Mein heutiger Backtag…

Heute gibt es mal kein Rezept. Ich muss Euch etwas Schönes berichten.

Die beste Ehefrau von allen erwähnte kürzlich so nebenbei, dass sie überlegt, unsere Küche umzuändern. Da wir inzwischen seit bald 19 Jahren verheiratet sind, war mir sofort klar, dass das keine Überlegungen mehr sind, sondern im Prinzip beschlossene Sache. Kleiner Tip für alle Zeitgenossen mit dem XY-Chromosom, die noch nicht so lange mit XX zusammenleben: „Schatz, wir sollten mal überlegen…“ heißt nichts anderes als „Erledige das besser schon gestern!!“ 😉 .

Unter anderem hat sie sich von meiner Kurspartnerin Heidi Schlautmann überzeugen lassen, dass die modernen Siemens Backöfen nicht nur gutes Brot können, sondern auch das perfekte Geflügel garen, durch Sensoren und KI genau wissen, wann das Essen fertig ist. Mehr brauchte Heidi nicht sagen.

Der neue Siemens Dampfofen IQ-700 HS658GXS7

Wir haben keine Zeit verloren und sind gleich in die Planungen eingestiegen. Die Küche wird dahingehend umgebaut, dass bald zwei Öfen übereinander eingebaut sein werden. Das wird meine Kapazitätsprobleme beim Backen sehr lindern. Da mein alter Miele so das eine oder andere Problem mit der Dichtigkeit hat, wird er durch zwei neue Siemens-Öfen ersetzt. Einer davon ist ein kostspieligerer Dampfofen, nämlich dieser hier. Bei Alternate habe ich ihn für die Hälfte der UVP bekommen. Der andere ist ein normales Basismodell, mit dem aber bis 300 °C aufgeheizt werden kann.

Der Küchenumbau dauert natürlich etwas. Den Dampfofen durfte ich hingegen schon einmal bestellen. Er wurde Donnerstagmorgen während eines Wolkenbruchs an der Praxis ausgeliefert, und von mir direkt ins Auto geladen. Danach musste ich als begossener Pudel die Sprechstunde weiter bestreiten. Donnerstagabend habe ich dann den Miele in Rente geschickt, und den Siemens stattdessen eingebaut.

Deutschland am vergangenen Donnerstag – das nächste Tief rauscht durch. Quelle: http://www.wetteronline.de

Der Freitag war schwer zu ertragen. Die Sprechstunde zog sich wie ein Kaugummi hin. Eigentlich wollte ich BACKEN. Es traf sich, dass Doris Schmidtutz-Dempewolf, die gerade einen Shop für Spezialmehle aufbaut, mir ein Paket mit Testmehlen der Foricher-Mühle aus Frankreich zugeschickt hatte. Sobald ich zuhause war, habe ich zwei Poolish und einen Sauerteig daraus angesetzt, um am heutigen Samstag den neuen Ofen standesgemäß einweihen zu können.

Seit 7 Uhr heute morgen habe ich in der Küche gestanden und meinem Hobby gefrönt. Und was soll ich sagen? Nun, 14 Stunden später, bin ich davon überzeugt, dass ich die letzten 9 Jahre quasi mit angezogener Handbremse, oder mit Ladehemmung, gebacken habe. Ich hatte den Miele ja schon immer im Verdacht, nicht heiß genug zu werden und den Dampf viel zu schnell wieder abzulassen. Nun weiß ich es.

Der neue Ofen bringt endlich den Ofentrieb, nach dem ich mich schon immer gesehnt habe. Von vier Baguette-Versuchen glückte mir im Miele vielleicht einer. Nun klappt es alles sofort und wunderbar. Freigeschobenes Brot riss im Miele nie schön ein, sondern die Risse verklebten sofort. Nun ist es perfekt. Ich könnte glücklicher nicht sein.

