Alpenroggenbrot II

Rezept Nr. 2 wird nun fast rein aus Alpenroggenmehl hergestellt. Lediglich das Altbrot-/Malzflockenquellstück bringt etwas Weizen hinein, was aber backtechnisch nicht ins Gewicht fällt. Der Teig ist etwas fester als der vom Alpenroggenbrot I und läßt sich hervorragend formen und freigeschoben backen. Geschmacklich ist auch dieses Brot Weltklasse. Selbst unsere kleinen Weißbrot-Fetischisten kamen nicht umhin, das anzuerkennen.

Alp1

Sauerteig:
320 g Alpenroggenmehl (alternativ: Roggenmehl 1370)
320 g Wasser (45-50°C)
32 g Roggenanstellgut
Gründlich zu einer homogenen Masse verrühren, abdecken und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Brotaroma:
80 g geröstetes und gemahlenes Altbrot
30 g Roggenmalzflocken (kann auch durch weitere 30 g Altbrot ersetzt werden)
210 g Wasser (35-40°)
Verrühren und 30 Minuten quellen lassen. Die Masse sollte fest aber feucht sein. Wenn hier noch freies Wasser sichtbar ist, muß ggf. die Schüttwassermenge im Hauptteig reduziert werden.

Hauptteig:
Sauerteig, Brotaroma
380 g Alpenroggenmehl (alternativ: Roggenmehl 1370)
120 g Wasser
16 g Salz
6 g Frischhefe
24 g Honig

Die Zutaten in den Kneter geben und 8-9 Minuten bei langsamer Knetstufe langsam verkneten. Dabei gelegentlich den Teig vom Rand lösen, damit alle Anteile gleichmäßig eingeknetet sind.
Die Knetschüssel abdecken und den Teig 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und auch die Rückseite des Teiges gut mit Mehl bestäuben. Zu einem länglichen Laib formen, dabei darauf achten, daß sich ein etwas gewundener Schluß bildet.
Mit dem Schluß nach unten im Gärkörbchen 70-80 Minuten reifen lassen (knappe Gare). Derweil den Ofen auf 240° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Brot auf eine Einschießer stürzen, so daß der Schluß nach oben kommt. Den Schluß etwas aufreißen lassen und das Brot dann sofort einschießen. Erst nach 2 Minuten schwaden und die Temperatur auf 210° reduzieren. Das Brot gut 60 Minuten abbacken, es sollte eine kräftig dunkelbraune Kruste bekommen.
Vor dem Anschneiden gut auskühlen lassen.

Alp2

Doppeltes Hafer-Nuss-Brot

Seit einiger Zeit habe ich mich wieder mit Hafer beschäftigt. Hafer ist ein Getreide, dessen Backfähigkeit mit etwas Understatement als nicht so gut bezeichnet werden kann. Neben dem fehlenden Kleber enthält Hafer sogar Inhaltsstoffe, die eine bestehendes Gluten-Teiggerüst stören können. Würde er nicht so gut schmecken, gäbe es also eigentlich keinen Grund, ihn zu verwenden.
Hafer sollte aus den oben genannten Gründen möglichst spät als gequollene Flocken oder als gekochte Körner zum Teig gegeben werden, wenn dieser schon ein gutes Gerüst ausgebildet hat. Beim vorliegenden Rezept habe ich die Körner sogar vorher geröstet, was das Aroma noch verstärkt. Ein leckeres Brot mit etwas feinporigerer wattiger Krume, durch die gemahlenen Haselnüsse sehr apart.

Hafer1

Vorteig:
400 g Weizenmehl 550
400 g Wasser
0,4 g Hefe
Hefe auflösen und das Mehl gründlich unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Den Vorteig 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hafer-Kochstück:
125 g Haferkörner
400 g Wasser (kochend)
Prise Salz
Die Haferkörner erst im Topf braun rösten. Das Wasser darübergießen und den Topf auf dem Herd bei mittlerer Flamme etwa 15 Minuten simmern lassen. Diese Zeit reicht, damit die Haferkörner bißfest sind. Weicher sollten sie nicht werden, sonst werden sie beim Einkneten zerdrückt. Komplett auskühlen lassen und dann gut abtropfen

