facebook-Gruppe „Angebacken“ fĂ¼r das Kneten von weichen Teigen mit dem Flachschläger / RĂ¼hrhaken („Paddle“) der KĂ¼chenmaschine geprägt.
Nachdem die Brötchen-Seelen mit hoher Teigausbeute Weltklasse waren, habe ich mich als nächstes an einen Baguette-Teig gemacht. Trotz eines Haferflocken-Vorteigs und einer hohen Teigausbeute (188) gelang es, einen perfekt ausgekneteten Teig zu erreichen. NatĂ¼rlich ist die Formung eines solch weichen Teiges nichts fĂ¼r Baguette-Anfänger, doch mit etwas Ăœbung und gutem Bemehlen ist es gut machbar. Die Belohnung besteht in einer besonders saftigen Krume, die zudem durch den Hafer einen delikaten Geschmack hat.

HafBa1

Mengen fĂ¼r 6 breitere Baguettes (in Klammern fĂ¼r 3 Baguettes)

Vorteig:
150 (75) g Haferflocken fein
200 (100) g Wasser
0,1 (0,1) g Hefe (etwa reiskorngroĂŸ)
Die Hefe im Wasser auflösen und die Haferflocken einrĂ¼hren. Abdecken und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig:

680 (340) g Wasser (kalt)
Vorteig
75 (37) g Weizensauerteig (Anstellgut aus dem KĂ¼hlschrank)
850 (425) g Weizenmehl T80 (oder Typ 1050)
20 (10) g Salz
9 (3,5) g Hefe

Alle Zutaten in die KnetschĂ¼ssel geben. Mit dem Flachschläger / RĂ¼hrhaken („Paddle“) etwa 2-3 Minuten bei langsamer Knetstufe vermischen. Der Teig hat eine Konsistenz wie Pfannkuchenteig. Geschwindigkeit erhöhen auf zweite Stufe und so lange rĂ¼hren lassen, bis der Teig sich von der SchĂ¼ssel löst und am RĂ¼hrhaken hängt. Das dauert um die 10-12 Minuten. Falls nötig, mit einem Silikonteigsschaber verhindern, daĂŸ der Teig am Haken zu sehr hochklettert.
Den Teig in eine Teigwanne geben und mindestens zwei, besser zweieinhalb Stunden reifen lassen. Während dieser Zeit zwei bis drei mal strecken und falten. Der Teig ist danach gut aufgegangen, weich-elastisch und zeigt viele Gärblasen.
Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche kippen und in 6 (3) gleiche Teile teilen. Jedes der Teile zylindrisch aufrollen, dabei nur leicht entgasen. Die Teiglinge 20 Minuten ruhen lassen.
Nun aus den Zylindern längliche Baguettes formen von etwa 40 cm Länge.
Diese mit dem SchluĂŸ oben fĂ¼r 35 Minuten im Bäckerleinen reifen lassen. Auf den EinschieĂŸer geben und drei mal flach-schräg einschneiden.
Mit viel Dampf in den gut vorgeheizten Ofen bei 250°C einschieĂŸen und bei konstanter Temperatur fĂ¼r 18-20 Minuten abbacken.

HafBa2

Malzbierbrot III

Ihr habt doch hoffenlich nicht inzwischen alles Malzbier ausgetrunken? Ich habe noch ein Rezept, um genau zu sein sogar zwei, denn Brötchen habe ich auch damit gebacken. Die kommen noch. Nachdem die Wetterlage ja nun wirklich herbstlich zu nennen ist, kommen Roggenbrote wieder in Konjunktur.
Dieses hier besteht aus dem besonders dunkel ausgemahlenen Roggenmehl 1150 von der Bruckmayer-MĂ¼hle und zu einem guten Teil aus einem Haferflocken-QuellstĂ¼ck mit Malzbier. Im Ergebnis entsteht ein wĂ¼rziges Roggenbrot mit leichter MalzsĂ¼ĂŸe und zusätzlichem Haferaroma. Sehr saftig durch die hohe Teigausbeute von 188. Und sehr einfach in der Herstellung.

Hafer2

Sauerteig:
260 g Roggenmehl 1150
260 g Wasser (50°C)
26 g Roggenanstellgut
Das recht warme Wasser mit dem Mehl etwas verrĂ¼hren. Das Anstellgut zugeben und kräftig unterrĂ¼hren. 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Haferflocken-QuellstĂ¼ck:
250 g Haferflocken grob (Vollkorn)
300 g Malzbier
Das Malzbier Ă¼ber die Flocken gieĂŸen und einmal durchrĂ¼hren. 12 Stunden quellen lassen.