Update 01.04.2020: Der Fairness halber sei eingefügt: Der Miele Ofen hat nun schon 9 Jahre auf dem Buckel gehabt. Inzwischen habe ich mit Miele sprechen können und erfahren, dass in den modernen Geräteversionen die „Kinderkrankheiten“ des Klimagaren-Systems ausgemerzt wurden. Es ergibt sich für mich bald die Möglichkeit, dort die Geräte einem Test zu unterziehen.

Bin schon auf die nächsten Backtage gespannt wie ein Flitzebogen. Doch die ca. 8 kg Brot, die heute entstanden sind, müssen erstmal gegessen werden.

1. Mehlvergleich: Label Rouge T65 Mehl „Bagatelle“ von Moulins Foricher vs. Label Rouge T65 Mehl „Reine des Bles“ von Moulins Bourgeois

Baguettes sind meine absolute Leidenschaft. Perfekt werden sie mit französischen Mehlen. Mein bisheriges Lieblingsmehl ist das Label Rouge T65 „Reine des Bles“ von den Moulins Bourgeois, das Manfred Schellin in seinem Shop Bongu.de in Deutschland vertreibt. In meinem Testpaket lag nun eine Packung Label Rouge T65 „Bagatelle“ der Moulins Foricher, mit dem mein Backfreund Ralph Nieboer immer spektakuläre Krumen erreicht. Beide Mehle sind nach Herstellerangaben vollständig zusatzstoffrei, keine Enzyme, keine Ascorbinsäure, keine Backmittel. Dem Mehl von Bourgeois ist nun anscheinend Weizenmalz (das stand früher nicht auf den Tüten) zugesetzt. Letzteres erklärt schlüssig, warum dieses Mehl einen leicht süßlichen Geschmack in der Krume entwickelt.

Beide Mehle habe ich nach haargenau dem gleichen Rezept verarbeitet, einer leichten Abwandlung des Hefe-Baguetterezepts von Dietmar Kappl. Der dazugehörige Artikel ist übrigens absolut lesenswert! Bei mir war allerdings die Stockgare bei Raumtemperatur mit so wenig Hefe fast 7 1/2 Stunden lang, bis der Teig verarbeitungsfähig war. Entweder hat Didi einen deutlich wärmeren Teig gehabt, oder meine Midichlorianer sind auf einem deutlich niedrigeren Level als beim Meister. Die Macht ist mit ihm 😉

Egal. Mein Fazit: Das Foricher Mehl packt etwas weniger Wasser als das Bourgeois-Mehl. Der Teig lässt sich mit dem Bourgeois-Mehl leichtgradig besser verarbeiten. Schon beim Poolish macht sich ein größeres Volumen beim Bourgeois-Mehl bemerkbar. Liegt vielleicht am Malz? Optisch sind die Baguettes aus beiden Mehle in etwa vergleichbar. Geschmacklich ist das Foricher Baguette klar etwas herber, weniger süßlich in der Krume. Die Krume ist schön feucht und saftig, die Kruste kracht. Baguette-Traum. Das Bourgeois-Baguette ist wie bekannt: Locker, luftig und sehr süßlich-fruchtig im Geschmack. Ich bin mit beiden Mehlen zufrieden. Wenn ich wählen müsste, hätte aufgrund des Geschmacks das Bourgeois-Mehl einen Vorsprung.

2. „Corde du Terroir“ – Mehlmischung von Moulins Foricher

So wie in Deutschland, ist auch in Frankreich inzwischen eine Rückkehr zu alten Getreide- und Mehlsorten zu beobachten. Foricher hängt sich an diesen Trend mit einigen Mehlmischungen dran, die ganz offensichtlich für französische Bäckereien gedacht sind, die dann entsprechende rustikale Brote daraus backen können. Bei Speedelicious kann man sie nun auch hierzulande bekommen. „La Corde“ ist aus Weizenmehl, Roggenmehl und Weizenkleien gemischt.

