Baguette nach Dietmar Kappl

EDIT 13.05.20: Eine aufmerksame Leserin wies mich zutreffenderweise darauf hin, dass der ursprünglich französische Titel des Posts sprachlich falsch gewesen ist. Da die korrekte französische Schreibweise des obigen Titels aber mehrzeilig wäre, bin ich auf die deutsche Schreibweise gewechselt.

Ich muss mal wieder klar sagen, dass es in manchen Berufen echte ‚Berufene‘ gibt. Wie zum Beispiel Dietmar Kappl. Wenn der nicht Bäcker geworden wäre, dann wäre die Backwelt um einen wichtigen kreativen Kopf ärmer. Kaum vorstellbar, wenn der sein Dasein in irgendeiner Amtsstube oder an anderer Stelle fristen würde.

Ich zehre seit Monaten nicht nur sprichwörtlich von dem Baguette-Artikel nebst Rezepten, den Didi zusammen mit Manfred Schellin auf seinem Blog gepostet hat. Kaum ein Baguette-Rezept habe ich nun schon so oft nachgebacken und verfeinert, wie meine Abwandlung seiner Vorlage. Selbst meine Baguette-Tutoriums-Rezepte, allesamt eine Auswahl meiner Lieblings-Rezepte, müssen sich nun hinten anstellen. Ich weiß, es gibt schon so viele Baguette-Rezepte hier im Blog. Aber dies muß sein! Meine Familie und ich könnten sich reinlegen in die Dinger!

Dietmars Original Rezept habe ich zugegebenermaßen nur zwei mal gebacken. Da bei mir mit den angegebenen Hefenmengen (nur 0,2 Prozent Hefe + Poolish) und Zeiten kein annähernd seinen Bildern ähnelndes Ergebnis zu erreichen gewesen wäre, gab es zwei Möglichkeiten. Entweder die Hauptteig-Reifezeiten mindestens zu verdoppeln, oder die Rezeptparameter etwas zu modifizieren.

Letzteres habe ich getan. Es bleibt, glaube ich, trotzdem ein Rezept, das seine Herkunft nicht verleugnet. Die 50 g Roggenmehl sind offenbar ein genialer Einfall. Habe in Frankreich nur selten so gute Baguettes gegessen.

Noch etwas ist wichtig zu wissen. Dieses Rezept funktioniert nach meinen Erfahrungen mit nur geringen Modifikationen mit verschiedenen französischen und mit guten deutschen 550er Mehlen. Ich habe es gebacken mit zwei verschiedenen französischen Label-Rouge Baguette-Mehlen, sowie mit dem Weizenmehl Typ 550 der Bio-Mühle-Eiling. Wohlgemerkt mit dem Standard-550er Mehl, nicht mit dem backstarken 550er Mehl.

Mit deutschem 550er Mehl der Biomühle Eiling gebacken, wunderbar

Das unten genannte Rezept ist für das französische Weizenmehl T65 zugeschnitten.

Bei Verwendung von deutschem Weizenmehl 550 (wichtig: gute Qualität!) funktioniert es mit folgenden Abwandlungen: Bis zum Autolyseteig bleibt alles gleich. In den Hauptteig gebt ihr noch 10 g Gerstenmalz (inaktiv), am besten als flüssiges Extrakt. Anstatt 60 g Wasser gebt ihr bei der Bassinage je nach Wasserbindung Eures Typ 550er Mehls nur 20 bis 40 g hinzu. Den Teig führt ihr dann wieder genau so wie bei T 65 Mehl.

Also, wir sind hingerissen von diesen Baguettes! Ich hoffe, ihr auch.

