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Weizenvollkorn-Alltagsbrot

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Weizenvollkorn-Alltagsbrot

Ein dezidiertes Alltagsrezept für Vollkornbrot, das sich auch spontan in der Woche backen lässt.
Herstellungszeit am Backtag4 Stunden
Produkt: Brot
Triebmittel: Hefeteig
Suchbegriff: Auffrischbrot, Weizenvollkornmehl
Servings: 2 Brot-/e

Zutaten

  • 750 g Wasser leitungskalt
  • 9 g Frischhefe
  • 140 g Sauerteig-Anstellgut Reste vom Füttern
  • 1000 g Weizenvollkornmehl
  • 24 g Salz
  • 10 g Pflanzenöl
  • 20 g Dattelsirup alternativ Zuckerrübensirup

Anleitungen

  • Die Zutaten in die Knetschüssel in der Reihenfolge wie oben angegeben.
  • Mit der Knetmaschine zunächst langsam, dann schneller zu einem glatten Teig auskneten, der sich von der Schüssel löst.
  • Den Teig in der Knetschüssel 60 bis 70 Minunten reifen lassen.
  • Auf die Arbeitsfläche geben und in 2 Teiglinge von ca. 970 g teilen.
  • Die Teiglinge erst rund wirken, dann straff länglich formen.
  • In die Kastenform für 1 kg Teig legen und abdecken.
  • 90 bis 100 Minuten reifen lassen bis der Teigling den Rand der Form etwas überragt.
  • Den Ofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Formen einschießen und normal schwaden.
  • Temperatur auf 200 °C reduzieren und die Brote 55 bis 60 Minuten abbacken.
  • Für etwas mehr Glanz nach dem Backen mit Wasser besprühen.

Ungewöhnlicherweise startet dieser Blogartikel direkt mit dem Rezept. Das hat den Grund, dass es sich nach meiner Ansicht wieder einmal um ein „Universal-Rezept“ handelt, das sich in vielen unterschiedlichen alltäglichen Situationen und mit unterschiedlich guten Zutaten anwenden lässt. Ein spontan herzustellendes reines Vollkornbrot ohne jegliche Vorplanung. Das Rezept macht zwar Kompromisse im Hinblick auf lange Quellzeiten und lange Fermentation. Aber im Alltag und in der Not… muss nicht immer erst der Everest erklommen werden bevor man satt wird. Und es eignet sich hervorragend um Sauerteigreste sinnvoll einzusetzen.

Bevor ich schreibe was ich mit dem Rezept gemacht habe noch mal der Hinweis: es funktioniert nach meiner Erfahrung mit nahezu allen Vollkornmehlen, die ihr in Deutschland und anderen Ländern bekommen könnt.

Weil das Rezept so praktisch ist habe ich es vergangene Woche in einem kleinen Experiment mit zwei unterschiedlichen Vollkornmehlen eingesetzt. Wie im letzten Blogbeitrag beschrieben war ich Anfang Juni in Norwegen unterwegs. Beim Einkauf im Supermarkt in Sogndal (REMA 1000) konnte ich nicht widerstehen, mir zwei Päckchen Weizen-Vollkornmehl mitzunehmen. Beide stammen von der Norgesmøllene aus Bergen, die es bereits seit über 150 Jahren gibt. Sie sind unterschiedlich grob ausgemahlen und waren deshalb interessante Kandidaten für den Test weil man gut sehen kann, wie sich die Grobheit der Mehle auf das Ergebnis auswirkt.

Das gröbere Mehl könnte in diesem Versuch durchaus Vertreter eines selbstgemahlenen Vollkornmehls sein, während das feinere Mehl ein Vertreter mühlengemahlener Vollkornmehle darstellt.

1. „Kolonihagen okologisk Sammalt Hvetemel

Dies ist das deutlich gröbere Vollkornmehl. Es enthält sichtbar grobe Kleieanteile und die Aufschlüsselung der Bestandteile gibt auch einen um 2 Prozent geringeren Anteil an Protein und Ballaststoffen preis.

Verarbeiten ließ es sich dennoch gut. In der Knetmaschine ergab es einen bindigen Teig der sich gut von den Rändern der Schüssel löste. Nach der Stockgare war der Teig dann wieder etwas klebriger, was sehr wahrscheinlich einem gewissen Teigabbau geschuldet war. Dennoch konnte ich ihn gut wirken und während der weiteren Reifezeit gab es keine Probleme.


Das Endergebnis entspricht dem was ich sehr oft mit selbstgemahlenem Vollkornmehlen erreichen konnte. Eine etwas kompaktere Krume die dennoch „gesund“ ist, ohne zu starken Teigabbau. Der Geruch und Geschmack des Brotes ist betörend – durch den Dattelsirup kommt der normalerweise etwas herbe Geschmack von Vollkornbrot nicht so in den Vordergrund. Ich würde gerade den Geruch sogar als „malzig“ bezeichnen. Für ein grobes Bio-Vollkornmehl ein super Ergebnis.