Aus dem Mehl habe ich kein Baguette, sondern Sauerteigbrote gebacken. 11 Prozent Versäuerung, 0,2 Prozent „Steuer-Hefe“, 2,3 Prozent Salz, TA 173, Teigeinwaage ca. 900 g. Ein sehr schönes Mehl, das ebenfalls laut Hersteller völlig zusatzstoffrei ist. Die Ergebnisse sprechen für sich. Die heutigen Nachmittags-Gäste meiner Frau zeigten sich äußerst begeistert von diesem Brot.

Eines der La Corde du Terroir-Brote habe ich als allererstes Brot im neuen Ofen gebacken. So wie üblich auf 250 °C vorgeheizt und dann rein damit. Himmel! Schon nach 20 Minuten war das Brot gut gebräunt und nach 45 Minuten fertig… doch der Brotboden hatte etwas übertriebene Röstaromen. 😉

Mir wurde ja schon öfter gesagt, ich hätte viel zu hohe Temperaturen in meinen Rezepten angegeben. Nun weiß ich warum. Wer einen Ofen wie den Siemens hat, muss vorsichtiger sein. Aber das ist eine Weisheit, die sich sowieso jeder hinter die Ohren schreiben sollte. Rezepte müssen immer an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden, auch an den Ofen.

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38 thoughts on “Mein heutiger Backtag…

    1. Martin Wolf

      Na herzlichen Glückwunsch zum neuen Backofen. Ich habe den Zwilling von Bosch und backe damit bereits seit über 2 Jahren mehr oder weniger erfolgreich damit. Die Assistenten funktionieren wunderbar. Also Viel Spaß damit.

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  1. Birgit

    Hallo,
    ich bin durch Lutz Geissler auf den Blog aufmerksam geworden und lese diesen nun schon seit ein paar Jahren. Das Thema „Backofen“treibt mich schon eine Weile um. Ich backe seit ca. 8 Jahren Brot, wenn es die Zeit mir erlaubt. Unser AEG Backofen mit Dampffunktion ist jetzt gute 10 Jahre alt. Leider ist die Maximaltemperatur nur 230 Grad. Daher habe ich immer wieder das Gefühl, die Brote würden mit höheren Temperaturen besser werden. Seit einiger Zeit überlegen wir nun diesen Backofen zu tauschen. Deshalb habe ich den Bericht auch sehr interessiert gelesen. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten besteht bei uns leider nicht die Möglichkeit 2 Öfen einzubauen. Daher meine, vielleicht etwas schwierige, Frage: Wie wäre die Wahl ausgefallen, wenn nur die Chance auf einen Backofen bestanden hätte? Der „einfache“ Backofen mit 300 Grad bei dem man ggf. den Dampf über eine Schraubenschale o.ä. erzeugen kann oder der Dampfbackofen, der allerdings auch „nur“ eine Maximal-Temperatur von 250 Grad erreicht? Meistens backe ich Sauerteigbrote, allerdings würde ich mich in der Zukunft auch gerne beim Thema Baguette „einarbeiten“. Für eine persönliche Meinung hierzu wäre ich sehr dankbar, ich weiß, dass ich die Kaufentscheidung letztendlich nach meinen eigenen Prämissen fällen muss. Danke und viele Grüße, Birgit

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    1. brotdoc Beitragsautor

      Wenn nur die Chance auf einen Ofen bestanden hätte, dann wäre die Wahl auf den Dampfofen gefallen. Der braucht die Schwadenwanne nicht mehr und hat auch sonst viele nützliche Funktionen.

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  2. Rosi

    Super. Viel Freude mit den neuen Öfen.

    Ich habe auch einen Siemens Ofen, mit Brotbackeinstellung und ich muss immer aufpassen, dass mir Brot und Semmeln nicht zu dunkel werden. Meistens stelle ich um 20 Grad weniger als angegeben ein und heize auch nicht mehr ganz so lange vor.