Rezept drucken
4.34 von 18 Bewertungen

Baguette nach Dietmar Kappl

Mein absolutes Lieblingsrezept für Baguette
Zubereitung Vorteig15 Min.
Reifezeit Hauptteig3 Stdn.
Arbeitszeit gesamt1 Std.
Produkt: Baguette
Triebmittel: Hefeteig
Keyword: Baguette, Grundrezept
Portionen: 8 Baguette

Zutaten

Vorteig

  • 330 g Wasser handwarm
  • 280 g Weizenmehl T 65 alternativ 550
  • 50 g Roggenmehl 1150
  • 0,2 g Frischhefe

Autolyseteig

  • 340 g Wasser kühl
  • 660 g Vorteig
  • 670 g Weizenmehl T 65 oder 550

Hauptteig

  • 1670 g Autolyseteig
  • 22 g Salz
  • 8 g Frischhefe
  • 60 g Wasser (Bassinage)

Anleitungen

  • Für den Vorteig alle Zutaten gut vermengen und für 12-14 Stunden reifen lassen.
  • Für den Autolyseteig die Zutaten 1 bis 2 Minuten verkneten. Dann 30 Minuten quellen lassen.
  • Salz und Hefe zugeben und so lange kneten, bis der Teig glatt ist.
  • Schluckweise das restliche Wasser in den Teig einkneten. Wenn es komplett gebunden ist, das Kneten beenden und den Teig für 2 1/2 bis 3 Stunden zur Gare stellen. Nach 60 Minuten einmal dehnen und falten. Er muss sich zum Ende hin verdoppelt bis verdreifacht haben.
  • In 8 rechteckige Teile von je ca. 210 bis 215 g teilen. Zu einem Zylinder einrollen.
  • Den Zylinder 20 Minuten ruhen lassen.
  • Zu einem länglichen Baguette formen, Länge ca. 35 cm.
  • Mit dem Schluß oben für 40 Minuten in ein Backleinentuch legen. Den Ofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Auf den Einschießer oder ein Blech wenden und mit Mehl bestäuben. Drei bis vier mal flach länglich unter die Teighaut schneiden.
  • Die Baguettes in den Ofen einschießen und gut schwaden. Den Schwaden bis zum Abschluß des Ofentriebs belassen. Dann herauslassen und die Baguettes insgesamt 18 bis 20 Minuten goldbraun abbacken.

Print Friendly, PDF & Email

68 thoughts on “Baguette nach Dietmar Kappl

  1. BeaB

    Hallo Doc!

    Wunderbar. Ein neues Baguette-Rezept!
    Danke, dass du uns in den verrückten Zeiten (neben deinem
    Hauptjob) mit neuen Rezepten versorgst.

    Ich nehm statt Gerstenmalz flüssig meist Malzkaffee (ein Fünftel des Rezepts). Hast du da auch Erfahrungen damit? Oder lieber die Rezeptmenge Goldsaft?

    Kann ich aus der Rezeptmenge auch 6 Baguette backen mit entsprechend höherer Teigeinwaage? (Wir
    mögen die dünnen Dinger nicht so gerne.) hast du Erfahrungswerte für die Backzeiten?

    Bitte bleib (natürlich auch deine Familie) gesund!

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Malzkaffee dürfte kein Problem sein, wenn er nur aus Gerstenmalz besteht. Sollte auch Zichorie enthalten sein, könnte es einen bitteren Geschmack erzeugen. Klar kannst Du auch 6 Baguettes aus der Teigmenge machen.

      Antworten
  2. Micha

    Da klaschte ich vor Begeisterung in die Hände, wenn ich deinen Artikel lese! Zum einen, weil Dietmar auch mein Brotbackheld ist, zum anderen weil ich mag, wie du Dietmar feierst, ohne dass dein eigenes Baguette dadurch aber auch nur ein Fitzelchen an Schönheit, Knusprigkeit und Lockerheit verliert. Im Gegenteil 🙂 Schönes WE und liebe Grüße…

    Antworten
  3. Anna Malik

    Guten Morgen lieber Björn,
    Danke für das tolle Rezept! Das würde ich gerne nachbacken und habe auch gesehen, dass die Eiling Mühle wieder Mehle vorrätig hat. Ich habe zu dem o.g. Mehl W550 eine Frage. Ist es das Eiling-Mehl Weizen hell backstark, das hier gemeint ist?
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsche ich.
    Anna

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Nein, das ist im Text auch erwähnt. Das ganz normale Bio-550er Standardmehl. Es geht aber auch mit dem Backstarken. Das kannst Du so verwenden wie französisches Weizenmehl T65, ggf. sogar noch etwas mehr Wassser zugeben.