Hauptteig:

Vorteig
445 g Wasser (kalt)
800 g Weizenmehl 550
60 g Weizenanstellgut aus dem Kühlschrank
100 g gemahlene Haselnüsse
26 g Salz
10 g Hefe
26 g Honig
Hafer-Kochstück (gut abgetropft)

Zunächst alle Zutaten außer des Hafer-Kochstücks bei langsamer Knetstufe 5 Minuten verkneten. Auf schnelle Knetstufe schalten und 6-7 Minuten kneten, bis sich der Teig fast vollständig von der Schüssel löst.
Das Hafer-Kochstück zugeben und langsam in den Teig einkneten. Er wird sich nicht mehr komplett von der Schüssel lösen.
In eine Teigwanne geben und von allen Seiten strecken und falten. Die Wanne abdecken und für 12 Stunden in den Kühlschrank bei 5°C stellen.
Am Backtag den Ofen gut auf 250°C aufheizen. Den Teig auf die Arbeitsfläche kippen und gut bemehlen. In 2 Teile teilen und diese ohne viel Druck in runde Form bringen (alle vier Ecken einklappen, umdrehen und dann mit der Teigkarte rund schieben, s. Video).

Mit Wasser besprühen und in einer Schüssel mit Haferflocken wälzen. Mit dem Schluß unten zusammen auf den Einschießer setzen, so daß sich die Teiglinge berühren. 5-10 Minuten ruhen lassen, einschneiden und dann sofort einschießen. Gut schwaden und die Temperatur auf 210°C reduzieren. Gesamte Backzeit etwa 60 Minuten.

Hafer3

Hafer4

Alpenroggenbrot I

Wahrscheinlich bin ich einer der letzten, der das Alpenroggenmehl von bongu testet. Was nicht unbedingt daran liegt, daß es mich nicht interessiert hätte. Doch bei der letzten Bestellung hatte ich es vergessen und dann verging fast ein Vierteljahr, bis ich die reichhaltigen Vorräte an französischen Mehlen aufgebraucht hatte. Seit Donnerstag habe ich es im Hause und heute war der erste Backversuch fällig.

Alpenroggen1

Alpenroggen ist eine dunkle Roggenmehlmischung, die der Legende nach in einer kalten sternklaren oberbayerischen Nacht entstanden ist im Zusammenwirken von Lutz Geißler, Manfred Schellin und Müllerin Monika Drax. Ziel war ein Roggenmehl, das sowohl großartiges Roggenaroma liefert, viel Wasserbindung hat und trotzdem ein großes Brotvolumen ermöglicht. Als Besonderheit enthält es den in Deutschland weitgehend unbekannten Schwarzroggen.

Ein wenig habe ich mit meinem Rezept schon ausgetretene Wege beschritten, doch das Ergebnis ist so erstaunlich gut, daß ich daran nichts mehr zu verbessern wüsste.

Alpenroggen3

 

Sauerteig
280 g Roggenvollkornmehl
280 g Wasser (45°C)
30 g Roggenanstellgut
3 g Salz
Gründlich verrühren, bei warmer Temperatur (um die 30°) abfallend auf Raumtemperatur für 12 Stunden reifen lassen.

Altbrot
100 g Altbrot fein gemahlen
200 g Wasser
Gut verrühren und 30 Minuten quellen lassen.

Hauptteig
Sauerteig, Altbrot
420 g Alpenroggenmehl (Alternative: Roggenmehl 1370)
200 g Weizenmehl 1050
360 g Wasser (25-30°C)
25 g Honig
17 g Salz
9 g Hefe

