Eine der Fragen, die sich bei langen Teigführungen, vor allem im Kühlschrank, immer stellt ist jene, worin der Teig aufbewahrt werden sollte. Bislang habe ich entweder die runden Edelstahlschüsseln von Ikea oder große Kunststoffbehälter mit dicht schließendem Deckel verwandt. Beides nimmt viel Platz weg im Kühlschrank.
In Frankreich wurden andere Behälter verwendet. Hier kann man den Behälter während meines Backkurses in Verdelot rechts neben Benoît in Aktion sehen:

Wanne5

Diese Wannen können wir nun auch zuhause nutzen. Sie sind seit kurzem bei bongu.de bestellbar. Flachere Kunststoffwannen mit einem „Wendedeckel“, der entweder einen kleinen Lüftungsschlitz läßt, oder dicht aufgelegt werden kann. Zugleich erlaubt es der Behälter, im Kühlschrank gestapelt zu werden, so daß dort nicht so viel Platz gebraucht wird. Weiterer Vorteil: der Teig kommt rechteckig aus der Wanne und nicht rund, was das gleichmäßige Abstechen von Teiglingen sehr erleichtert.

Hier sieht man die Wanne mit einem frisch gekneteten Teig
Wanne1

Der Deckel mit kleinem Lüftungsschlitz (für sehr feuchte Teige).
Wanne2

Und andersherum gedreht dicht verschlossen.
Wanne3

Und hier sieht man zwei Wannen übereinander gestapelt.
Wanne4

Die Wannen sind vor allem für weiche Teige besonders geeignet, die nicht so bauchig aufgehen. Festere Teige stoßen aufgrund der geringen Höhe rasch an den Wannendeckel und können ihn anheben. Bei langen kalten Führungen kann das zu Überraschungen am Morgen führen. Hier muß die Teigmenge gut angepaßt werden und der Teig vor der kalten Gare sehr flach gedrückt in die Wanne kommen, um das zu verhindern. Meine besondere Empfehlung haben die Wannen daher vor allem für lange kalte Führungen mit weichen Teigen (z.B. Baguette). Hierfür sind sie ein gutdurchdachtes Hilfsmittel, das auch dem Hobbybäcker die Arbeit erleichtern und den Platz im Kühlschrank schonen kann.

Mein Dank geht an Schelli/bongu.de, der mir die Teigwannen zum Test überlassen hat