      Antworten
      1. Anna Malik

        Danke für die schnelle Antwort. Ich war mir nicht sicher weil hier steht Standard w550 und backstark 550 und auf der Eiling-Webseite steht Backstark hell. Hätte mir es eigentlich denken können. Also nochmals herzlichen Dank für das tolle Rezept. Ich werde es probieren.

  4. Tomaske Matthias

    Guten Morgen und vielen Dank für das Rezept! Ich kann immer nur drei Baguettes aufs Mal in meinem Häussler-Mono backen. Wie geht das am Besten mit dem Etappieren ohne Übergare?
    Beste Grüsse aus Bern, Matthias Tomaske

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Indem Du den Teig nach dem Kneten in zwei Teile teilst und Übernacht in der Kälte (5 °C) führst. Morgens nimmst Du dann erst die erste Portion heraus und formst sie. Sobald die ersten drei Baguettes im Leinen liegen zur Endgare, holst du die zweite Portion Teig aus der Kühlung und beginnst mit dem Vorformen. Ich würde den Mono dazu auch nicht abschalten nach dem Einschießen der ersten Ladung, sonst kühlt er vor der zweiten Ladung schon etwas ab.

      Antworten
      1. Tomaske Matthias

        Geschätzter Brotdoc. Besten Dank für die prompte Antwort. Ich werde es ausprobieren und grüsse herzlich.

      2. Sieglinde Friedemann

        Muss sich der Teig nach Kühlschrankaufenthalt vor Weiterbearbeitung erst akklamatisieren?

      3. brotdoc Beitragsautor

        Nein, die Teiglinge sind klein genug, um relativ rasch wieder auf Temperatur zu kommen.

  5. Elvis

    du schiebst damit etwas los. Ich sollte in diesen Zeiten doch Baguette backen und zwar genau dieses.
    Ja, Maître Dietmar habe ich schon vor Ort erleben dürfen. Ein total unaufgeregter Könner seiner Berufssparte. Große Klasse!!

    Antworten
  6. Antje

    Guten Morgen Björn,
    kann ich statt Weizen Typ 550 auch italienisches Mehl Typ 0 verwenden? Das nehme ich derzeit meist stattdessen. Habe letztens eine Bestellung bei Gustini gemacht und da wandert immer Typ 00 und Typ0 in den Warenkorb. Finde die Mehle eigentlich super und könnte mir vorstellen, dass die sich gut im Baguette machen. Ich werde das auf alle Fälle mal am Wochenende ausprobieren allerdings mit der halben Menge.
    Kann man die auch gut einfrieren? Dann halb fertig backen und einfriern oder fertig backen und einfrieren. Ich würde sie dann auf alle Fälle nochmal in den Ofen um eine krosse Kruste zu haben.
    Danke für deine tollen Rezepte!

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Baguette mit Tipo 0 ist kein Problem. Die meisten italienischen Mehle sind kleberstärker als die deutschen Mehle. Einfrieren, halbbacken ist auch kein Problem.

      Antworten
      1. Urban Braemer

        Ich sehe öfters Tipo 0 Mehle im Regal, wenn ich dann nachschaue sehe ich, dass es meistens aus einer deutschen Mühle kommt.
        Ist denn die Bezeichnung geschützt?
        Oder wird einfach Getreide aus Deutschland so ausgemahlen dass man es als Tipo 0 bezeichnet?
        Den Kleber Anteil findet man ja leider nicht auf der Packung.
        Gott sei Dank, komme ich gut an T65 Mehl.
        Grüße
        Urban

      2. brotdoc Beitragsautor

        Ja, manche deutsche Mühlen bieten für die Pizzabäcker ein dem italienischen Tipo 0-Mehl ähnliches Produkt an. Nach meiner Erfahrung funktioniert dieses auch einigermaßen, entspricht aber nicht 1:1 dem italienischen Original.