    Viele Grüße, Rosi

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    1. Helmut Skarka

      Liebe Home-Bäcker,
      alle die ihrem Ofen bezüglich der Temperatur nicht so recht trauen sollten sich doch einfach ein Backofenthermometer für wenig Geld anschaffen. Dann kann man auf jeden Fall die angezeigte Temperatur mit der vergleichen, die der Ofen gemäß der gewählten Einstellung haben sollte. Oberdrein kann man dann auch mal sehen, was der Ofen im Maximalfall hergibt; wenn ich meinen alten Bosch voll aufdrehe,dann zeigt das Thermometer über 300 Grad an, bei 200 Grad stimmen die Temperaturen (Ofenthermostat und Thermometer weitgehen überein).
      Gutes Backen
      Helmut

      überigens: vorgestern die Schwäbischen Seelen aus dem Buch gebacken: zwar schwieriger Teig, aber phantastisches Ergebnis (Sensationeller Wohlgeschmack), wie auch die Vinschgerl (einfacher Teig).

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  3. Claudia Althaus-Küpper

    Lieber Björn,
    Danke für Deinen ausführlichen Bericht über die Mehle der Foricher Mühle.
    Das T65 der Moulins Bourgeois kenne ich und mag seine Backeigenschaften sehr. Es ist für mich immer herausfordernd, wie viel Wasser der Teig schlussendlich aufnehmen kann.
    Dass aber die Wasseraufnahme für eine tolle Porung nicht Grundvorraussetzung ist, kann man ja deutlich sehen!
    Trotzdem werde ich das Foricher Mehl wohl nicht ausprobieren.
    Ich habe ein großes Problem damit, dass solche Produkte bei eBay angeboten werden, es ist kein Qualitätsmerkmal eines Shops, den Anspruch, den das Mehl hat, dann auf einer solchen Plattform bekannt machen zu wollen.

    https://www.ebay.de/itm/Franzosisches-Baguette-Mehl-von-Foricher-1-kg/143526574908?hash=item216ad9bb3c:g:iSUAAOSwBslePW~H

    Vielleicht hat sich Foricher aber auch den falschen Kooperationspartner gewählt, denn wenn ich mich recht erinnere, ist dieser Shop auch schon mit einer Zusammenarbeit mit den Molini Pizzuti gescheitert.
    Preislich gesehen liegt es auch deutlich über dem Mehl von Bongu

    https://bongu.de/#/Artikel/9/t65-label-rouge-baguettemehl

    Da bleibe ich lieber beim Altbewährten.
    Gratulation zu Deinem neuen Höllenfeuer… und…. sehr geschickt, dass Du Heidi mit Bahar hast sprechen lassen über die neuen Öfen 😎😉😘

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  4. Angelika

    Die Freude über die neuen Öfen ist in dem Bericht spürbar.
    Weiterhin viel Freude damit.
    Seit einem Jahr habe ich auch einen Siemens Backofen und die ersten Brote wurden zu schnell dunkel, so dass ich inzwischen niedrigere Temperaturen und kürzere Zeiten nehme.
    Viele Grüße
    Angelika Sp.

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  5. Peter

    Hallo Björn,
    sehr bekannte und literarisch hinterlegte Erfahrungen mit Göga. Kannstemal und hasteschon. Hasteschon auch ohne kannstemal. Aber wir lieben sie trotzdem oder deswegen.
    Auch unsere Backöfen haben ihre Besonderheiten. Wer sie kennt ist klar im Vorteil. Das Bett hat auch eine größere Oberfläche als die Zudecke und die darunterliegende Person. Wer friert ist selber schuld (grins).
    Unterschiedliche Mehle, unterschiedliche Prozedere und unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Die Böden, worauf das Getreide wächst entscheidet über die Qualität. Ideologen oder Missionare nicht. Dann kommt die Mischung durch den Mehlmeister.
    Zum Schluss kommen in Germanien die Profibäcker und die Hobbybäcker. Wenn sie aus den vielen Mittel und grenzenlosen Möglichkeiten etwas sinnvolles und geschmackvolles machen freuen sich die Verwerter.
    Wir sind dabei. Besonders wenn es etwas schönes zum Lesen gibt.

