Ohrenbrot-Bericht / Norwegen

Heute habe ich noch kein neues Rezept zu bieten. Wir waren ein paar Tage in Norwegen im Kurzurlaub und haben die dortige Freiheit der Natur (und des Denkens) in jeder Hinsicht genossen. Die Norweger haben, trotz nur um wenige Prozent höherer Impfquote als bei uns, inzwischen fast alle Pandemiemaßnahmen aufgehoben.

Ich will voranschicken, dass ich als Mediziner die meisten der hiesigen Maßnahmen bis in diesen Sommer hinein gutgeheißen habe. Und zum Teil in bestimmten Bereichen wie zum Beispiel dem Gesundheitssystem, immer noch gutheiße. Auch muss ich sagen, dass unser gesamtes Praxisteam seit März 2020 wirklich alles dafür gegeben hat, dass die Maßnahmen, die unbestrittetermaßen „Kollateralschäden“ mit sich bringen, nun irgendwann ein Ende haben.

Umso unverständlicher erscheint es mir, dass nun Prozentefuchserei um eine sowieso nicht ganz genau zu bestimmende Impfquote betrieben wird, um irgendwie argumentativ um die Entscheidung herumzukommen, den Menschen wieder ihre eigene Verantwortung in medizinischen Dingen zurückzugeben. So wie es vor 2 Jahren gang und gäbe war. Die Menschen durften bis auf wenige Ausnahmen für sich selbst entscheiden, ob und mit welchen Maßnahmen sie sich vor einer infektiösen Krankheit schützen wollen.

Die Norweger haben ganz offensichtlich eine in dieser Hinsicht mutigere Legislative. Jedenfalls fühlte es sich auch intellektuell unendlich befreiend an, die Maske nicht mehr in medizinisch sinnlosen Situationen anlegen zu müssen. Wie zum Beispiel dem kurzen Weg von der Restauranttür zum Tisch oder an Deck einer Fähre. Wer sich schützen wollte, konnte das weiter tun. Ich wünsche mir sehr, dass unsere „Entscheidungsträger“ in nicht allzulanger Zeit auch endlich zu der Erkenntnis kommen, dass diese Pandemie bislang noch jegliches mathematische Vorhersagemodell Lügen strafte, und Medizinökonomen, die im Wochentakt Kassandrarufe ausstoßen, nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.

Aber ich möchte das Thema nicht breittreten und bitte Euch auch, von ideologischen Diskussionen darüber hier im Blog Abstand zu nehmen. Oslo im Herbst ist einfach unendlich schön und auf jeden Fall eine Reise wert, Maskenpflicht hin oder her. Ich möchte eine kleine Fotogallerie mit Euch teilen, die das eindrucksvoll deutlich macht.

Vorstellen möchte ich Euch auch einen Bericht über einen der Online-Backkurse, die ich zusammen mit Heidi Schlautmann gebe. Beim Baguette-Kurs Mitte September hat Wolfgang Schüttler, der gemeinsam mit Milena Drefke den Ohrenbrot-Podcast produziert, teilgenommen. Nun hat er einen sehr interessanten Bericht darüber erstellt, den anzuhören sich sehr lohnt. Ihr findet ihn hier auf der Mipano-Seite. Hört ihn Euch doch mal an!

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9 Gedanken zu „Ohrenbrot-Bericht / Norwegen

    1. brotdoc Beitragsautor

      Ich möchte auf dieser Seite keine längeren politischen Diskussionen führen. Gerade als Arzt, der an der Basis arbeitet, habe ich einen sehr guten Einblick in die Dinge, das kann ich Dir versichern. Nur zur Sicherheit: ich impfe und ich trage Maske…. Die Reise und die Bilder helfen mir persönlich, die um sich greifende Massen-Hysterie auszuhalten.

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