Gewürzbrot

Dieses Brot wird all diejenigen erfreuen, die kräftige und würzige Roggenbrote mögen. Vielleicht kann es auch all jenen als Ansporn dienen, die sich bisher nicht an solche Teige herangetraut haben. Bei Beachtung der Parameter (Sauerteigführung und Teigtemperatur) ergibt sich nämlich ein Teig, der erstaunlich unproblematisch zu formen ist, wenn Arbeitsfläche und Teigling so bemehlt sind, daß er eine trockene Oberfläche hat. Brote nach dieser Art könnte ich für meine bessere Hälfte eigentlich ausschließlich backen 😉 .

Gewürz1

Sauerteig
260 g Roggenmehl 1150
260 g Wasser
26 g Anstellgut
Gut vermengen und 12-16 Stunden reifen lassen.

Hauptteig
Sauerteig
65 g Weizenmehl 1050 (oder 812)
320 g Roggenmehl 1150
175 g Wasser (38°C)
14 g Salz
6 g Hefe
1 TL Zuckerrübensirup
5 g Brotgewürz (bei mir frisch gemahlen: 2 g Fenchel, 2 g Kümmel, 1 g Koriander)

In der Gewürzmühle die Gewürze fein mahlen.
Alle Zutaten in der Knetschüssel für 6-8 Minuten verrühren, bis der Teig eine mittelfeste Konsistenz hat und plastisch wirkt. Wichtig ist bei reinen und fast reinen Roggenbroten die Teigtemperatur, diese sollte 27-28° betragen, dann läßt sich der Teig sehr gut verarbeiten.
45 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Den Teig bemehlen und auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. Grob rund formen und in ein rundes oder quadratisches Gärkörbchen geben, welches zuvor ausgemehlt und mit Fenchel und Kümmel ausgestreut wurde. Mit dem Schluß nach oben für 80 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Auf den Einschießer kippen, kreuzweise tief einschneiden und in den Ofen bei 250°C, Ober-/Unterhitze, direkt auf einen Backstein geben.
Für 5-8 Minuten mit etwas Dampf backen, dann die Temperatur auf 210° reduzieren. Für weitere 45-55 Min. kräftig ausbacken.

Gewürz3

Gewürz4

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44 Kommentare
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28. Oktober 2014 07:59

Da kann ich der besseren Hälfte nur zustimmen. 🙂
Danke für’s Rezept!

28. Oktober 2014 09:02

Ich könnte solches Brot hier leider nicht unterjubeln… schade.

28. Oktober 2014 11:15

Das ist ein super toll gelungenes Brot! Und ein klasse Rezept.

reiki-hanne
28. Oktober 2014 12:19

Hallo Björn,
sieht Spitze aus und will unbedingt von mir nachgebacken werden! In meinem – zeitweiligen – Streben nach Perfektion hätte ich jetzt natürlich gerne auch so ein quadratisches Gärkörbchen. Hast Du eine Bezugsquelle, die Du mir nennen kannst? Ich finde im Netz nämlich gerade nichts.
Liebe Grüße
Hanne

Ulla
28. Oktober 2014 20:30
Antwort auf  reiki-hanne

Hanne, darf ich vorgreifen? Die Fa. Birnbaum erfüllt bezgl. der Formenvielfalt fast alle Wünsche. Ich habe Samstag eine neue Lieferung bekommen – die Qualität ist top, die Versandkosten m.E. zu hoch.
http://www.brotformen.de/

reiki-hanne
28. Oktober 2014 21:25
Antwort auf  Ulla

Danke Ulla.
Ja, ich mag die Körbe von Birnbaum auch sehr gerne, habe aber keine quadratischen mit Rillenmuster im Angebot entdeckt.
Ich habe Dr. Heinig jetzt mal kontaktiert, ob er mir nicht helfen kann.
Liebe Grüße
Hanne

29. Oktober 2014 08:37
Antwort auf  reiki-hanne

Nachtrag:
Die Firma Backstars hat sie noch im Programm:
http://www.backstars.de/nuetzliche-helfer/gaerkoerbe/gaerkoerbe-aus-rattan/gaerkorb—brotkorb-quad-26cm.php
Eignet sich besonders für Roggenlastige Brote, die ihre Form beim Backen nicht allzu sehr verlieren. Weizenbrote, die rundgewirkt wurden, werden trotz des Körbchens im Ofen wieder rund.