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  6. olesja yalcin

    Hallo Bjorn, kannst du bitte näher beschreiben woher der Dampf im Ofen kommt?,wie schwadet man?, per Knopfdruck? Danke

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    1. brotdoc Beitragsautor

      Der Ofen hat einen 1 Liter-Wassertank hinter der Blende, der entnehmbar ist. Aus diesem speist sich der Dampfgenerator, der sowohl während Ober-/Unterhitze, Heißluft usw. dampfen kann in drei Stufen. Und dann kann der Ofen auch als Dampfgarer fungieren, um Speisen zuzubereiten. Dafür ist er besonders dicht. Wenn ich schwaden will, aktiviere ich die Dampffunktion auf dem Display und regle auf starke Dampfzufuhr. Das reicht völlig aus, zusätzliches Schwaden ist überflüssig.

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      1. Stefan

        Hi Björn,
        die Technik klingt 1:1 wie jene meines ehemaligen Neff Dampfbackofens – gibt es da nicht eine Konzetnverwandschaft?Ich hoffe, Du hast länger Freude daran als wir. Nach 2 1/2 Jahren begannen die Macken, zuerst im Dampfsystem. Nach ca. 6 Jahren (davon 3,5 mit Brot backen) führte das Ende des Heißluftventilators zum Totalschaden.
        VG aus Berlin, Stefan

      2. brotdoc Beitragsautor

        Ich weiß, dass Miele den besten Ruf im Hinblick auf die Langzeithaltbarkeit hat. Kann das auch für Waschmaschinen und Spülmaschinen bestätigen. Mit meinem Ofen hatte ich allerdings Pech, oder war zu früh dran. 2011 hatten sich Miele und andere Hersteller noch nicht auf die Hobbybrotbäcker eingeschossen.

  7. Stefanie

    Ein neuer Backofen ist immer was feines, herzlichen Glückwunsch! Und wie gut, dass die XX-Trägerin ein Küchenupdate braucht 😀
    Bei mir tut seit 5,5 Jahren auch ein Siemensofen seinen Dienst, und ich bin mit ihm sehr zufrieden. Er ist zwar kein Dampfofen, aber kann aber „Hydrobacken“, d.h. er ist dampfdicht. Mit mäßigen Schwaden erzielt man da auch wirklich gute Ergebnisse. Bei den Temperaturen habe ich keine Probleme mit „zu heiß“, aber das kann ja auch Serienbedingt sein.

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    1. Stefanie

      Wobei mir gerade eingefallen ist: Verwendest du noch den Backstahl? Dann kann es auch helfen, den Stahl eine Etage höher einzuschieben. Schmaott muss ich ganz unten einschieben für ein gutes Ergebnis, Stahl ein bis zwei Etagen höher, sonst habe ich da auch etwas dunkle Böden.

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  8. Gyrit

    Mit viel Herzblut geschrieben, deine Begeisterung ist für uns Leser nachvollziehbar.
    Den Test hat er offensichtlich bestanden👌🏻 viel Freude und möge dir JEDES Baguette weiterhin gelingen.
    Und herzliche Gratulation zu deiner weisen Herzdame❤️

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  9. limette

    Hallo Björn,
    ebenfalls beste Glückwünsche zum neuen Ofen! 🙂
    Die dunkle Sohle kann auch an der Auflagefläche liegen., d.h. seitdem ich eine Schamotte-Platte nutze, passiert das nicht mehr (ich backe ebenfalls in einem Siemens-300°C-Basismodell und heize immer mit 300°C vor).
    Liebe Grüße, limette

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  10. Regine

    Hallo Björn,
    ich liebe nicht nur deine wunderbaren Rezepte sondern auch deine humorvollen Geschichten aus deinem Alltag…..UND, daß du uns auch teilhaben läßt, wenn mal was daneben geht, bzw. nicht so läuft, wie von dir geplant. Danke dafür.
    Mein Ofen ist alt, besondere Mehle habe ich auch wenige, trotzdem stehen dank deiner Rezepte immer leckere Brote auf dem Tisch.
    Ich werde versuchen das La Corde Brot mit Ruchmehl zu backen. Mal sehen.
    Weiter viel Freude an eurer neuen Küche und den Öfen :-))
    Grüße aus dem Allgäu
    Regine

    Antworten
  11. Jürgen

    Hallo Björn,
    Ist die Dampffunktion zeitlich limitierbar, also z.B. nur in den ersten 10 min aktiv oder während der gesamten Backgeit aktiv. In den meisten Rezepten wird der Dampf nach einer relativ kurzen Zeit abgelassen. Wie macht das der neue Siemens?