2. „Fibra Fullkornshvetemel

    Dies ist die fein gemahlenere konventionelle Variante, die aber dennoch über mehr Ballaststoffe verfügt. Ein wenige erinnert es mich an die ultrafein gemahlenen Vollkornmehle der Eiling-Mühle hier in Deutschland, wobei auf den Fotos durchaus sichtbar ist, dass es nicht ganz so fein gemahlen ist.

    Bei der Verarbeitung war sofort klar, dass dieses Mehl richtig gute Backeigenschaften hat. Der Teig zog im Knetvorgang sehr schnell an und löste sich zuletzt vollständig von der Schüssel. Auch während der Stockgare, während des Aufarbeitens und in der Stückgare hatte ich eine absolut einwandfreien Teig ohne Zeichen des Teigabbaus.

    Im Ergebnis ist klar abzulesen, dass dieses Vollkornmehl sich wunderbar für alle denkbaren Verwendungen eignet. Vom Geruch und Geschmack ist es allerdings nicht ganz so intensiv und malzig wie das erstgenannte Mehl. Aber dennoch ein richtig leckeres Vollkornbrot.

    Mein Fazit:

    Beide Mehle taugen etwas. Lebte ich in Norwegen könnte ich sehr gut auch mit diesen Supermarktmehlen leben. Sie sind vergleichbar mit Mehlen die wir hierzulande bekommen können.

    Bitte testet das Rezept mal mit Eurem Standard-Vollkornmehl und gebt mir Feedback wie euch das Ergebnis gefällt!

    Saftiges Graubrot

    Nach längerem Hiatus möchte ich Euch heute ein schönes Rezept für ein klassisches deutsches Alltagsbrot vorstellen: das sogenannte Graubrot. Dieser auf den ersten Blick eher unappetitliche Name hat vor allem mit der Krumenfarbe zu tun, die sich aus der Mischung dunkler Weizen- und Roggenmehle ergibt. Geschmacklich sind diese nahrhaften Brote aber wahre Alleskönner.

    Hinter mir liegen nun etwa 6 Wochen, in denen ich erstmals in meinem Leben nicht mehr nur banale gesundheitliche Probleme bekommen habe. Das meiste ist nun überstanden, an anderem muss von mir persönlich noch einige Zeit gearbeitet werden. Jedenfalls ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich auf die zuvor gefühlte „jugendliche Unverletzlichkeit“ nicht mehr so verlassen kann.

    Saftig würziges Weizenmischbrot

    Unter anderem war ich ein paar Tage stationär im Krankenhaus und durfte als Ex-Insider den Betrieb mal als Patient erleben. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, allen dort Beschäftigten großen Respekt auszusprechen. Ich habe große Professionalität und Freude am Beruf erlebt, was ich angesichts der eher negativen Berichterstattung in den letzten 2-3 Jahren nicht mehr so erwartet hatte.

    Auch das Krankenhausessen war besser als befürchtet. Abends gab es ein Graubrot, das mir erstaunlich gut gefallen hat. Und das habe ich nun versucht nachzubauen. Meine Version ist etwas saftiger durch das Mehlkochstück und dürfte sich deshalb noch länger frisch halten. Durch meinen milden Sauerteig fällt der Geschmack weniger prägnant säuerlich aus.

    Die Teiglingsmenge ist bestimmt für einen Doppel-Backrahmen mit den Maßen 31 x 25 x 9cm, den ihr zum Beispiel bei Bax im Holz erwerben könnt. Wenn ihr alternativ eine normale 1 kg Kastenbackform verwenden wollt, dann sollte ggf. die Teiglingsmenge etwas reduziert werden (auf ca. 1000 g). Oder ihr nehmt eine größere Form.

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    Graubrot

    Schönes Alltagsbrot für die ganze Familie
    Reifezeit im Rahmen2 Stunden 15 Minuten
    Produkt: Brot
    Suchbegriff: Alltagsbrot, Weizenmischbrot
    Servings: 2 Brot-/e

    Zutaten

    Sauerteig

    • 320 g Roggenvollkornmehl
    • 320 g Wasser 40 °C
    • 32 g Sauerteiganstellgut

    Mehlkochstück

    • 56 g Roggenvollkornmehl
    • 200 g Wasser

    Hauptteig

    • 480 g Wasser kalt
    • 672 g reifer Sauerteig
    • 256 g abgekühltes Mehlkochstück
    • 825 g Weizenmehl 1050
    • 26 g Salz
    • 24 g Gerstenmalz inaktiv
    • 8 g Frischhefe

    Anleitungen

    • Die Sauerteigzutaten vermischen und bei Raumtemperatur 10-14 Stunden reifen lassen.
    • 2 Stunden vor dem Herstellen des Hauptteiges das Mehlkochstück zubereiten. Mehl und Wasser unter beständigem Rühren erhitzen, bis die Masse stockt und eine Konsistenz von Pudding annimmt. Abkühlen lassen.
    • Die Hauptteigzutaten in die Knetschüssel geben und kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.
    • Den Teig in der Schüssel 60 Minuten ruhen lassen.
    • Auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und ggf. in Teile von ca. 1120-30 g teilen.
    • Die Teiglinge erst rund und dann langwirken und mit dem Schluss unten in die Backform setzen.
    • Die Reifezeit in der Form beträgt bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden.
    • Den Ofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Vor dem Einschießen die reifen Teiglinge einschneiden und mit Schwaden einschießen. Die Temperatur auf 200 °C reduzieren und insgesamt 60 bis 70 Minuten abbacken. Bei Verwendung einer Metallform kann die Backzeit kürzer ausfallen.
    • Nach dem Backen mit Wasser besprühen.

