Ich muss noch mal auf das Knäckebrot von vor ein paar Wochen zurückkommen. Dieses Rezept hat unsere tägliche Ernährung ziemlich umgeschmissen. Insbesondere meine liebe Gattin, aber auch eine Menge anderer Menschen können nicht mehr genug davon bekommen. Seit der Rückkehr aus Norwegen habe ich dieses Knäckebrot mindestens einmal pro Woche gebacken, wenn nicht manchmal mehrmals wöchentlich.
Bei uns ist der Sommer insgesamt relativ ruhig verlaufen. Aus verschiedenen Gründen haben wir die Ferienzeit komplett zuhause verbracht und gearbeitet. Den Kätzchen und dem Hund hat das gut gefallen, da sie sehr viel Zeit draußen verbringen konnten. Im Sommer können auch wir die landschaftliche Schönheit und Ausgewogenheit des Münsterlandes am angenehmsten auskosten. Vor ein paar Tagen bin ich 52 Jahre alt geworden und bekam eine köstliche Kirschtorte von meiner Liebsten gebacken.




Wieder zurück zum Knäcke: es ergab sich die Gelegenheit, mit Michaela vom Brotkongress neue Videos aufzunehmen. Da es bei den Videos um protein-angereicherte Brote ging lag es nahe, das Knäckebrot als Rezept vorzuschlagen. Das Video findet ihr unter dem Rezept.
Immerhin enthält das Knäcke neben einer großen Menge an Ballaststoffen an die 20 Prozent Protein auf 100 g Trockenmasse. Damit erfüllt es zwar die Kriterien eines „Eiweissbrotes“ nicht ganz (es fehlen 2 Prozent), aber ich kann bestätigen dass der Genuss des Knäckebrotes sich auf meinen eigenen Blutzuckerspiegel sehr positiv auswirkt.

Aber nicht nur das: dieses Knäckebrot hält deutlich länger satt als „normales“ Frühstücksbrot. Es liefert zudem viele wichtige Aminosäuren, Vitamine und Fette. Und ihr erreicht mit regelmäßigem Genuss noch etwas. Helmut Kohl sagte mal so schön: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt“, und er meinte das ganz sicher nicht in dem Bezug, auf den ich gerade anspiele. Jedenfalls klappt auch die Verdauung nun viel besser. Auch das zeigt der Selbstversuch und Berichte der Familienmitglieder und von Bekannten. Das macht dieses Knäckebrot zu einem Allround-Powerfood, mit dem ihr mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen könnt.
Hanfsamen findet ihr übrigens inzwischen in vielen gut sortierten Supermärkten in der Bio-Abteilung oder bei den Saaten. Wenn ihr sie nicht bekommen könnt tauscht sie gegen andere Saaten aus.
Deluxe-Knäcke
Zutaten
- 700 g Wasser
- 180 g Haferflocken grob
- 180 g Sonnenblumenkerne
- 130 g Leinsamenschrot
- 80 g Sesam
- 50 g Hanfsamen geschält alternativ: Pinienkerne oder Kürbiskerne
- 50 g Bananenchips fein gemahlen
- 20 g Flohsamenschalen
- 12 g Salz
- 12 g Pflanzenöl
Anleitungen
- Die Zutaten in der Knetmaschine 2 bis 3 Minuten gründlich verrühren.
- Die Masse 10 Minuten quellen lassen.
- Jeweils die Hälfte der Masse auf einem Backblech mit Backpapier dünn verstreichen. Die Dicke sollte maximal 5 mm betragen, sonst dauert das Backen zu lange.
- Den Ofen auf 190 °C Heißluft oder Umluft vorheizen.
- Je nach Wunsch Saaten auf der Oberfläche der Masse verstreuen.
- Die beiden Bleche in den Ofen schieben und etwa 15 Minuten backen.
- Die Bleche herausnehmen und mit einer Teigkarte oder einem Pizzaroller rechteckige Scheiben der Maße 8 x 10 cm abteilen.
- Die Bleche wieder in den Ofen geben und bei 140 °C vollständig trockenbacken. Das kann durchaus 2 Stunden dauern je nach Dicke der Scheiben. Gegen Ende auf Sicht backen damit die Brote nicht zu dunkel werden.
- Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und die einzelnen Scheiben von der Platte abbrechen. Auf einem Rost gut auskühlen lassen.
- Knäckebrot sollte trocken gelagert werden damit es nicht wieder Luftfeuchtigkeit ziehen kann.


Wenn schon Banane würde ich lieber frische statt der getrockneten Chips verwenden. Da vollreife Bananen rund 1/3 Trockensubstanz haben müsste man doch 150 g Bananen verwenden können und beim Wasser 100g reduzieren. Was meinst du dazu
Habe ich noch nicht probiert und kann Dir leider nichts dazu sagen, wie es sich auf die Teigkonsistenz auswirkt. Aber grundsätzlich spricht nichts dagegen. Wenn Du es probierst gib bitte mal Rückmeldung ob es funktioniert hat.
Das hat völlig problemlos geklappt. Anstelle der berechneten minus 100 g Wasser habe ich sogar 150 g weniger verwendet. Die vollreifen Bananen habe ich in diesem Wasser einfach püriert. Dazu kommen dann die anderen Zutaten, wie im Rezept angegeben. Der Teig hatte eine ähnliche Konsistenz wie im Video und ließ sich gut verstreichen.
Warum überhaupt die Bananen, egal in welcher Form? Hat das geschmackliche Gründe oder ist sie gut für die Bindung?
Das ist bei mir manchmal so :-). Ich probiere Dinge aus und wenn sie funktionieren und lecker schmecken dann poste ich das Rezept. Die Banane hat hier keine backtechnische Funktion. Sie dient nur der Süße und geschmacklicher Untermalung. Deswegen habe ich im Rezept Alternativen angegeben.
Danke für die schnelle Reaktion, allerdings, die Alternativen kann ich nur bei den Hanfsamen lesen und die habe ich. Ich wäre dir dankbar, wenn du mir die Alternativen zu den Bananenchips nennen könntest.
Vielen Dank Ulrike