  7. Gilbert Anderer

    5 stars
    Also mir fiele da schon noch jemand ein, den man auch als Back-Berufenen bezeichnen könnte, auch wenn er noch einen bürgerlichen „Brot“beruf hat – ein Ausdruck, der in diesem Fall wohl ganz besonders passen dürfte, weil er ihm das Brotbacken ermöglicht, das er hochprofessionell und leidenschaftlich betreibt 😀
    Danke für das Rezept. Ist schon in Arbeit.

    Antworten
  8. Ingrid

    Lieber brotdoc. Eine Frage die mich schon länger umtreibt. Wenn ich die Teigmenge halbiere, muß ich dann die Hefemenge auch halbieren? Vielen lieben Dank im Voraus und Dankeschön für all die tollen Rezepte und Erklärungen. Ich habe inzwischen einen backvirus erwischt 😉 und seit ca. 2Jahren kaufe ich nur mehr im Urlaub beim Bäcker ein Liebe Grüße ingrid

    Antworten
  9. Frauke Eden

    Hallo Brotdoc,
    Bin neu hier und habe bisher häufig dein normales Baguette-Rezept gebacken. Im Gegensatz dazu wird dieser Teig ja nicht 24 Stunden, sondern nur 3 Stunden zur Gare gestellt. Gehen die Baguettes tatsächlich ebenso gut auf?
    Danke und liebe Grüße!

    Antworten
  10. Gerhard H.

    Lieber Brotdoc,
    wie so oft, wenn ein neues Rezept aus Haltern eintrifft, konnte ich auch bei diesem nicht widerstehen, zumal das noch vorhandene T65 vor dem Ablaufdatum steht. Also habe ich mich gestern und heute ans Werk gemacht. Nach zehn Jahren Hobbybäckerei kann ich nur bestätigen: ein geniales Rezept für wunderschön aufgegangene und schmackhafte Baguettes – mit der Folge, dass am Abendbrottisch absolute Begeisterung aufkaum. Die nächste Produktion wird dann mit 550er von Eiling erfolgen; ich bin jetzt schon gespannt. Herzlichen Dank für dieses besondere Geschenk in Corona-Zeiten (gerade auch, wenn man zu einer Risikogruppe gehört) – und einmal mehr auch für die vielen anderen wunderbaren Rezepte.
    Kommen auch Sie und Ihre Familie gut durch diese Zeit!
    Gerhard H.
    Herzliche Grüße
    Gerhard H.

    Antworten
  11. Urban Braemer

    Hallo Björn,
    ist es von Nachteil, wenn ich beim Autolyseteig die Hefe im Wasser auflöse statt sie dem Teig nach 2 Minuten zuzugeben?
    Ich habe einfach das Gefühl, sie ist so homogener vermischt…

    Viele Grüße
    Urban

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Du müsstest die Autolyse dann mit Hefe machen. Das geht zwar, ist aber nicht ganz im Sinne des Erfinders. Was Du aber nicht befürchten brauchst, ist dass die Hefestücke sich in 7-8 Minuten kneten nicht homogen verteilen. Das ist auf jeden Fall so, es sei denn, Deine Knetmaschine arbeitet nicht gleichmäßig.

      Antworten
  12. Julia

    Hallo,

    Hast du Tipps für das Rezept mit Trockenhefe? Ich kann mich leider nicht erinnern, wann ich das letzte mal frische gesehen habe 🙁

    Danke!
    Julia

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Rechne einfach um. 1 g Trockenhefe entspricht 3 g Frischhefe. Beim Vorteig reichen oft ein paar Krümel.

      Antworten
  13. Ralf

    Wenigstens bin ich nicht der einzige, der an Kappls Rezept gescheitert ist. Dann werde ich mal Deine Version probieren.

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Gescheitert würde ich das nicht nennen. Lediglich passten bei mir die Angaben zur Stockgare zweimal nicht, obwohl der Teig 25 °C nach dem Kneten hatte. Deshalb nehme ich nun mehr Hefe.