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    1. brotdoc Beitragsautor

      Nein der Dampf kann punktgenau ein und ausgestellt werden, und das in drei Intensitäten (schwach, mittel, stark). Das ist es, was mich an dem Ofen fasziniert hat. Ablassen musst Du den Dampf von Hand, also Ofentür auf und rauslassen.

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      1. brotdoc Beitragsautor

        Freue mich sehr, dass es Dir gefällt. Auch ich backe das Rezept seither alle 2 Wochenenden.

  12. Elisabeth St

    Ich habe mich doch schon immer gewundert, dass bei soviel Backfreude kein besonderer Ofen vorhanden ist. Viel Backspaß damit! Mein vier! Jahre alter Backofen hat die Elektronik geschmissen. Und da mich das Dampfen genervt hat ist der Neue ein Bosch mit Dampffunktion. (baugleich mit Siemens aber ohne Internetanbindung und Sensor) Ist für gut 900.-€ (statt 1.700.-) zu haben. Letzte Woche eingebaut und ich bin ebenso begeistert! Serra Pane und Dinkelseelen sind mit der Dampffunktion super geworden. Morgen sind Brezen dran. Vielen Dank güe die tollen Rezepte! LG Elisabeth

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    1. brotdoc Beitragsautor

      Ich versuche halt, mit dem was ich habe das Meiste zu erreichen. Zuletzt hat es mich aber einfach genervt, dass so manche Backergebnisse hinter den Erwartungen zurückblieben und ich keine Erklärung dafür hatte.

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  13. Friederike Jakschik

    Hallo Björn, ich plane auch gerade die Anschaffung eines neuen Backofens. Kann man mit deinem sous vide garen und was sprach gegen einen Miele Dampfbackofen?

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Gegen den Miele sprach schlicht gar nichts außer der Preis. Ich bin ein großer Fan von Miele, doch wir haben im letzten Jahr gebaut und müssen etwas aufs Geld schauen. Kam hinzu, dass der Siemens wirklich gute Ergebnisse lieferte in unserem Kurs in Soest.

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  14. Annika May

    Hallo, einen wunderschönen guten Morgen allerseits,

    ich bin noch ein absoluter Neuling und taste mich so langsam an die Geheimnisse des „richtigen“ Brotbackens heran. Es bringt so viel Spaß.
    Nun ist es so, dass wir auch einen neuen Dampfbackofen von Neff angeschafft haben, der auch die Funktion „Gärstufe 1 und Gärstufe 2“ besitzt, also Stock und Stückgare. Hier wird mit viel Dampf gearbeitet.
    Meine Frage, ist diese Funktion geeignet? Es geht über 30 Minuten und das Brot bläst sich in der Zeit extrem auf, aber ich finde, es ist etwas zu viel. Bei den Rezepten mit langer Gare habe ich mich da nicht heran getraut, sonder bin den herkömmlichen Weg nach Rezept gegangen.

    Danke für euren Erfahrungsbericht, ach ja und Glückwunsch zu der neuen Errungenschaft und einen riesen Dank für diesen Blog und die tollen super erklärten Rezepte.

    Lieben Gruß
    Annika

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Ich denke nicht, dass das gut ist. Schon alleine die Tatsache, dass Du während der Stückgare nicht vorheizen kannst, würde mich davon abhalten, die Funktion zu nutzen. Es sei denn, ich hätte einen zweiten Ofen. Vielleicht ist das aber etwas für Fälle, wo Du die Stockgare beschleunigen möchtest.