    Kasseler (würzig)

    Für ein neues Rezept für Kasseler Brot habe ich einmal eines der anderen neuen ultrafein gemahlenen Vollkornmehle der Biomühle Eiling ausprobiert. Es wird aus der Ur-Roggensorte „Waldstaudenroggen“ hergestellt. Waldstaudenroggen ist eine nachhaltige Roggensorte, die mehrjährig wächst und damit den Landwirt unabhängiger von der Saatgutindustrie macht.

    Eigenheiten des Waldstaudenroggenmehls ist ein höherer Schalenanteil, damit mehr Mineralstoffe und ein kräftigerer Geschmack. Sauerteige, die aus Waldstaudenroggenmehl angesetzt werden, bekommen ein prägnanteres Aroma als aus normalem Roggen. Ich dachte mir, dass ich das mal für einen etwas würzigeren Geschmack eines Brotklassikers nutze.

    Das Waldstaudenroggenvollkornmehl hat mit Wasser gemischt eine tolle bräunliche Farbe, die im fertigen Brot für eine schöne Krume sorgt, ohne dass Malze dafür genutzt werden müssten.

    Gleichzeitig war das auch ein Test, wie meine neue Alltagsknetmaschine mit Mischbrot-Teigen klarkommt. In meiner Küche steht nun eine Allround-Knetmaschine aus den Niederlanden, die Maxima Planetenknetmaschine. Alles in allem macht diese bisher einen sehr robusten Eindruck und die Knetergebnisse können sich mehr als sehen lassen. Insbesondere die Geschwindigkeit, mit der diese Maschine das gewünschte Ergebnis erreicht. Und sie ist konkurrenzlos leise.

    Ich bin noch ein wenig skeptisch in Bezug auf die Langlebigkeit. Die Maschine kostet gerade einmal zwischen 300 und 400 Euro je nach Angebot. Aber Berichte von anderen Hobbybäckern, die das Gerät schon länger als ein Jahr im Dauereinsatz haben, haben mich überzeugt, ihr eine Chance zu geben.

    Also, hier das neue Kasseler-Rezept. Denke, es wird dem ein oder anderen gut gefallen.

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    Kasseler würzig

    Rezept für eine würzige Version des hellen Kasselers
    Hauptteig + Formen3 Stunden 30 Minuten
    Produkt: Brot
    Triebmittel: Hefeteig, Roggensauerteig
    Suchbegriff: Kasseler, Weizenmischbrot
    Servings: 2 Brot-/e

    Zutaten

    Sauerteig

    • 270 g Wasser 40 °C
    • 270 g Roggenvollkornmehl ich: Waldstaudenroggenvollkornmehl extrafein
    • 26 g Sauerteig-Anstellgut

    Hauptteig

    • 450 g Wasser
    • 566 g reifer Sauerteig
    • 150 g Roggenvollkornmehl ich: Waldstaudenroggenvollkornmehl extrafein
    • 675 g Weizenmehl 1050
    • 24 g Salz
    • 6 g Frischhefe optional

    Anleitungen

    • Die Sauerteigzutaten gut verrühren und 10 – 14 Stunden reifen lassen.
    • Die Hauptteigzutaten in der Knetmaschine zu einem glatten Teig verkneten, der sich größtenteils vom Schüsselrand löst.
    • Den Hauptteig 45 Minuten in der Knetschüssel reifen lassen.
    • Auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und ggf. in 2 Teile von etwa 930 g teilen.
    • Locker rund formen und dann straff langstoßen. Die Oberfläche des Brotes dünn mit Pulverstärke einreiben. Wer den Glanz nicht möchte, mehlt die Oberfläche etwas ein.
    • Die Teiglinge in ein Gärkörbchen legen (Schluss oben) und 70 bis 90 Minuten reifen lassen. Sie sollten noch keine Vollgare erreicht haben. Ohne Hefe dauert dieser Reifeschritt länger.
    • Die Teiglinge auf den Einschießer kippen und mit Wasser einsprühen. Mit der Stipprolle längs über den Teigling fahren oder einschneiden.
    • In den gut vorgeheizten Ofen bei 240 °C (Ober-/Unterhitze) einschießen und gut schwaden. Die Temperatur auf 210 °C reduzieren.
    • Den Schwaden nach 3 – 4 Minuten vollständig ablassen und ohne Schwaden weiterbacken.
    • Die gesamte Backzeit liegt bei etwa 50 Minuten, bitte je nach gewünschtem Farbton der Kruste die Brote herausholen.
    • Nach dem Backen nochmals mit Wasser besprühen.