Alle Zutaten 9 Minuten im Kneter vermischen bei langsamer Geschwindigkeit. Wenn Roggenmehl 1370 verwendet wird, würde ich die Schüttwassermenge auf 340 g verringern. 45 Minuten Teigruhe geben.
Auf der bemehlten Arbeitsfläche rund formen in der Weise, daß auf der Unterseite am Teiglingsschluß viele Falten enstehen. Mit dem Schluß nach unten im bemehlten Gärkörbchen 70 Minuten bei Raumtemperatur reifen lassen.
Den Ofen auf 240°C bei Ober-/Unterhitze gut vorheizen, Backstein empfehlenswert. Auf den Einschießer stürzen, kurz (etwa 1 Minute) die Falten aufgehen lassen und sofort in den Ofen einschießen. 2 Minuten ohne Schwaden backen, bis sich die Teiglingshaut gut stabilisiert hat und weitere Risse entstanden sind. Einen Schwadenstoß geben. Das Brot 10 Minuten lang bei 240°C anbacken und dann auf 215°C reduzieren. Auf diese Weise reduziert sich die Backzeit für dieses stattliche Brot auf 60 Minuten, was für eine aromatische, knusprige Kruste und eine wirklich saftige Krume sorgt.
Brot vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen.

 

Alpenroggen2

Vollkorn-Pide

Die Gesundheit mal wieder… sie läßt mich halt nicht los. Von Berufs wegen.
Jedenfalls juckte es mir in den Fingern, im Rahmen meiner Pide-Bäckerei auch für die Vollkorn-Liebhaber ein Rezept zu machen. Es unterscheidet sich kaum vom Weißbrot-Piderezept, enthält aber etwas Olivenöl und natürlich mehr Schüttwasser. Die Krume wird selbstredend etwas weniger locker, aber dafür umso aromatischer und kerniger. Durchaus eine Alternative!

Vollk2

Menge für 3 Pide-Brote länglich-oval

Vorteig:
300 g Weizenvollkornmehl
300 g Wasser
0,3 g Hefe (ein erbsgroßes Stück)
Gründlich verrühren und abgedeckt 12 Stunden reifen lassen.

Hauptteig:
Vorteig
900 g Weizenvollkornmehl
510 g Wasser kalt (+ 160 g Wasser kalt)
12 g Olivenöl
24 g Salz
10 g Hefe

Alle Zutaten außer Salz und Hefe in den Kneter geben. 160 g Wasser zurückhalten. Den Teig 3 Minuten langsam ankneten und sodann 30 Minuten ruhen lassen.
Salz und Hefe zugeben und 3 Minuten langsam unterkneten, den Kneter weiter laufen lassen. Dann beginnen, schluckweise das zusätzliche Wasser einzukneten, bis es vom Teig aufgenommen wurde. Das kann bis zu 12 Minuten dauern, deshalb sollte das Schüttwasser schön kalt sein. Zum Schluß 2-3 Minuten auf zweite Knetstufe stellen, bis sich der Teig weitestgehend von der Schüssel löst. Die Teigtemperatur sollte 26-27°C nicht übersteigen.
In eine Teigwanne geben und 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Ein mal strecken und falten und die Teigwanne sodann verschlossen für 12-24 Stunden im Kühlschrank bei 5°C lagern.
Die Zubereitung ist dann denkbar einfach. Den Ofen mit Backstein gut und gründlich auf 280°C vorheizen.
Die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Teig darauf auskippen und vorsichtig die gröbsten Gärblasen herausdrücken. Nach Augenmaß in 3 gleiche Teile teilen und jedes der Teile grob langwirken.
Die Teiglinge abdecken. Nach 15-20 Minuten kann der erste Teigling geformt werden: Mit dem Rollholz wird er oval-länglich ausgerollt bis auf eine Dicke von ca. 1 cm.
Hat er die gewünschte Größe erlangt, wird der Teigling auf einen Einschießer mit Backpapier gelegt. Mit den Fingerspitzen beider Händen je nach gewünschtem Muster tiefe Eindrücke/Löcher in die Oberfläche drücken, gut mit Wasser besprühen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen. Dann sofort auf den heißen Backstein einschießen und gut schwaden. Die Brote bei konstant 280° in 15-20 Minuten ausbacken, so bekommen sie eine dünne und dennoch kräftig gefärbte aromatische Kruste und bleiben innen weich und saftig. Nach derselben Art nacheinander die anderen beiden Brote abbacken.

