Müsli-Brot

Lutz nutzte vor einigen Monaten eine Marketing-Aktion der Firma Gustalavie, um aus deren Produkt, frischem Bio-Müsli, ein Müslibrot zu backen. So wie ich ihm mit meinen Croissants, kam er mir damit etwas zuvor, denn schon damals hatte ich ein Rezept in Vorbereitung, das ich nun endlich mal umgesetzt habe. Ich habe das „Maxi-Müsli“ von Alnatura verwendet, welches neben Roggen-, Gersten-, Weizen- und Haferflocken auch Saaten, Haselnüsse und Sultaninen enthält.
Das Brot schmeckt leicht säuerlich – würzig mit deutlichem Müsli-Geschmack. Eine leichte Süße durch die Sultaninen, die im Anschnitt leider nicht zu sehen sind, liegt auch darin. Wir sind sehr zufrieden, auch die Kinder mögen es als Pausenbrot sehr gerne. Das Rezept ist einfach umzusetzen und benötigt keine allzu lange Zubereitungszeit.

Müsli1

Roggenvollkornsauerteig TA 200:

150 g Roggenvollkornmehl
150 g Wasser (28-30°)
15 g Roggen-Anstellgut
Gut vermischen und 12 Stunden reifen lassen.

Müsli-Quellstück:

240 g Müsli (je nach Geschmack)
260 g Milch
Die Milch über das Müsli gießen, einmal umrühren und 2 Stunden bei Raumtemperatur quellen lassen. Kann auch 12 Stunden im Kühlschrank quellen.

Hauptteig TA 161 (ca.):

Sauerteig
Quellstück
410 g Weizenmehl 1050
130 g Milch
16 g Salz
6 g Hefe

Alle Zutaten in den Kneter geben und auf langsamer Stufe verrühren für 1-2 Minuten. 15 Minuten ruhen lassen. Dann weiter kneten für 6-8 Minuten auf langsamer Stufe. Der zunächst nicht gut bindende Teig bekommt zusehends Bindung und löst sich zum Schluß sehr gut vom Schüsselrand.
Den Teig grob rund wirken und 45 Minuten erneut abgedeckt ruhen lassen.
Straff rund wirken, so daß sich ein prägnanter Schluß bildet. Den Teigling befeuchten und im Müsli wälzen, vorher ist es günstig, die Sultaninen herauszulesen, denn diese würden beim Backen verbrennen. Mit dem Schluß nach unten im Gärkörbchen 80-90 Minuten gehen lassen (knappe Gare). Auf den Einschießer stürzen und in den auf 240° vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) geben, direkt nach dem Einschießen auf 210° herunterregeln. Schwaden. Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und das Brot für weitere 50 Minuten ausbacken.
Gut auskühlen lassen vor dem Anschneiden.

Müsli2

Müsli3

9 Gedanken zu „Müsli-Brot

    1. brotdoc Autor

      Hallo Fr. Vermeir,
      ich habe einen relativ einfachen Miele Haushaltsofen (H2541), habe mich mit den Tücken dieses Ofens aber inzwischen gut arrangiert. Die Dampffunktion ist mir nicht intensiv genug und auch die Temperaturkonstanz beim Dampfen nicht ausreichend. Ich umschiffe diese Klippen durch langes Aufheizen mit Backstein, eine andere Dampferzeugung und durch Heißluftbacken.
      Grüße,
      Björn

      Antwort
  1. Oma Jassy

    Habe heute dieses wunderbare Brot gebacken. Super Geschmack und eine super Kruste. Kann man nur zum Nachbacken empfehlen. Danke für dieses schöne und einfache Rezept.

    Antwort
  2. Julia Schoft

    Hallo Björn,

    dieses jene wundervolle Brot habe ich soeben nachgebacken- es war mein allererstes! (also das erste, was geklappt hat 🙂 ich musste mich mit meinem Sauerteig erst anfreunden)
    Nun bin ich stolz wie Oskar. Ich habe schon Fotos gemacht- die ich mir auf Grund meines Siegeszuges nun wohl an den Kühlschrank pinnen werde! Vielen Dank für das schöne Rezept und weiterhin gutes Gelingen.

    Beste Grüße aus Sachsen
    Julia

    Antwort
  3. Sandra Gu

    Habs gestern gebacken und es schmeckt uns sehr gut 😀
    Lediglich das Müsli habe ich Freestyle zusammen gestellt, hat aber wunderbar geklappt.

    Antwort
  4. Dagmar

    Hallo Björn,
    ich habe gestern dieses Müslibrot nachgebacken, einfach genial.
    Ich habe ein es zu Arbeit mitgenommen, dazu noch einige unterschiedliche Marmeladen und Gelee. Meine Kollegen haben sich nicht wirklich zurück gehalten. Sehr lecker !!!!!!
    Ich habe eine Vollkorn-Trauben-Nuss Müsli verwendet.
    Lieben Gruß
    Dagmar

    Antwort
  5. Backstüffche

    Hallo Björn,

    ich finde deine Rezepte immer wieder super und backe oft was davon nach 😉

    Gestern war es das Müslibrot. Das Brot ist toll geworden, leider hab ich beim ersten probieren gemerkt, dass ich das Salz vergessen hab – das ist mir in 2,5 Jahren Brot backen tatsächlich noch nie passiert – OMG

    Hast du ne Idee, was ich damit noch anstellen könnte, außer davon Paniermehl zu machen???

    Liebe Grüße
    Sandra

    Antwort
    1. brotdoc Autor

      Ist mir auch schon ein paar mal passiert. Das Salz kriegst Du nicht mehr rein ins Brot. Ein Weg könnte sein, gesalzene Butter oder andere gesalzene Aufstriche zu nehmen. Oder etwas Salz auf den Aufstrich zu streuen. Dann brauchst Du es wenigstens nicht zu entsorgen.

      Antwort

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