    Krustenbrot

    Dies ist ein völlig unprätentiöses und dennoch sehr leckeres und sehr alltagstaugliches Mischbrot. Während der Roggenanteil des Krustenbrotes absichtlich zum Teil aus Schrot besteht, um mehr Biss und Würze und Saftigkeit in die Krume zu bekommen, sorgt der Weizenanteil aus Typ 550er Mehl für eine luftig-lockere Struktur. Die relativ kurzen Teigreifezeiten machen dieses Rezept auch beim Backen unter der Woche realisierbar. Es ist an einem Abend innerhalb von nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden fertig.

    Viel mehr gibt es zu diesem Brot eigentlich nicht zu sagen. Ausser vielleicht: das Einfache ist manchmal das Beste.

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    Krustenbrot

    Leckeres und unprätentiöses Alltagsbrot
    Reifezeit Hauptteig30 Minuten
    Produkt: Brot
    Triebmittel: Roggensauerteig
    Suchbegriff: Alltagsbrot, Roggenschrot

    Zutaten

    Sauerteig

    • 160 g Wasser 40 °C
    • 160 g Roggenschrot
    • 15 g Sauerteig-Anstellgut

    Hauptteig

    Anleitungen

    • Die Zutaten für den Sauerteig gut verrühren und 10 bis 14 Stunden bei 25 bis 28 °C reifen lassen.
    • Die Hauptteigzutaten mit der Knetmaschine 7 bis 9 Minuten verkneten, bis ein bindiger Teig entstanden ist. Teigtemperatur 23 – 25 °C.
    • Den Teig in der Knetschüssel 30 Minuten ruhen lassen.
    • Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zunächst rundwirken und dann langstoßen.
    • Mit dem Schluss nach oben in ein längliches, mit etwas Stärke ausgestäubtes Gärkörbchen legen und abdecken.
    • 60 Minuten reifen lassen. Den Ofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    • Das Brot auf den Einschießer stürzen und mit einem Pinsel rundherum mit Wasser abstreichen, dann mehrfach quer tief einschneiden.
    • In den Ofen befördern und gut schwaden.
    • Die Temperatur auf 210 °C reduzieren und den Schwaden nach 3 Minuten ablassen.
    • Das Brot 50 bis 55 Minuten abbacken. Nach dem Backen das Brot mit Wasser erneut abstreichen.

    Mühlenbach-Kasten

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    Frohen 3. Advent!

    Nun endlich mal wieder ein schön einfaches und für jeden gut umsetzbares Rezept mit Standardmehlen zum 3. Advent. Im Advent blicken Menschen oft auch auf das Jahr zurück und reflektieren ihr Tun. In den letzten Monaten musste ich offen und hinter den Kulissen einiges an Kritik einstecken, weil ich zum Beispiel (wohl politisch inkorrekt) mir Auslandsmehle habe zusenden lassen. Um damit Rezepte zu entwickeln und zu backen. Andere störte wohl auch, dass ich mich mit dem Backen von Tartine-Broten beschäftigt habe.

    Man warf mir vor, die Ideale guten Brotbackens hinter mir zu lassen und mich den Manipulationen von Online-Händlern hinzugeben. Es gipfelte in der Aussage zu meinem Blog: Waren Anfangs die Ideen großartig… sehe ich jetzt eher den Schwenk in die Suche der Genialität in Produktwelt [sic]. Stimmt, da bin ich nicht dabei, und da distanziere mich offiziell dazu.[sic]“ Der Brotdoc als willfähriges Instrument von Onlinehändlern und Müllern, die nur ihre Verkaufszahlen steigern wollen sozusagen.

    Ich bin weit davon entfernt, mir das persönlich zu Herzen zu nehmen oder deswegen mein weiteres Tun in Frage zu stellen. Trotzdem steckt ja in jeder Kritik ein Kern Wahrheit und diesen Kern würde ich gerne ergründen. Die Frage die ich mir stelle ist: Warum ist es so ein Problem, sich mit Neuem und Unbekanntem zu beschäftigen und daraus Lehren ziehen zu wollen? Mit Weizen 550, 1050 und Konsorten habe ich jahrelang hoch und runter gebacken, mir ist einfach nach neuen Erfahrungen. Wieso machen Menschen so ein ideologisches Problem daraus, wenn mit speziellen Mehlen und Sorten experimentiert wird?

    Ich habe mich nie mit Kritik zurückgehalten, wenn ein Produkt sein Versprechen nicht gehalten hat. Ich denke da nur an das T80-Mehl von Bongu, das mir neben Freude aber auch schon manches Leid verschafft hat. Darüber habe ich nie geschwiegen.

    Schon lange vor den Influencer-Gerichtsurteilen habe ich in meinen Artikeln kenntlich gemacht, wenn ich etwas zum Test überlassen bekommen habe. Noch nie habe ich echte gesponserte Artikel veröffentlicht oder gar eine Werbeanzeige in meinem Blog geschaltet. Alles was hier steht bekommen die Leser umsonst, einfach weil ich Spaß daran habe. Und nicht, weil ich von einem Online-Händler manipuliert werde.

    Mich würde also interessieren, ob die Empfindung von Euch Leserinnen und Lesern auch so ist, wie von dem Herren, den ich oben zitiert habe. Gibt es zu viele exotische Zutaten oder einen zu starken Ruch des Sponsorings in diesem Blog? Bitte sagt offen Eure Meinung, ich kann gut damit umgehen.