      Antworten
  15. Michael

    Hallo,

    @ Elisabeth St : Welche Bezeichnung hat bitte der Backofen mit DAmpffunktion von Bosch?

    Vielen Dank und Gruß
    Michael

    Antworten
  16. Sabine H.

    Hallo Björn,
    erst mal vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag, der mich aus folgendem Grund ganz besonders interessiert. (An dieser Stelle sorry für den langen Kommentar.)

    Ich backe seit ca. 10 Jahren Brot, bin begeisterter Fan deines Blogs und besitze seit Ende 2018 den gleichen Dampfbackofen (HS658GXS6). Ein prima Ofen. Beste Backergebnisse. Toll!
    ABER- was mich extrem stört ist, dass sich keine eigenen Programmabläufe programmieren lassen. (Miele kann das schon lange.)
    Da meine Mann als Elktroingenieur bei Siemens arbeitet, meinte er ich solle mich direkt an den Support wenden. Dies tat ich und bekam auch eine Antwort. Es handele sich um einen sehr guten Vorschlag und die Idee der Programmierung wurde an die Entwicklungsabteilung weitergeleitet. Bis jetzt ohne Ergebnis.
    Jetzt kommt meine große Bitte an dich:
    Ich bin leider nur ein „kleine Rädchen im Getriebe“. Du als bekannter „Backprofi“ hast sicherlich mehr Einfluss wie ich und könntest bestimmt einiges bei Siemens bewirken:)

    Technisch ist es kein Problem diese Software-Bedienung in der sowieso vorhandenen Home- connect-App zu integrieren. Wenn du die Entwicklung der eigenen Programmierung „anstupsen“ könntest, würdest du sicher allen Backbegeisterten, deiner „Fangruppe“ und nicht zuletzt dir selbst eine riesigen Gefallen tun. Denn dann wäre dieser Herd perfekt.

    Danke für deine Zeit
    Viele Grüße Sabine

    Zur Info meine Mail an den Siemens Support:
    Home connect app/ Beanstandung/ Bitte um Möglichkeit Abläufe selber zu programmieren

    ….ich nutze einen HS658GXS6 Dampfbackofen vor allen Dingen für Brot und Brötchen. Ich habe mich beim Kauf nicht für einen Miele Dampfgarer DGC 7540 entschieden, da er nur eine Maximaltemperatur bis 225° erreicht.

    Vielleicht ein Fehler.
    Mit der home connect app kann ich zwar Gerichte auswählen, aber die genauen Abläufe nicht einsehen. Mit der App kann ich Temperatur ect. ändern aber keine Abläufe programmieren z.B. für ein Roggenbrot:
    5min Ober/Unterhitze 250° Dampf stark,
    5 min Dampf aus, 30min 220°, 30min 190°, 5 min Dörren (die einzige Möglichkeit für eine rösche Kruste den Dampf aus dem Herd zu bekommen).
    Alles muss jedes mal händisch geändert werden! Alle paar Minuten muss man app oder Herd bedienen. Für o.g. Brot 5mal!!

    Abläufe selbst zu programmieren und wieder abzurufen wäre extrem hilfreich und ein Verkaufsargument. Dies ist bei Miele längst möglich (bis zu 20 eigene Programme mit 9 Garschritten können hier gespeichert werden). Mein siemens-Dampfbackofen an und für sich backt sehr gut, aber die Bedienung ist nicht zeitgemäß!
    Aufgrund der Bedienung würde ich mich jetzt für einen Miele entscheiden.

    Ich denke siemens ist ein innovatives Unternehmen und es dürfte kein Problem darstellen eine entsprechende Software für die app nachzuliefern. Ich hoffe auf eine positive Bearbeitung meiner Beanstandung…..

    Antworten
    1. brotdoc Beitragsautor

      Interessanter Vorschlag. In der kommenden Woche habe ich erst einmal ein Telefonat mit Miele. Mal sehen, was dabei herauskommt.

      Antworten
  17. Pingback: Pain des Gaults | der brotdoc

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