Kürbis-Toastbrot

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Vor drei Wochen war Halloween – auch in diesem Jahr wünschten sich unsere Kinder einen von innnen beleuchteten Kürbis mit eingeschnittener Fratze an unserer Haustür. Die umliegenden Bauernläden bieten in dieser Jahreszeit immer Riesenkürbisse an, die sich dazu hervorragend eignen.

Alle Eltern, die solche Kürbisse mit ihren Kindern gebastelt haben, kennen das „Problem“, dass beim Aushöhlen oft kiloweise Kürbisfleisch entsteht, welches verarbeitet werden will. Wir haben schon Kürbissuppe, persisches Kürbis-Gericht usw. gemacht – trotzdem war noch etwas übrig.

Das habe ich einfach mal püriert und in ein Toastbrot-Rezept eingearbeitet. Obwohl schon gut, brauchte das Rezept einige Anpassungen, die ich an weiteren Backtagen ausprobiert habe. Deswegen erst jetzt das Rezept. Achtung: ein Unterschied zwischen Kürbissorten kann im Feuchtigkeitsgehalt bestehen. Riesenkürbisse sind oft wasserhaltiger als z.B. Hokkaido-Kürbisse. Bei letzteren kann etwas mehr Wasser im Hauptteig verwendet werden.

Kürb2

Das Toast bekommt durch das pürierte Kürbisfleisch eine gelbliche Farbe und eine besondere Saftigkeit. Der Geschmack wird vom Hafer-Quellstück noch untermalt.

Rezept als Tabelle für verschiedene Mengen

Kürbistoast

 

Zur Herstellung des Pürees das Kürbisfleisch in kleine Stücke schneiden oder reiben und mit dem Pürierstab gut durchpürieren.
Alle Zustaten außer der Butter in den Kneter geben und 3 Minuten verkneten. Auf zweitniedrigste Stufe schalten und die Butter portionsweise einkneten. Der Teig sollte sich zum Schluß gut von der Schüssel lösen (ca. 8-9 Minuten Knetzeit).
Eine Teigruhezeit von 45 Minuten geben.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben, entgasen und ggf. in zwei / drei gleich große Teile teilen. Die Teile etwas rechteckig ziehen und zu einem Zylinder straff einrollen. Den Zylinder in vier gleich große Stücke abstechen und diese in die gefettete Kastenform legen, so daß die Schnittkanten zum Seitenrand der Form zeigen (4-pieces-Methode).

Da ich gerade sowieso gefilmt habe, nochmal die 4-pieces-Methode als Video
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=GLpnNWP4rv8&w=560&h=315]

Den eingefetteten Deckel auflegen und etwa 60 Minuten Stückgare bei Raumtemperatur geben. Den Ofen auf 210°C aufheizen. Sobald der Teig etwa 1 cm unterhalb der Formkante steht, die Brote einschießen und die Deckel beschweren (z.B. mit der Edelstahlwanne zum Schwaden).
Die Backzeit bei 210° beträgt 35 Minuten, ich möchte eine möglichst dünne Kruste und eine saftige Krume erreichen. Die Taillierung der abgekühlten Brote nehme ich deshalb hin. Die Brote aus der Form kippen und auskühlen lassen. Sie können im noch lauwarmen Zustand auch gut sofort eingefroren und bevorratet werden.

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14 Kommentare
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Regina Bauer
22. November 2015 20:34

Meine Sonntagsbeschäftigung war heute das tolle Toastbrot. Da ich noch Kürbis liegen hatte, habe ich noch gestern Abend den Vorteig angesetzt und es heute gebacken. Es ist das beste Toastbrot was ich je gegessen habe, es schmeckt auch ohne Belag! Und es ist auch recht gut geworden, leider habe ich noch keine Toastbrotform. Die werde ich mir diese Woche bestellen. Danke für das neue Rezept.
P.S. Beim Ausdruck erscheint das Salz nicht.

23. November 2015 07:46
Antwort auf  Regina Bauer

Ich habe es zunächst vergessen. Seit vorgestern abend steht es aber in der Tabelle drin, danke Dir! Drucke es Dir einfach noch mal aus.

Claudia
22. November 2015 22:51

Danke für das Rezept – habe schon länger nach so einem gesucht. Ich habe es als rustikales Sandwich nachgebacken und es wurde von der Familie für sehr gut befunden
🙂

25. November 2015 11:00

Was genau bringt diese 4-pieces-Methode?

26. November 2015 08:04
Antwort auf  Thomas

Hallo Thomas,
zwei Dinge: 1. Die Glutenstränge verlaufen nicht längs sondern quer. Damit ergibt sich ein anderes, toastbrottypisches Krumenbild. 2. Die Tendenz zum Einfallen der Seitenränder (Taillierung) ist geringer, als beim einfachen Langwirken.
Wenn Du Zeit hast, kannst Du den Unterschied mal testen: back einfach eines der Brote nach der 4-Pieces-Methode und eines einfach langgewirkt in der Form.

26. November 2015 08:33
Antwort auf  brotdoc

Dank Dir vielmals, werde ich bei Gelegenheit probieren.
Wie bewarst Du Toastbrot auf? Frierst Du es scheibenweise ein?

10. November 2017 06:36

[…] Scheiben Toast (ich habe Kürbistoast verwendet) (ggf. ein paar als […]

Renate Th.
23. November 2017 22:45

Hallo Björn,

Noch eine Frage …Wird der Kürbis vor der TeigZugabe gedünstet..oder roh zerkleinert dazugegeben?

Viele Grüße
Renate

Sabine
1. August 2018 07:07
Antwort auf  brotdoc

Ich hab ihn gekocht, geht also auch

25. März 2019 06:48

[…] Kürbis-Toastbrot […]

Werner Iseringhausen
28. September 2024 19:42

Hallo Björn!
In der Tabelle zum Vorteil steht Milch, darunter soll die Hefe in Wasser aufgelöst werden. Wir wollen mit diesem Toastbrot unsere „Black Karriere“ beginnen und stolpern gerade schon darüber. Hilfe??
Liebe Grüße
Werner und Claudia

Werner Iseringhausen
28. September 2024 19:44

Es sollte „Vorteil“ und „Backkarriere“ heißen! Sorry!! 😉