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Heute mal ein Thema, das nur indirekt mit Brot zu tun hat, aber viel mit gesunder Ernährung.
Wir leben in einer Zeit, in der Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpillen immer größere Gewinne machen. Das was in der täglichen Ernährung, die ja häufig aus Instant- oder Fertigprodukten besteht, fehlt, hoffen viele Menschen durch Einnahme einer Pille oder Brausetablette ausgleichen zu können.
Statt auf die Idee zu kommen, natürlichere und gesündere Grundnahrungsmittel zu sich zu nehmen, herrscht bei diesen Menschen die irrige Vorstellung, sich ihre Gesundheit durch ebenso unnatürliche Pillen erkaufen zu können. In meiner Praxis werde ich infolgedessen täglich auf dieses Thema angesprochen.
Dabei ist es gar kein Problem, die tägliche Versorgung an Vitaminen, Spurenelementen und Enzymen auf natürliche Weise zu sichern. Das Geheimnis lautet: frisches Obst und Gemüse. Es gibt keinen Bestandteil der Vitaminpillen, der nicht in frischem Obst und Gemüse vorhanden wäre. Am besten wäre es natürlich, jeder würde täglich eine größere Menge frisches Obst und Gemüse essen. Daß das – außer bei ganz gewissenhaften Menschen – ein Wunschtraum bleibt, ist klar. Manche vertragen Rohkost in größeren Mengen gar nicht. Aber was spricht dagegen, jeden Tag einen frischen Obst-Gemüse-Rohsaft zu trinken?
Seit 4 Jahren haben wir es uns zur Regel gemacht, täglich einen Rohsaft herzustellen. So ist in jedem Fall sicher, daß man seine tägliche „Vitamin-Bombe“ zu sich nimmt, und das auf äußerst schmackhafte Weise. Gerade kleine Kinder lieben den Saft.
Man benötigt für das Entsaften nicht viel: Einen Entsafter und frisches Obst und Gemüse. Letzteres am besten in Bio-Qualität, damit man die Schalen auch bedenkenlos mit entsaften kann.
Es gibt zwei Typen von Entsaftern: Die wesentlich günstigeren Zentrifugenentsafter und die kostspieligeren und besseren Walzenentsafter. Mit beiden gelingt es, schöne schöne frische Rohsäfte zu bereiten. Die Walzenentsafter haben den Vorteil, daß sie robuster sind und den Saft kaum erwärmen beim Entsaftungsvorgang, damit bleiben noch mehr Vitalstoffe erhalten.
Der von uns verwendete Walzenentsafter „Green Star Elite“ stellt derzeit aus unserer Sicht das Noplusultra dar. Im folgenden zeige ich einmal bildlich, wie damit ein toller Frischsaft entsteht.

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Der Entsafter zusammengesetzt.

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Das Obst und Gemüse wird unter klarem Wasser abgespült und in handliche Stücke vorgeschnitten.

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Stück für Stück wird das Obst nacheinander in den Entsafter gegeben, in diesem drehen sich zwei Walzen mit ca. 100 Umdrehungen pro Minute und schneiden und pressen das Obst gegen ein feines Sieb. Der Saft fließt in eine Glaskanne, die unter der Maschine steht.

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Der Trester wird an der Seite ausgeworfen, er ist fast gänzlich trocken, so stark entsaftet die Maschine.

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Eine Glaskanne fasst ca. 700 ml Frischsaft, genug für 2 Personen. Wir entsaften täglich drei solcher Kannen, was dann für alle fünf reicht. Der Entsaftungsvorgang dauert für eine Kanne ca. 5-6 Minuten.

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Das zerlegte Gerät nach dem Spülen. Rechts vorne sieht man die beiden Schneidewalzen, die sehr schwer und robust sind. Dahinter das Preßsieb.

Die Reinigung des Gerätes ist schnell gemacht, sie dauert weitere 5 Minuten. So kann man für 2 Personen in 10-15 Minuten ein hervorragendes Grundnahrungsmittel herstellen, das gesünder nicht sein könnte.
Ich kann hier nur alle Leserinnen und Leser ermutigen, die Vorteile der Frischsäfte auch einmal zu erfahren. Es muß nicht unbedingt sofort ein Green-Star-Entsafter sein. Ein Zentrifugenentsafter reicht fürs erste aus. Wir haben zunächst fast ein Jahr lang mit einer Zentrifuge entsaftet und uns dann, als diese kaputt ging, für den Green Star entschieden.
Die gesundheitlichen Vorteile der Frischsäfte kann man jedenfalls täglich am eigenen Leibe erfahren. Um auf das Brot zurückzukommen: Ein großer Becher Frischsaft ist das beste Begleit-Getränk zu einer Scheibe gesundem, selbstgebackenem Frühstücksbrot.