Vollk1

Laugen-Snäckis

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Hier in Haltern kennt sie jedes Kind: die kleinen Laugenkonfekte, die angefangen von GEIPING inzwischen in den meisten Bäckereien zu haben sind. Auf kaum einem Wandertag, auf kaum einem Kindergeburtstag fehlen diese leckeren kleinen Laugensnacks. Würzig-salzig stillen sie jeden kleinen Hunger zwischendurch.
Morgen ist so ein Wandertag in der Grundschule. Der Wunsch meiner Tochter war: Laugenkonfekt. Also ran an die Arbeit. Ich hatte natürlich heute morgen im Streß den Vorteig vergessen. Deshalb musste auf Anstellgut aus dem Kühlschrank zurückgegriffen werden. Von Dietmar noch mit der Info versorgt, daß die Temperatur der Lauge am besten auf 30°C eingestellt werden sollte, ging es los.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden – mal sehen, wie es morgen die 1c sieht…

Snäckis3

Menge für 2-3 Bleche mit Laugenkonfekten (in Klammern halbiert)

Hauptteig:
1000 (500) g Weizenmehl Typ 550
560 (280) g Wasser kalt
70 (35) g Weizensauerteig aus dem Kühlschrank
23 (11) g Salz
12 (6) g Frischhefe
40 (20) g Butter

Lauge:
1000 g Wasser 30°C
40 g Laugenperlen
Die Laugenperlen in das Wasser streuen und vorsichtig umrühren, bis sie ganz aufgelöst sind. VORSICHT: Die entstandene 4-prozentige Lauge ist gefährlich! Bitte immer Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille und eine Schürze tragen! Sie kann ungeeignete Materialien angreifen und wirkt auf der Haut koagulierend, was Verletzungen nach sich ziehen kann.

Teigbereitung:
Alle Zutaten im Kneter bei langsamer Geschwindigkeit zu einem festen, glatten Teig verkneten. Dauer ca. 8-10 Minuten. Den Teig abgedeckt eine Stunde ruhen lassen.
Auf die Arbeitsfläche geben und flach drücken. In 7 rechteckige Teile von ca. 250 g teilen. Die Teile zylindrisch einrollen und zu Strängen von etwa 35-40 cm ausrollen.
Die Stränge im Bäckerleinen einziehen und unabgedeckt für eine weitere Stunde in den Kühlschrank bei 5°C stellen. Es ist bezweckt, daß die Teiglinge etwas verhauten. Den Ofen gut auf 240°C vorheizen. Die Lauge herstellen und in ein längliches Gefäß (z.B. Glas-Auflaufform) gießen. Die Arbeitsfläche sollte Säure-/Laugebeständig sein, sonst abdecken.
Die einzelnen Stränge mit beiden geschützten Händen nehmen, in die Lauge tauchen und von allen Seiten benetzen. Vorsichtig arbeiten, um die Lauge nicht zu verspritzen. Den belaugten Strang auf ein Kunststoffbrett legen und mit einer Mohn-Sesammischung bestreuen. Mit einem scharfen Messer vom Strang etwa 2 cm breite Stücke abtrennen und auf ein Silikon-Lochblech oder ein Blech mit Dauerbackfolie legen. Sobald das Blech gefüllt ist, ohne Schwaden in den Ofen einschießen und 10-15 Minuten bei konstanter Temperatur abbacken. So weiter verfahren, bis alle Konfekte abgebacken sind.
Die Snäckis sollten nicht allzu dunkel werden, bitte den Ofen im Auge behalten.

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Video: Pide formen

Pide1

Ausgelöst durch meine Pide-Bäckerei anläßlich verschiedener Feiern ist in unserer Familie das Fladenbrot-Fieber ausgebrochen. Ich mußte nun schon mehrfach Pide backen – dabei habe ich die Gelegenheit genutzt, ein Video zu drehen, wie Pide geformt wird. Dabei habe ich aus optischen Gründen einmal ein hübsches Muster hineingedrückt. Im Video sieht man zwei verschiedene Teige in der Bearbeitung: Zum einen den normalen Weißbrotteig und zum anderen einen Vollkornteig. Das Rezept für letzteren folgt nächste Woche. Viel Spaß und viel Erfolg bei der Nachahmung!