29. Oktober 2014 08:33
Antwort auf  Ulla

Hallo zusammen,
Birnbaum hat sie leider nicht im Programm, zumindest nicht als Peddigrohrkörbchen. Es handelt sich um ein quadratisches Peddigrohrkörbchen für 1-1,5 kg Teig. Damals habe ich es entweder bei Teeträume oder beim Hobbybäcker-Versand gekauft. Die haben es aber nicht mehr im Programm. Ich bin aber mit der Suchanfrage „Gärkorb Peddigrohr quadratisch“ bei ebay fündig geworden: http://www.ebay.de/itm/Quadratischer-Gaerkorb-Gaerkoerbe-Brotform-Gaerkoerbchen-26x26cm-/151095908592

Ulla
29. Oktober 2014 13:58
Antwort auf  Ulla

Klasse – danke Björn, ich habe gerade gesehen, dass es die Quad-Körbchen sogar etwas kleiner gibt (20,6 cm Seitenlänge für 750 g), ist vielleicht für Single-Haushalte interessant.
Ich werde das Brot zunächst mal in einer vorhandenen Form ausprobieren.

28. Oktober 2014 12:33

Ich lass die Gewürze einfach mal weg, der Rest gefällt mir ausgezeichnet 🙂

Herbert
30. Oktober 2014 17:52

Das Brot schmeckt super, wir lieben kräftige Roggenbrote. Werde beim nächstenmal noch ganze Kümmel zu den Gewürzen tun. Weil Frau und ich auch gerne Kümmelbrote essen

Stephanie
3. November 2014 08:08

Ich bin hier stille Mitleserin und „Mitbäckerin“, so viele tolle Rezepte. Dieses Brot habe ich gestern gebacken und wir haben es schon aufgegessen: ein sehr leckeres, saftiges Roggenbrot, super, vielen Dank! Toll, wenn man Mal kein Vollkorn- und auch kein helles Brot möchte.

Katja
3. November 2014 18:10

Hallo,

am WE habe ich einen Backmarathon gehabt. Neben einem altbewährtem Rezept von Dietmar, waren diesesmal vier deiner Brote dabei, u.a. auch dieses Gewürzbrot.
Leider habe ich die Gare etwas falsch eingeschätzt und es ist etwas breit gelaufen, doch trotzdem schmeckt es uns sehr gut! Die angegebenen Mengen der Gewürze passt hervorragend.
Ich werde es auf jeden Fall nochmal backen und es hat sofort seinen Platz auf unsere persönliche Favoritenliste geschafft.

LG Katja

reiki-hanne
8. November 2014 18:11

Hallo Björn,
ein sehr gelungenes Brot! Ich schließe mich Katja an, was die Menge der Gewürze angeht: aromatisch ohne aufdringlich zu sein. Auf meinen eigenen sowie auf Wunsch einer Familie habe ich ein wenig Bockshornklee dazugegeben, das macht die Sache noch etwas würziger.
Liebe Grüße
Hanne

9. November 2014 20:25

Hallo Björn,
Habe gestern dein Gewürzbrot nachgebacken und heute war Anschnitt. Es ist sehr lecker geworden, allerdings ist die Krume nicht so schön wie bei dir. Hier ist sie eher etwas kompakt. Hätte ich es noch länger gehen lassen sollen oder liegt eine kompakte Krume bei Roggenbroten an anderen Fehlern?
Vielen Dank für deine vielen gelingsicheren Rezepte und Grüße aus Berlin , Manu

9. November 2014 22:25
Antwort auf  Manu Szymaniak

Hallo Manu,
bei Roggenteigen steht und fällt vieles mit dem Sauerteig und der Teigtemperatur. Wenn der ST gut geführt ist und die Teigtemperatur bei 27-29°, dann bekommst Du eigentlich immer schöne Krumen. Sehr viel falsch machen kannst Du beim Formen nicht, außer zu viel Mehl einzuschlagen. Wie gut hatte es sich denn vergrößert nach der Endgare?