    MI2

    Locker-luftige Krume mit kernigem Roggenschrot

    In diesem Sinne „schenke“ ich Euch nun ein neues Brotrezept, das vergangenen Mittwoch aus der Not heraus entstand, rasch für neue Brotlaibe zu sorgen. Morgens mussten die Kinder nämlich das letzte gefrorene Brot auftauen und damit waren alle Vorräte verbraucht. Habe dann auf die Schnelle einen Roggensauerteig zusammengerührt und den freien Nachmittag genutzt, um 4 Laibe zu backen. Mit vollem Erfolg, das Brot ist so delikat, daß ich es gestern gleich noch mal gebacken habe.

    Der Mühlenbach speist übrigens neben dem Fluß Stever unseren Halterner Stausee, der zum besonderen Reiz der Halterner Natur beiträgt. Mühlenbach heißt er, weil an ihm früher die Sythener Wassermühle klapperte, an der ich jährlich beim Mühlentag das Brot backe.

    MI3

    Kerniges Weizenmischbrot mit Roggenschrot

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    Mühlenbach Kasten

    Ein leckeres Alltagsbrot mit Schrotanteil
    Zubereitung Vorteig10 Minuten
    Hauptteig + Formen30 Minuten
    Reifezeit3 Stunden 10 Minuten
    Arbeitszeit gesamt40 Minuten
    Produkt: Brot
    Triebmittel: Roggensauerteig
    Suchbegriff: Roggenschrot, Weizenmischbrot
    Servings: 1 Brot/-e

    Zutaten

    Sauerteig:

    • 84 g Wasser 40 °C
    • 42 g Roggenmehl 1150
    • 42 g Roggenvollkornmehl
    • 16 g Sauerteig-Anstellgut

    Hauptteig:

    • 184 g Sauerteig
    • 340 g Wasser 20°C
    • 135 g Roggenschrot grob
    • 405 g Weizenmehl 1050
    • 14 g Salz
    • 10 g Honig
    • 2,5 g Frischhefe

    Anleitungen

    • Sauerteigzutaten gut verrühren und 6-8 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
    • Den Teig für 2 Minuten langsam verkneten, bis sich alles gut vermischt hat. 15-20 Minuten quellen lassen. Dann 5-6 Minuten schnell kneten, bis sich der Teig vollständig von der Schüssel löst.
    • Den Teig für 2 Stunden in einer eingeölten Wanne zur Stockgare stellen.
    • Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und etwas flach drücken (entgasen). Rund vorformen. 10-15 Minuten entspannen lassen. Dann schön straff lang wirken. Mit dem Schluß unten in die geölte Kastenform legen. Der Teig kann auch im Gärkörbchen reifen und später freigeschoben gebacken werden.
    • Ca. 70 Minuten aufgehen lassen, bis der Teig den Rand der Form erreicht. Länglich einschneiden und sofort in den gut auf 240 °C vorgeheizten Ofen stellen. Schwaden. Temperatur auf 210 °C reduzieren und das Brot für ca. 55 Minuten abbacken.

    Schülerbrot

    Wieder mal gab es nur ein „kurzes“ Wochenende, obwohl der Feiertag es eigentlich lang gemacht haben sollte. Doch ein Kongressbesuch in Bremen gab mir erst heute die Möglichkeit zu backen. Das Gefrierfach ist fast leer und eine lange Woche wartet auf meine drei Schülerinnen.

    Spontan habe ich zwei Vorteige gestern abend angesetzt und heute den Rest Mehl und was sonst noch erforderlich ist zugefügt. Das Ergebnis passt, ein leckeres Pausenbrot, schön weich zu kauen und nicht zu kräftig gesäuert. Für die Versorgung mit Vitaminen und Ballaststoffen sind 30 % Vollkorn darin. Die Malze sind optional, wer sie nicht hat besorgt sie sich oder läßt sie einfach weg. Sie bringen einen malzigen Geschmack und machen die Krume etwas weicher.

    Das Pausenfrühstück ist gesichert und der Papa kann sich nun ausruhen.

    Woche1

    Menge für 1 Kastenbrot (1,5 kg Form)

    Vorteig:
    160 g Weizenvollkornmehl
    160 g Wasser
    0,2 g Hefe (kleines etwa erbsgroßes Stück)
    Gut verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen

    Sauerteig:
    65 g Roggenvollkornmehl
    65 g Wasser (45-50°C)
    6 g Roggenanstellgut
    Gut verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Hauptteig:
    Vorteig, Sauerteig
    525 g Weizenmehl Typ 812 (1050 geht auch)
    315 g Wasser
    16 g Salz
    7 g Frischhefe
    10 g Butter
    (5 g Malzpulver enzymaktiv)
    (10 g Röstmalzpulver inaktiv)

    Alle Zutaten in den Kneter geben und 4 Minuten langsam verkneten. Knetgeschwindigkeit erhöhen und 6-8 Minuten auskneten.

    Den Teig für 60-75 Minuten ruhen lassen. Nach 30 Minuten ein mal strecken und falten.