      Antworten
  14. Rosi

    5 stars
    Das Baguette schmeckt köstlich. Stockgare über Nacht und backen in zwei Partien hat auch sehr gut funktioniert. Danke für den Tip.

    Antworten
  15. Petra Frölich

    Ich möchte gern nur die Hälfte dieses Rezeptes backen. Muss ich noch anderes beachten, außer nur die Hälfte an Zutaten zu nehmen, zum Beispiel die Knetzeit verkürzen…?

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Musst Du gucken. Bei geringerer Teigmenge ist es oft so, dass sich die Knetzeiten verlängern. Weil der Teig oft nur vom Kneter im Karussell gedreht wird.

      Antworten
  16. Andreas Dahmen

    Hi lieber Doc,
    Frage: Wie mache ich das mit der Bassinage, wenn ich keinen Teigkneter habe. Normalerweise knete ich bei deinem Rezept ja nur kurz mit der Hand und dehne und falte dann. Ansonsten kann ich’s kaum erwarten es auszuprobieren …

    Gruß Andreas

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Ist nicht ganz so leicht, geht aber. Du musst hierzu den Teig aber von Hand länger kneten. Wenn Dein Teig schon schön weich und elastisch geknetet ist, gib einfach immer wieder geringe Mengen (z.B. 5 ml) dazu und arbeite es beim weiteren Handkneten ein. Manche kriegen das ganz gut so hin.

      Antworten
  17. Andreas Dahmen

    Hi Doc,
    also das Brot ist super gelungen, der Teig sehr weich und feucht im Vergleich zu Deinem Rezept. Anfangs dachte ich auweia, aber dann beim Formen der Baguettes ging alles ganz easy. Interessanterweise hatte ich kein seitliches Aufreißen, wie es mir immer mal wieder beim anderen Rezept passiert, obwohl ich an Temperatur und Ofeneinstellung nichts verändert habe. Die Baguettes sehen also pefekt aus und schmecken wirklich super lecker. Allerdings ist der tolle Geschmack des Brotes der entsteht, wenn der Teig 48 Stunden reift auch nicht von der Hand zu weisen. Ich finde es ist ein wunderbare Alternative, die ich jetzt in mein Repertoir mit aufnehme. Danke sehr!
    Andreas

    Antworten
  18. Michael Powell

    5 stars
    Hi Doc,
    Habe das Rezept nachgebacken und es ist wirklich hervorragend geworden.
    Etwas Stress hatte ich mit dem weichen Teig. Da fehlt mir wohl noch etwas Übung.
    Musste es kaum ausrollen – Mit einem guten Ofentrieb hat es sich dann ganz toll
    entwickelt. Habe erst drei Baguettes gebacken und dann die anderen drei.
    Das Backergebnis bei der zweiten Ladung war meiner Meinung nach noch schöner.
    Vermutlich wegen der etwas längeren Gärzeit.
    Habe nach Bedampfen die Temperatur auf 230°C runter geregelt (fallende Temperatur)
    Nach 10 Minuten Dampf abgelassen und für circa 8 Minuten fertig gebacken.
    Tolles Farbspiel der Kruste…Super schön und das ohne Backmalz !!
    Danke für das Rezept!

    Antworten
  19. Stefan

    5 stars
    Lieber Björn!
    Das Homebaking profitiert auf jeden Fall mehr vom Homeoffice als die elterlichen Nerven vom Homeschooling. Als wir dann gestern Abend nach der b.a.W. hoffentlich letzten Woche komplett ohne Präsenzunterricht Deine Interpretation von Dietmars Poolish-Baguettes auf dem Tisch hatten waren wir uns einig: wow!
    Die Baguettes sahen nicht nur gut aus. Der Geruch und die Krume+Kruste waren wie aus einer wirklich guten Boulangerie. Sehr empfehlenswertes Rezept! Mit Sicherheit die besten Poolish Baguettes ohne lange kalte Gare, die wir bislang hatten, wahrscheinlich insgesamt die besten! Meine Familie würde sich neben Deine Familie in diese Baguettes reinlegen! Viele Grüße aus Berlin, Stefan