Hauptteig:

Sauerteig, QuellstĂ¼ck
232 g Wasser (45-50°C)
390 g Roggenmehl 1150
18 g Salz
9 g Frischhefe

Alle Zutaten in den Kneter geben und insgesamt 8-10 Minuten langsam verkneten. Der Teig ist recht weich, wird aber bindig.
Eine 1,5 kg Backform mit Butter oder Ă–l einfetten. Den Boden und wenn möglich die Ränder mit Haferflocken bestreuen. Dann die Teigmasse gleichmĂ¤ĂŸig einfĂ¼llen. Der Teig ist zu weich, um ihn auf der Arbeitsfläche wirken zu können.
Die Oberfläche mit etwas Wasser besprĂ¼hen und mit dem Silikonschaber glatt ziehen. Ebenfalls mit Haferflocken bestreuen.
Die StĂ¼ckgare beträgt etwa 70 Minuten bei Raumtemperatur. Dann sollte der Teig den Rand der Form erreicht haben. Währenddessen den Ofen auf 250°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Das Brot einschieĂŸen und ein wenig schwaden. Sofort auf 210°C reduzieren und das Brot fĂ¼r 55-60 Minuten abbacken. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, die letzten 20 Minuten mit einer Alufolie abdecken.

Hafer3

Hafer1

Joghurt-Hafer-Brötchen

Joghurt, Honig und Haferflocken passen auch pur schon geschmacklich gut zusammen. Meine Idee war es, diese Zutaten einmal in einem Brötchenteig zu verwenden. Mit Hafer ist es nicht leicht, eine lockere Krume zu erreichen, da er Stoffe enthält, die schlecht backfähig sind und selbst Weizenteige bei der Entwicklung stören können.
Die Krume der Brötchen ist daher etwas fester aber dafĂ¼r sehr sehr lecker.

Hafer1

Hauptteig:
850 g Weizenmehl 550
150 g Haferflocken
400 g Wasser
300 g Joghurt
75 g Lievito madre (direkt aus dem KĂ¼hlschrank nehmen)
20 g Honig
20 g Backmalz (inaktiv)
19 g Salz
14 g Hefe

Alle Zutaten bis auf Honig, Salz und Hefe fĂ¼r 2 Minuten kneten. 45 Minuten quellen lassen. Salz und Hefe und Honig zugeben. Weitere 5-6 Minuten langsam kneten, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Den Teig 60 Minuten ruhen lassen.
Auf der Arbeitsfläche in 20 StĂ¼cke von ca. 80-85 g teilen und rund schleifen. Befeuchten und in Haferflocken wälzen.
Auf ein Bäckerleinen, welches auf einem Lochblech liegt, mit den Flocken nach unten legen. Zwischen den Brötchen-Reihen das Leinen hochziehen, die Ă¼berstehenden Ränder Ă¼ber die Teiglinge klappen. In eine PlastiktĂ¼te schieben, damit die Teiglinge nicht austrocknen und 20 Minuten anspringen lassen. Dann sofort in den 5° kalten KĂ¼hlschrank geben und 12 Stunden reifen lassen.
Am Backtag den Ofen gut auf 240° vorheizen und die Brötchen direkt aus dem KĂ¼hlschrank heraus auf ein Lochblech wenden, einmal längs tief einschneiden. EinschieĂŸen und gut schwaden. Bei konstant 240° fĂ¼r 20 Minuten ausbacken.

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ENGLISH RECIPE „Oat-yoghurt-rolls“

The combination of oat-flakes, yoghurt and honey is quite delicious in my opinion. In this recipe I tried to add these ingredients to a roll dough. Oat isn’t easy to bake with because it contains something that hampers gluten-development, so the crumb turned out more dense than usual.

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Main dough:
850 g bread flour
150 g oat flakes
400 g water
300 g yoghurt
75 g lievito madre (directly from the fridge)
20 g honey
20 g malt (non-diastatic)
19 g salt
14 g fresh yeast

Mix everything but for the honey, the salt and the yeast for 2 minutes. Autolyse for 60 minutes. Add salt, yeast and honey and mix for another 5-6 minutes until the dough ist smooth.
Let rest for 60 minutes.
Divide into 20 pieces of 80-85 g each and shape to rolls. Wet them and sprinkle with oat-flakes.
Put it with the flakes down in an bakers-linen and let rise for 20 minutes at room temperature. Cover properly, then retard them for 12 hours in the fridge at 5°C.
Preheat the oven to 240°C and put the rolls on a baking sheet, seeds up. Score deeply onced and insert into the oven, steaming properly. Bake at 240°C for 20 minutes.

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