    Auf die bemehlte Arbeitsfläche kippen und zunächst rund  vorformen. Kurz entspannen lassen und dann lang stoßen. Der Teig darf gut entgast werden weil hier eine nicht zu grobe Porung erwünscht ist.

    Das Brot mindestens 70-75 Minuten bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Sie sollten den Rand der Form etwas überschritten haben. Währenddessen den Ofen auf 250°C aufheizen.

    Einmal längs nicht zu tief einritzen. Das Brot einschießen und gut schwaden. Auf 210°C reduzieren und für insgesamt 55-60 Minuten abbacken.

    Woche2

    80er

    Nein, es geht nicht um die 80er Jahre, in denen ich den Großteil meiner Kindheit verbracht habe. Sondern um das steingemahlene Weizenmehl T80 aus Frankreich, das seit Jahren zu meinen Lieblingsmehlen zählt. Hieraus habe ich schon mehrere großartige Brote gebacken die geschmacklich unvergleichlich waren. La Tourte de Meule, dieses Rezept war Basis der meisten Abwandlungen. So auch in diesem Fall.

    Ziel war ein besonders mildwürziges Weizenbrot für alle Tage, mit nicht zu großporiger Krume, damit es sich gut bestreichen lässt. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

    80er1

    Es fiel in letzter Zeit auf, daß dieses Mehl offenbar weniger Wasser bindet als noch vor 2 Jahren. So konnte ich auch hier nur auf eine Teigausbeute von 173 gehen, sonst hätte der Teig zu wenig Stand gehabt. Ob es eine Chargenschwankung ist, wird gerade in Erfahrung gebracht. Bis ich näheres weiß empfehle ich Nachbäckern, den Teig zunächst mit einer Teigausbeute von 165 weitgehend auszukneten und dann erst die restlichen 7 % Wasser unterzukneten.

    Mengen für ein großes Brot für das 2 kg Gärkörbchen (in Klammern für ein mittelgroßes Brot 1,5 kg)

    Vorteig:
    210 (140) g Weizenmehl T80
    210 (140) g Wasser
    0,2 g Frischhefe
    Gut verrühren und für 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Sauerteig:
    100 (66) g Weizenmehl T80
    100 (66) g Wasser (45-50°C)
    10 (6) g Anstellgut vom Weizensauerteig
    Gut verrühren und für 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Hauptteig:
    Vorteig, Sauerteig
    340 (227) g Wasser (kalt)
    690 (460) g Weizenmehl T80
    24 (16) g Salz
    8 (5) g Frischhefe
    70 (47) g Wasser (kalt) zusätzlich abwiegen und später einkneten

    Alle Zutaten außer der zweiten Wassermenge in den Kneter geben und 4 Minuten langsam, dann 5-6 Minuten schnell auskneten. Bei zweiter Knetstufe weiterkneten und schluckweise das zusätzliche Wasser einkneten bis ein glatter, sich vollständig von der Schüssel lösender Teig entwickelt hat.

    Den Teig in einer Teigwanne für 2 – 2 1/2 Stunden reifen lassen. Nach 45 und 90 Minuten jeweils falten.

    Auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und leicht die Gärgase herausdrücken. Rund vorformen und 15 Minuten auf dem Schluß ruhen lassen. Dann straff rund wirken, dabei nicht zu grob vorgehen. Es eignet sich meiner Meinung nach am besten die „Schiebemethode“.

    Das Brot kommt dann für 60 Minuten in ein rundes Gärkörbchen. Derweil wird der Ofen mit Backstein auf 250°C vorgeheizt.

    Das Brot auf den Einschießer kippen und rautenförmig einschneiden. Einschießen und kräftig schwaden. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 215°C reduzieren und das Brot mindestens 60 Minuten kräftig ausbacken (das kleinere ist nach 50 Minuten so weit).

    80er380er2

    Saaten-812er

    Im Herbst 2014 habe ich aus der Not heraus ein Rezept entwickelt, in dem der Hauptmehlanteil aus Weizenmehl 812 bestand. Ein „schnelles“ Rezept, denn es konnte ohne Vorbereitung direkt mit dem Hauptteig losgelegt werden und gelagertes Roggenanstellgut spielte die Rolle des Aromagebers und „Vorteig“. Das Rezept gelang auf Anhieb und eine schöne Schnittführung hatte neben dem guten Geschmack großen Anteil am Erfolg dieses Brotes, das nun schon sehr oft von Euch nachgebacken wurde und manchen so sehr ans Herz gewachsen ist, daß sie es als ein Lieblingsbrot bezeichnen.

    812-3

    Heute habe ich wieder einen Sack Weizenmehl 812 geöffnet und ein neues Rezept ausprobiert. In diesem Fall arbeite ich allerdings mit einem flüssigen, mild geführten Weizensauer, dessen Anteil ich auf 20 % angehoben habe. Zugleich kommt ein Saaten-Brühstück in den Teig. Heraus kommt ein delikates Alltagsbrot mit wunderbarem Querschnitt und schöner gleichmäßiger Porung.