Pide / Pita

Pita oder auch Pide ist ein ursprünglich aus dem südosteuropäischen und orientalischen Raum stammendes, etwas dickeres Fladenbrot, das oft mit Sesam und Schwarzkümmel bestreut wird. Letzterer verleiht dem Brot seinen typischen würzigen und einzigartigen Geschmack. Inzwischen wird dieses Brot auch hierzulande im großen Stil industriell produziert, und zwar nicht nur für den Konsum von eingewanderten Menschen, nein, auch die hier Alteingesessenen wissen dieses weiche und aromatische Brot inzwischen sehr zu schätzen. Kaum eine Feier, kaum ein Grillfest, auf dem es nicht zum Verzehr bereitsteht.
Natürlich habe auch ich Brote nach dieser Art schon oft gebacken, doch nun glaube ich, mein Rezept für Pita gefunden zu haben.

Fladen2

Das Rezept ist jetzt so optimiert, daß es zur Feier ohne viel Aufwand frisch gebacken werden kann. Dann ist es knusprig und noch leicht warm ein Genuß. Doch es funktioniert auch wunderbar, es schon morgens zu backen und noch nicht ganz erkaltet in einer Kunststofftüte zu lagern. Dann wird die Kruste wieder ganz weich und ist schließlich so, wie ihr es aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft kennt.
Noch ein Wort zu den verwendeten Mehlen: aus geschmacklichen Gründen arbeite ich bekanntermaßen gerne mit französischen und italienischen Mehlen. Das ist aber hier nicht obligat, das Rezept funktioniert hervorragend mit Weizenmehl 550. Achtet auf Euren Teig, wenn ihr das restliche Schüttwasser einknetet. Wird er sehr weich oder nimmt das Wasser nicht mehr auf, dann stoppt die Zugabe.

Fladen3

Menge reicht für 3 große runde oder rechteckige Fladenbrote

Vorteig:
300 g Weizenmehl 550 (ich: Weizenmehl T65)
300 g Wasser
0,3 g Hefe
Verrühren und 12 Stunden reifen lassen.

Hauptteig:
480 g Wasser (+130 g Wasser, s.u.)
gesamter Vorteig
900 g Weizenmehl 550 (ich: Weizenmehl Tipo 00)
24 g Salz
9 g Hefe

Alle Zutaten außer Salz und Hefe in den Kneter geben. 130 g Wasser zurückhalten. Den Teig 2 Minuten langsam ankneten und sodann 30 Minuten ruhen lassen.
Salz und Hefe zugeben und 3 Minuten langsam unterkneten, den Kneter weiter laufen lassen. Dann beginnen, schluckweise das zusätzliche Wasser einzukneten, bis es vom Teig aufgenommen wurde. Bei kleberschwächeren Mehlen kann es sein, daß vielleicht nur 80-100 ml eingeknetet werden können. Zum Schluß 2-3 Minuten auf zweite Knetstufe stellen, bis sich der Teig komplett von der Schüssel löst.
In eine Teigwanne geben und 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Ein mal strecken und falten und die Teigwanne sodann verschlossen für 12-24 Stunden im Kühlschrank bei 5°C lagern.
Die Zubereitung ist dann denkbar einfach. Den Ofen mit Backstein gut und gründlich auf 280°C vorheizen.
Die Arbeitsfläche gut bemehlen und den Teig darauf auskippen und vorsichtig die gröbsten Gärblasen herausdrücken. In 3 gleiche Teile teilen (ich mache das nach Augenmaß) und jedes der Teile grob rundwirken.
Die Teiglinge abdecken. Nach 15 Minuten kann der erste Teigling geformt werden: Mit beiden Händen wird er am Rand gefaßt und von allen Seiten auseinandergedehnt, möglichst so, daß er sich gleichmäßig dick ausdehnt und nicht sehr dünne und sehr dicke Stellen bekommt.
Hat er die gewünschte Größe erlangt, wird der Teigling auf einen Einschießer mit Backpapier gelegt. Mit den Fingerspitzen beider Händen tiefe Eindrücke/Löcher in die Oberfläche drücken, gut mit Wasser besprühen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen. Dann sofort auf den heißen Backstein einschießen und gut schwaden. Die Brote bei konstant 280° in 14-18 Minuten ausbacken, so bekommen sie eine dünne und dennoch kräftig gefärbte aromatische Kruste und bleiben innen weich und saftig. Nach derselben Art nacheinander die anderen beiden Brote abbacken.

Fladen1

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