9. November 2014 23:11
Antwort auf  brotdoc

Der Teigling hatte sich mindestens verdoppelt innerhalb kürzester Zeit, war aber noch schön straff. Habe dann bei 280 Grad angebacken und die Temperatur auf 210 Grad abfallen lassen, aber nur wenig geschwadet. Allerdings habe ich den Schwaden auch erst kurz vor Backende abgelassen. Fehler?
Danke für deine schnelle Antwort, Manu

9. November 2014 23:33
Antwort auf  Manu Szymaniak

Verdoppelt? Dann wundert es mich wirklich, daß die Krume so dicht gewesen ist. Das mit dem Schwaden kann es nicht gewesen sein, die meisten Öfen sind nicht dicht genug, um ihn bis zum Ende des Backens halten zu können.

Ursula
19. November 2014 15:50

Meine ‚bessere Hälfte‘ liebt auch gewürzte, kräftige Roggenbrote. Habe großes Kompliment bekommen! Gebe es hier an den Erfinder weiter!! Dank Gärkorb quadratisch/ 26 cm wäre aber Platz für eine größere Teigmenge gewesen. Kann ich einfach die Mengen verdoppeln? Was passiert mit Rezepten, wenn man sie teilt oder verdoppelt? Backe auf Vorrat für Familie und Freunde, da lohnt sich die größere Menge einzufrieren.Gruß Ursula

reiki-hanne
1. Dezember 2014 19:34

Hallo Björn,
eine nette Geschichte:
ein Bekannter, der vor einigen Tagen in Bayern „Blaue Zipfel“ und Brot in einem Lokal bestellt hat, war von Letzterem so begeistert, dass er dem Wirt 2 Scheiben abgeschwatzt hat, um ein solches Brot bei mir in Auftrag zu geben. Und was soll ich sagen?: so eins habe ich eingefroren, nennt sich „Gewürzbrot“. Meins/Deins/Unseres ist allerdings noch besser, weil die Säurearomen besser ausgeglichen sind.
Leider ist der Mensch jetzt unterwegs in Richtung Bielefeld zusammen mit dem Altöttinger Mühlenbrot(dazu mehr unter dem entsprechenden Eintrag). Muss er halt noch ein bissi warten.
Liebe Grüße
Hanne

2. Dezember 2014 19:30
Antwort auf  reiki-hanne

Hallo Hanne,
danke für die Geschichte – schon lustig, wie manche Begebenheiten zueinander passen.

2. Dezember 2014 17:39

Hallo Björn,
seeehr leckeres Rezept, schmeckt uns super und kann bei uns permanent nachgebacken werden 🙂 Vielen Dank, auch für deine tolle Seite, bin ganz begeistert und meine Brote gelingen seither viel besser dank deiner perfekten Anleitungen 👍👍👍
Ganz liebe Grüße
Regina

2. Dezember 2014 19:36
Antwort auf  Regina

Hallo Regina, das freut mich wirklich sehr. Werde mir weiter Mühe geben.

Rosi Schmidgen
20. Mai 2015 09:47

Hallo und guten Morgen,
moechte gerne das Gewuerzbrot backen. Vorteig ist schon bereit zur weiteren Verarbeitung. Im Rezept wurde 6g Hefe angegeben. Ist hier frische oder Trockenhefe gemeint. Vielen Dank schon mal im Vorfeld.
liebe Grüße Rosi

20. Mai 2015 10:07
Antwort auf  Rosi Schmidgen

Bei mir ist das immer Frischhefe, wenn Du Trockenhefe verwendest, nimm 2 g. Viel Erfolg!

Rosi Schmidgen
20. Mai 2015 14:17

Ganz lieben Dank für die schnelle Beantwortung, Frischhefe ist mir auch sympatischer.

Ma
26. Juni 2015 08:56

Kurze Frage: ich würde gerne Alpenroggen nehmen. Welche Wassermenge würdest du vorschlagen? Plus 10 %?

26. Juni 2015 15:32
Antwort auf  Ma

Ja, kommt in etwa hin. Mit Alpenroggen wird es sicher noch einen Tick aromatischer.

Franz
27. Dezember 2015 18:05

Habe das Brot erfolgreich nachgebacken. Schmeckt prima und ist gar nicht so schwierig zu machen. Gruß – Franz

Hanne
4. Januar 2017 17:48

Dieses tolle Brot werde ich mal selbst backen….Bin Anfängerin..was heisst Teigtemperatur 27-28Grad und kann ich das Brot auch im Gusstopf backen?