    812-2

    Sauerteig:
    130 g Weizenmehl 1050 (ich: T80)
    130 g Wasser (50°C)
    7 g Weizen-Anstellgut
    Alles gut miteinander verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Der Sauerteig wird besonders mild, wenn das Anstellgut einmal vorher aufgefrischt wird.

    Saaten-Brühstück:
    100 g Saatenmischung (Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen)
    100 g Wasser
    Die Saatenmischung vorsichtig rösten, bis sie schön braun ist, sofort mit dem Wasser übergießen und dann vollständig abkühlen lassen. Das Wasser sollte aufgesogen sein.

    Hauptteig:
    282 g Wasser
    520 g Weizenmehl 812
    25 g Butter
    14 g Salz
    7 g Frischhefe
    Saaten-Brühstück (später zugeben!)

    Alle Zutaten bis auf das Brühstück im Kneter 4 Minuten langsam und 4-5 Minuten schnell verkneten. Der Teig ist recht fest, muß aber gleich noch das feuchte Brühstück aufnehmen.
    Dieses nun zugeben und langsam unterkneten, bis es komplett vom Teig aufgenommen wurde und sich dieser wieder komplett von der Schüssel löst.
    Den Teig 60 Minuten ruhen lassen.
    Auf der bemehlten Arbeitsfläche entgasen und rund vorformen. 10 Minuten ruhen lassen. Straff lang wirken und mit dem Mehlsieb die Oberseite gut bemehlen. In ein längliches Gärkörbchen geben mit Schluß oben.
    Die Stückgare beträgt 60 Minuten. Den Teigling auf den Einschießer kippen und mehrfach im Abstand von 1-2 cm quer und nicht zu tief einschneiden.
    Sofort in den vorgeheizten Ofen bei 240°C einschießen und gut schwaden. Die Temperatur auf 210°C reduzieren und das Brot insgesamt 60 Minuten backen.

    812-1

    Pain pour Shirin

    Meine vielen Backversuche mit Schrot und Korn der letzten Wochen haben meine Tochter Shirin aufgebracht: „Immer diese dunklen Brote“ schimpfte sie und verlangte: „Kannst Du nicht endlich wieder ein Weißbrot backen?!“. Da half es auch nichts, das Gesundheitsargument ins Spiel zu bringen, ihr wißt schon, das mit den ganzen Vitaminen und Mineralstoffen in Vollkornbroten…

    Mir blieb also nichts übrig, als meine Schrot-Backversuche zu unterbrechen und endlich mal wieder ein Weißbrot zu backen. Ergebnis ist das folgende Rezept, das von einer speziellen Backmethode Gebrauch macht: „angeschobenes Brot“. Die beiden geformten Teiglinge werden so nebeneinandergesetzt, daß sie bei der Stückgare und beim Backen sich gegenseitig stützen und durch die größere Teigmasse im Ofen länger aufgehen.

    Im Ergebnis wird dabei mangels Ofenbreite und seitlicher Backrahmen natürlich kein völlig symmetrischer Brotlaib entstehen, aber damit kann ich (und auch meine Tochter) leben. Durch den hohen Vorteiganteil, in dem ich hinterhältigerweise dann doch noch 15 % selbst gemahlenes Vollkornmehl versteckt habe (wegen der Vitamine und so), entsteht ein hocharomatisches und vor allem saftiges „Weiß“-Brot, das den Hausfrieden wieder hergestellt hat.

    Shirin2

    Menge für 2 längliche große Brotlaibe

    Vorteig:

    210 g Weizenvollkornmehl
    210 g Weizenmehl T65
    420 g Wasser lauwarm
    0,3 g Frischhefe (ein kleines erbsgroßes Stück)
    Gut verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

    Hauptteig:
    Vorteig
    90 g Weizenanstellgut aus dem Kühlschrank
    980 g Weizenmehl T65
    482 g (+ 75 g) Wasser kalt
    11 g Hefe
    28 g Salz
    Etwas Olivenöl als Trennmittel

    Vorteig, Anstellgut, Mehl und 482 g Wasser für 3 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit vermischen. Den Teig 20 Minuten quellen lassen (Autolyse). Hefe und Salz zufügen und für 5 Minuten langsam weiterkneten. Auf zweithöchste Knetgeschwindigkeit schalten und nach und nach 75 g kaltes Wasser unter den Teig kneten, so daß zum Schluß ein elastischer, leicht glänzender glatter Teig entstanden ist.
    Den Teig für 2 – 2 1/2 Stunden zur Stockgare stellen. Nach 45 und 90 Minuten strecken und falten.
    Auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, nicht zu sehr entgasen und in 2 gleiche Teile teilen. Beide Teile straff langwirken und auf dem Einschießer mit Schluß unten so nebeneinander setzen, daß etwa 0,5- 1 cm Abstand zwischen den Broten ist. Mit Olivenöl die einander zugewandten Teigflächen einstreichen.
    Es folgt eine nur kurze Stückgare von 20-25 Minuten, während der die Brote sich dann berühren und bereits etwas abstützen. Die Oberfläche ein paar mal rautenförmig einschneiden und sofort in den gut aufgeheizten Ofen bei 240°C einschießen. Kräftig schwaden.
    Nun sollte sich ein sehr schöner Ofentrieb zeigen, der sicher 10-12 Minuten anhält. Nach Abschluß des Ofentriebs die Backtemperatur auf 230°C herabregeln und die Brote weitere 20-30 Minuten abbacken, bis sie eine kräftig dunkelbraune Kruste haben.