    Antworten
  20. Rainer Daues

    5 stars
    Moin Björn,

    habe dieses Rezept auch gleich nachgebacken, und es ist wirklich großartig geworden! Ich habe mich, bis auf das Malz (stattdessen etwas Rübensirup) genau ans Rezept gehalten. T65 orange von Schelli (ist nun alle…) und 1150er von der Antersdorfer Mühle. Der Teig lässt sich sehr gut bearbeiten (nicht zu weich) und formen und die Zeiten passen (bis auf den Vorteig, der brauchte länger (Biohefe)). Der Ofentrieb ist klasse (auf Pizzastein), die Kruste perfekt, die Krume unregelmäßig großporig und wattig weich. Der Geschmack ist einfach wunderbar! Könnte also mein Standardbaguette werden.

    Viele Grüße aus Hamburg!
    Rainer

    Antworten
  21. Beatrix

    Lieber Brotdoc,
    heute habe auch ich das Baguette-Rezept ausprobiert. Leider ist es mir irgendwie misslungen. Bereits der Poolish war fast flüssig – das sollte vielleicht so sein. Leider war es der Hauptteig dann aber auch. Ich habe in Ermangelung einer Alternative das Manitoba-Mehl der Drax-Mühle sowie deren Roggenmehl 1150 verwendet und bin überrascht, dass dieses Mehl offenbar so viel weniger Flüssigkeit bindet. Der Teig hatte die Konsistenz von frisch gekochtem Pudding. Ein Formen war insofern gar nicht möglich; ich war froh, dass ich unter Zuhilfenahme von viel Mehl drei Teigstücke auf das Baguetteblech bekam (ich hatte das Rezept halbiert). Das Ergebnis nach ca. 35 Minuten Backen bei 240 Grad war optisch zwar sehr schön, aber erwartbar leider sehr zäh, innen noch sehr feucht und auch nicht sehr großporig. Kann es wirklich am Mehl gelegen haben? Ansonsten habe ich mich nämlich akribisch an die Mengenangaben gehalten… Hast Du einen Tipp? Vielen Dank und herzliche Grüße!

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Drax-Manitobamehl eine TA von 173 nicht packen soll. Das stammt meines Wissens aus Italien und müsste extrem viel Wasser binden, mehr als T65 oder gar 550er Mehl. Bis Du Dir sicher, dass Du korrekt gemessen hast? Vielleicht beim Poolish die doppelte Wassermenge genommen? Ansonsten kann auch vorkommen, dass der Poolish so reif wurde, dass er den Teig etwas zu stark abgebaut hat. Aber wenn Du Manitoba genommen hast, dürfte das eigentlich nicht passieren.

      Antworten
      1. Beatrix

        Hm. Eigentlich bin ich mir sicher mit den Mengen. Aber ich gebe nicht auf und versuche es noch einmal!

  22. Sabine Johnson

    Lieber Brotdoc,
    Vielen Dank für dieses gelingsichere Baguette. Was auch wirklich von Vorteil war, dass es ein Rezept ist, was keine paar Tage Vorplanung benötigt.

    Liebe Grüße aus Minneapolis

    Sabine

    Antworten
  23. birgit zollner

    Vielen, vielen Dank fuer das Rezept, es funktioniert auch mit einfachem spanischen Haushaltsmehl ganz wunderbar. Der Tipp mit der Uebernachtgare und jeweils 4 Teile ausbacken war ideal fuer mich und meinen kleinen Ofen. Bin ganz begeistert!
    Liebe Gruesse aus Las Palmas
    Birgit

    Antworten
  24. Andreas Dahmen

    Lieber Doc,

    habe heute nochmal dein Rezept Nr. 3 aus dem Tutorial gebacken, weil das Brot mit der langen kalten Führung auch so toll ist im Geschmack. Und im Gegensatz zu diesem Rezept hier, sind mir die Brote wieder aufgerissen unten seitlich. Ofen über eine Stunde aufgeheizt mit dickem Stein. Ich weiß nicht wie ich das hinkriege und bei dem Rezept hier passiert das überhaupt nicht.
    Gruß