9. Januar 2017 21:33
Antwort auf  Hanne

Ja, das Backen im Gußtopf ist kein Problem. Die Teigtemperatur kannst Du mit einem Einstichthermomenter messen. Roggenteige brauchen eine höhere Teigtemperatur, damit sie gut quellen und eine schöne Krume bekommen.

Hanne
4. März 2017 20:32

Hallo Björn… was für Mehl nimmst du zum bemehlen der Gärkörbchen…und ich habe bis jetzt nur im Topf gebacken.. würde gerne auch mal freischieben.Backst du deine Brote auf Stein oder Stahl? Was kannst du mir empfehlen?LG Hanne

Nina
29. Mai 2017 19:59

Hallo Björn,
kann ich den Sauerteig auch mit 260g. Roggenvollkorn ansetzen? Wieviel Wasser muss ich mehr nehmen und kann sonst das Rezept so bleiben?
Danke Nina

30. Mai 2017 20:56
Antwort auf  Nina

Ja, das denke ich schon. Ich würde schon zum Sauerteig 10 % mehr Wasser nehmen. Das passt dann.

Nina
31. Mai 2017 18:23

Hallo,
haben gerade schon die Hälfte verputzt!!
Super Brot!!
Welches Deiner vielen Brote könnte man damit vergleichen???
Würde gerne mehr dieser Brote ausprobieren!
Ich möchte mich an dieser Stelle auch mal für die schnellen Antworten bedanken!
Danke Nina

1. Juni 2017 13:12
Antwort auf  Nina

Guck Dir mal das Paderborner oder das Roggenmischbrot a la Werner an 🙂

7. Juni 2017 16:47

Hallo Björn,

ich wollte mich nur auf die Schnelle für das Rezept bedanken – ich habe das Brot vorgestern zum ersten mal gebacken und es ist gleich super gelungen. Das einzige Problem: für morgen früh ist schon nichts mehr da. ;D

Grüße aus Castrop,

Hendrik

Silke Bohde-Räth
6. Juni 2021 13:19
Antwort auf  Hendrik

Dann muss man halt eine Nachtschicht einlegen – das ist so im Bäckerhandwerk! 😄 Ich bereite die Teige oft erst abends zu und bin dann mit dehnen und falten manchmal bis 2 oder 3 Uhr beschäftigt. 🤗 Gruß Silke

Renate Trottner
30. Dezember 2018 14:50

Hallo,
haben das Brot zum ersten Mal auf einem Backstein gebacken,toll ist es geworden.
Was ist der Unterschied zwischen Backstein und Edelstahlblech?
Beste Grüsse
Renate

Marina Hoffmeister
9. November 2019 21:29

Habe das Brot kürzlich in Bayern bei einem Bäcker in Ramsau und dann bei verschiedenen Bioläden in Berchtesgaden und Bad Reichenhall im Urlaub gekauft weil ich total begeistert von dem Geschmack war, total lecker mit Bergkäse oder Schinkenspeck. Auch mit Honig oder selbst gemachten Pflaumenmus sehr lecker. Bei uns in NRW ist das Gewürzbrot leider nicht zu bekommen, nur in Münster bei Cibaria, daher habe ich nach dem Rezept gesucht und bin hier fündig geworden. Herzlichen Dank dafür. Ich werde es auf jeden Fall versuchen das Brot nachzubacken. Es ist mein absoluter Favorit bei den Broten 🙂
Genussvolle Grüße
Marina H.

Fiona
14. Mai 2020 16:40

Hallo!
Kurze Frage, starte ich das Anstellgut vorher vernünftig, wenn es aus dem Kühlschrank kommt (vor 3 Tagen gefüttert etwa)

Freue mich aufs BAcken

Claudia
7. Februar 2026 17:17

Hallo Björn,

habe schon einige von Deinen Rezepten ausprobiert und alle sind lecker.
Das Gewürzbrot ist aktuell mein Favorit – und das obwohl ich eigentlich keinen Kümmel mag😊.
Die Gewürze geben dem Brot eine schöne Würze ohne sich in den Vordergrund zu drängen… Yummie

Herzliche Grüße aus HH

Claudia