    Bilder der beiden Seiten des Brotes:

    Shirin3

    Shirin4

    Alternativ können aus dem Hauptteig auch 4 runde Brotlaibe geformt werden, die folgendermaßen aneinandergesetzt werden:

    Shirin5

    Ein Video zeigt das Bemehlen und Einschneiden, sowie als Schmankerl den Ofentrieb und das anschließende Knistern beim Abkühlen („Brotgesang“).

    [youtube https://www.youtube.com/watch?v=4YsGERe9npw&w=560&h=315]

    Und abschließend noch ein Bild von den runden Laiben nach dem Backen.

    Shirin6

    Linnert-Brot

    Der „Linnert“ ist ein schönes Waldstück unweit unseres Dorfes, das vom Mühlenbach durchflossen wird, der früher die Sythener Wassermühle antrieb. Heute ist die Mühle nicht mehr in Betrieb und als Heimathaus ausgebaut, in dem Feierlichkeiten des Sythener Heimatvereins stattfinden.
    Das nach dem Linnert benannte Brot ist ein schön einfaches und sehr schmackhaftes Alltagsbrot aus Roggenvollkornmehl und Brotmehl Typ 550. Schnörkellos und bodenständig, wie man es in Westfalen mag.

    English readers please look below for the translation:

    Roggensaft2

    Ergibt 1 Kastenbrot für die 1,5 kg Form

    Alter Teig TA 200:
    67 g Weizenmehl 550
    67 g Wasser (28-30°)
    1 g Hefe
    1 g Salz
    Gut vermengen, 2 Stunden anspringen lassen und dann für 46 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

    Sauerteig TA 200:

    208 g Roggenvollkornmehl
    208 g Wasser (28-30°)
    20 g Roggen-Anstellgut
    3 g Salz
    Gut vermengen und 12 Stunden reifen lassen

    Hauptteig TA 172:
    Alter Teig
    Sauerteig
    352 g Roggenvollkornmehl
    173 g Weizenmehl 550
    302 g Wasser
    8 g Frischhefe
    13 g Salz
    20 g Ahorn-Sirup
    1/2 TL Kümmel (gemahlen)

    Alle Zutaten gut verkneten bei langsamer Knetgeschwindigkeit für 8-9 Minuten, bis sich leichgradige Glutenentwicklung zeigt. Den Teig dann abgedeckt 45 Minuten ruhen lassen. Mit Roggenvollkonrmehl bemehlen, auf die Arbeitsfläche geben und sofort lang wirken. Die Oberfläche großzügig mit Roggenvollkornmehl bestäuben.
    In die gefettete Kastenform legen und für 80-90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Der Teig sollte den Rand der Form erreichen. Mit einer Stipfelrolle über das Brot fahren und in den auf 240° vorgeheizten Ofen geben. Schwaden und den Dampf nach 10 Minuten ablassen. Dann die Temperatur auf 210° reduzieren, das Brot für weitere 60 Minuten kräftig braun ausbacken.

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    Roggensaft4

    „Linnert Bread“

    The „Linnert“ is a beautiful little forest near my village. A small stream named „Mühlenbach“ flows through it, formerly powering the old water-mill here in Sythen. The flour-production stopped many years ago, the mill having been turned into a „Heimathaus“ in the 90s, a house used for celebrations and other festivities of the Sythen people. This inspired me to bake a bread which ought to be loved by my fellow Westphalians, simple and down-home.

    Yields one loaf, baked in a 1,5 kg loaf-pan

    Old dough 200 % hydration:

    67 grams of bread flour
    67 grams of water (28-30°)
    1 gram of fresh yeast
    1 gram of salt
    Mix properly and let rise for 2 hours at room temperature. Put it in the fridge then and let it mature for 46 hours.

    Rye-sourdough 200 % hydration:

    208 grams of fine wholemeal-rye flour
    208 grams of water (28-30°)
    20 grams of stiff rye-starter
    3 grams of salt
    Mix properly and let mature for 12 hours.

    Main dough 72 % hydration:
    Old dough
    Sourdough
    352 grams of fine wholemeal-rye-flour
    173 grams of bread flour
    302 grams of water
    8 grams of fresh yeast
    13 grams of salt
    20 grams of maple syrup
    1/2 teaspoon of fine ground caraway

    Mix properly for 8-9 minutes until light gluten-development. Let rest covered for 45 minutes. Put on the well floured bench and form a cylinder. Put the cylinder-shaped dough into a greased 1,5 kg loaf-pan and let it rise for 80-90 Minutes at room temperature. The surface of the bread should then be punctated with a „Stipprolle“ (I found no english translation for that), one can use a knitting needle instead.
    Then put it in the preheated oven at 240°C, steam and let out the steam after 10 minutes. Bake for another 60 Minutes at 210°C to let the bread to achieve a tangy crust.