Würzige Sesamkruste

Dieses Brot ist eine weitere Variante des 50/50-Mischbrotes, die wir sehr schmackhaft finden. Es ist toll, mit welch winzigen Abwandlungen man aus diesem kräftigen Landbrot immer wieder andere Brote zaubern kann.

Sauerteig:
250 g feines Roggenvollkornschrot
250 g Wasser
25 g Roggen-Anstellgut
Gut vermischen und 12 Stunden gehen lassen.

Quellstück:
250 g feines Roggenvollkornschrot
250 g Wasser
3 g Salz
Gut vermischen und 12 Stunden bei Raumtemperatur quellen lassen.

Hauptteig TA 170:
Sauerteig
Quellstück
500 g Weizenmehl 1050
200 g Wasser
17 g Salz
5 g Hefe
1 EL Sesamöl
1 TL Brotgewürz

Alle Zutaten gut verkneten, bis sich Glutenentwicklung beobachten läßt (ca. 7-10 Minuten). Dann in der Rührschüssel 45 Minuten gehen lassen. Auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, zusammenstoßen und rundwirken. Mit Wasser bestreichen und mit reichlich Sesam von allen Seiten bestreuen, mit den Händen etwas andrücken. Dann mit dem Schluß nach oben in ein großes Gärkörbchen geben und 60 Minuten zur Endgare stellen.
Einschneiden, in den vorgeheizten Ofen bei 250° einschießen und gut schwaden. Nach 10 Minuten auf 210° reduzieren und kräftig ausbacken (ca. 60-70 Min.), wenn der Sesam zu viel Farbe bekommt, auf 200° reduzieren.
Das Brot schmeckt durch den Roggensauerteig und das Vollkornschrot kernig-kräftig, wunderbar untermalt vom Sesamaroma und dem Brotgewürz.

Ein kernig-kräftiges Vollkornmischbrot

Die Krume ist schön offenporig und saftig, von würzigem Aroma

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14 Kommentare
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1. Januar 2012 18:17

Hi Björn,
bei Sesam können wir nicht widerstehen – dein Rezept kam mir da gerade recht!
Das Brot, ganz leicht abgewandelt da ich nicht die passenden Zutaten im Haus hatte, ist sehr lecker und wird es bald wieder geben.

1. Januar 2012 19:37
Antwort auf  Amboss

Vielen Dank! Das Sesam passt gut zu dem kräftigeren Brotgeschmack des Mischbrotes. Das wird hier sicher öfter gebacken.

3. Januar 2012 21:11

Ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Das Rezept werde ich mal demnächst im Steinofen ausprobieren, es sieht sehr lecker aus!
Herzliche Grüße sendet Micha – Der Brotbaecker

Katinka
10. Januar 2012 10:20

Hallo Björn,

es war/ist so lecker ! Werde ich auf jeden Fall öfter backen. Danke für das tolle gelingsichere Rezept.

Liebe Grüße Katinka

10. Januar 2012 12:14
Antwort auf  Katinka

Vielen Dank Katinka, es ist Dir ja auch sehr gut gelungen.

Doris Anschütz
7. Januar 2013 10:52

Hallo,
wie beschwaden Sie Ihr Brot? Habe gerade einen Backstein zerlegt.
Welchen Stein benutzen Sie? Ihre Rezepte sind toll, unsere Familie ist begeistert.
Vielen Dank
Doris

7. Januar 2013 11:03
Antwort auf  Doris Anschütz

Hallo Doris,
mit dem Schwaden habe ich eine praktikable und einfache Lösung gefunden: ich stelle eine Blechwanne (z.B. eine einfache Auflaufwanne), die mit Lavasteinen (Gasgrill-Zubehör) gefüllt ist, auf den Ofenboden und heize die mit auf. Da kommen dann 300 ml heißes Wasser direkt am Anfang des Backens hinein, das gibt einen ordentlichen Dampf. Nach 10 Minuten sind die 300 ml dann komplett verdampft und die Schüssel kann wieder rausgenommen werden. Mein Ofen kann zwar auch schwaden, aber das ist mir persönlich zu wenig Dampf.
Auch mein Stein ist sehr einfach: eine dicke 40 x 40 cm Granitplatte aus dem Baumarkt, die auf einem alten Ofenrost liegt und meist im untersten oder zweituntersten Einschub des Ofens hängt.

Doris
7. Januar 2013 17:12
Antwort auf  brotdoc

Hallo Björn,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Habe gestern meinen Backstein „Bosch“ geschrottet. Der Stein hat einen langen Riss, wahrscheinlich von meinem Einsprühen sobald das Brot im Ofen ist. Ist eine sehr teure Sache mit dem Backstein. Deshalb wollte ich einmal Ihren Tipp wissen.
Die Saat-Ecken sind wirklich eine Wucht. Es ist mittlerweile echt ein Hammer was die Bäckereien für Preise haben, besonders die Saat-Ecken. Unsere Kinder waren einfach nur begeistert, dass sie nun endlich wieder ihre Lieblingsbrötchen bekommen.
Einen schöne Abend
Grüße aus Cappenberg
Doris

14. Dezember 2013 15:07

So, gerade aus dem Ofen gezogen. Sieht lecker aus. Mein erkältungsvernebeltes Hirn hat das gestern Abend mit dem Quellstück nicht gesehen und so musste ich spontan ein Kochstück machen. Das Öl musste ich gegen Tahin tauschen. Bild und Anschnittsfoto gibt es dann morgen im Brothackforum. Total lieben Dank für Deine tollen Rezepte

Kathi
2. Dezember 2015 09:05

Lecker! Ich hatte leider nur mittel-grobes Roggenschrot da und musste mit Vollkornmehl strecken. Aber es war trotzdem ein sehr leckeres Brot. Selbst mein Freund, der Vollkorn nicht wirklich verträgt, fand es lecker und bekömmlich.

Inke
17. Januar 2016 14:40

Endlich gebacken und für sehr lecker befunden. Es funktionierte mit dem mittleren Schrot sehr gut, ich habe noch etwas Sesammus hineingetan. Der Teig ließ sich sehr gut bearbeiten. Das Brot hatte einen tollen Querschnitt.
Vielen Dank für das Rezept, das ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken habe.
Inke

1. Februar 2016 16:58

Hallo Björn,
ich hätte gerne ein totales Vollwertbrot 50/50 ! Es kann 1 KG oder auch mehr haben. Was soll ich hier abändern? Dann soll es im Holzofen gebacken werden.

2. Februar 2016 07:48

Du müsstest das Weizenmehl 1050 gegen Weizenvollkornmehl ersetzen und mehr Wasser zum Hauptteig geben. Fürs erste würde ich die Teigausbeute auf 175 – 178 anheben, weil ich nicht weiß, eine wie gute Teigstruktur sich mit dem Vollkornmehl aufbauen wird. Wenn der Teig mit 178 noch zu fest ist, dann kannst Du möglicherweise vorsichtig noch mehr zugeben. Im Holzofen mußt Du aufpassen mit den Saaten, ist er noch zu heiß, dann können diese schnell verbrennen.

11. Februar 2016 21:39
Antwort auf  brotdoc

Lieben Dank für deine Erklärung! Ulla