    Andreas

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Wenn Deine Brote / Baguettes unten seitlich aufreißen ist das ein klares Zeichen, dass die Oberfläche zu schnell verhautet. Dann kann sich der Druck nur seitlich entlasten. Das liegt meist an drei Faktoren: zu geringes Schwaden, zu große Oberhitze und Untergare. Abhilfe könnte schaffen, die Teiglinge 10 bis 15 Minuten länger reifen zu lassen und noch kräftiger zu Schwaden.

      Antworten
      1. Andreas Dahmen

        Hi Doc, meintest Du die Zylinder oder die fertig geformten Brote?
        Gruß Andreas

  25. Michael

    Lieber Brotdoc, eigentlich ist schon alles gesagt ich sag es trotzdem nochmal. Das Rezept und die Baguette sind einfach g…
    Schon zwei mal gebacken und jedes mal was geworden. Man sollte öfter Baguette backen- macht Freude und Freunde.
    Herzliche Grüße aus dem Markgräflerland.
    Michael

    Antworten
  26. Hans Juergen Friese

    Guten Tag ,,,,,

    ich backe Brot seit geraumer Zeit ,,,so obsessiv wie ich so manche Dinge betreibe die meine Aufmerksamkeit haben . Ich habe auch so einige Rezepte durch und weiß mittlerweile was ich kann und was ich will und wie ich es in meinen Alltag integrieren kann . Habe sämtliche Lektüre durch gearbeitet und auch Webseiten und bin heute auf einem Stand , der mich zufrieden stimmt . Und was Rezepte betrifft habe ich ein paar Punkte die ich persönlich für wichtig erachte . Verfügbarkeit von Materialien , Einfachheit der Reproduktion und dann das allerwichtigste der Geschmack , das sind meine 3 Points of Interest ,,,und diese Rezeptur erfüllt alle Kriterien ,,,,ohne viel Klimbim und Gefuddel ein Super Leckeres Brot gemacht ,,,,vielen lieben Dank für die Mühe und für die tolle,einfache , geschmackvolle Rezeptur . Manchmal stimmt es doch ,,,,,,,the best things in the world ,,,are free … ;D

    Antworten
  27. Sabine Ziegler

    Lieber brotdoc
    Kann ich die geformten Baguette frei backen oder ist es sinnvoller sie auf einem Baguette Blech zu backen ?
    Liebe Grüße Sabine

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Wenn Du Baguettes gut geformt hast, brauchen sie kein Baguette-Blech. Sie werden frei gebacken auch viel schöner.

      Antworten
  28. Esther 🍞🥐🥖

    Hi Doc,
    hab den Teig schon als Epi gebacken. Ging super 👍
    Meinst du ich kann damit auch Ficelles backen?
    Irgendwas zu beachten?
    Danke für deinen Support!

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Klar, Ficelles sind ja einfach dünner geformt als Baguettes. Mach die Teigeinwaage etwas kleiner (vielleicht 180 g?).

      Antworten
  29. Torsten Schmidt

    Danke für das Rezept
    ich habe es jetzt 3x mit verschiedenen Mehlen -Buratto (Molino Marino), Caputo Nuvola und Farina Tipo 0 Oro Plus (Molino Vigevano)- gebacken. Und es war immer super. Ich habe etwas Trockenbackmalz verwendet.

    Antworten
  30. Didi

    5 stars
    Lieber Brotdoc,
    danke für das Rezept! Gibt es einen Grund, warum der Schluss beim Gehen nach oben zeigt? Und hat dies einen Einfluss auf den Backvorgang?
    Beste Grüße

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Das hat den Sinn, dass sich die Gärgase unter dem späteren Boden ansammeln. Beim Backen drücken die das Baguette dann nach oben und verbessern den Ofentrieb. Es sorgt auch für eine glattere Oberfläche.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Recipe Rating




I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.