Beiträge der Kategorie ‘Dies und Das…’

Urlaub…

Thai3

Die Lehmbrakener Hobbybäckerei ruht zur Zeit… der Brotdoc muß sich ausruhen.
Während ich in Thailand die Beine hochlege wünsche ich Euch tolle Backergebnisse und gelungene Rezepte!
Bis bald!
Björn

Servicewüste Deutschland…

Ich muß mir mal in eigener Sache ein wenig den Frust von der Seele schreiben.
In den letzten 4 Monaten durfte ich einmal am eigenen Leib erleben, wie es laufen kann, wenn man in diesem Land eine Reklamation durchfechten muß.

Die Vorgeschichte:
Januar 2012 erwarb ich bei der an sich gut beleumundeten Firma Alternate ein Laptop der Marke ASUS, die ihrerseits einen ebenfalls hervorragenden Ruf genießt. Es handelte sich um ein durchaus wertvolles Gerät im vierstelligen Euro-Bereich.

Die Reklamation:
Bis Oktober 2012 lief das Gerät tadellos. Dann kam es unvermittelt zu einem Bildschirmproblem: das Gerät zeigte gelbe Streifen und ein unangenehmes Flimmern. Also wand ich mich an die Firma Alternate, die ja gesetzlich dazu verpflichtet ist, sich um Organisation der Herstellergarantie zu kümmern. Dort versuchte man zwar, mich dazu zu überreden, selbst mit dem Hersteller in Kontakt zu treten, aber das lehnte ich ab, da ich primär Alternate als meinen Vertragspartner betrachtete. So wurde das Gerät Mitte Oktober 2012 erstmals an Alternate eingesandt. Von dort wurde das Gerät an einen Subunternehmer der Firma ASUS in Bautzen eingesandt, der die Reklamationen und Reparaturen in Deutschland offenbar bearbeitet.
Es gingen fast 4 Wochen ins Land, bis das Gerät zurückkam.
Leider ohne daß der Fehler behoben war. Weiterhin bestanden gelbe Streifen und Flackern. Man hatte lediglich das gesamte Gerät auf den Werkszustand zurückversetzt und dabei nebenbei ohne Not sämtliche auf dem Gerät gespeicherte Daten gelöscht, was dank eines vorherigen Backups zwar nicht so schlimm ist, aber trotzdem ärgerlich.
Alternate zeigte sich überrascht, gab aber zu, Geräte nach erfolgter Reparatur selbst nicht mehr zu überprüfen. “Das schaffen wir nicht, das wäre zu viel” war die Aussage des Mitarbeiters. Prima, denn der Hersteller scheint ja auch nicht richtig zu prüfen, ob die Reparatur erfolgreich war. Der Dienstweg sieht das wohl nicht vor. Ich müsse das Gerät halt noch mal einsenden, damit sie es ihrerseits dem Hersteller weiterleiten können. Wohl oder übel tat ich das dann. Weitere 3 Wochen später, es war inzwischen Mitte Dezember, erhielt ich das Gerät erneut zurück. Mit offenbar instandgesetztem Bildschirm, denn die Streifen und das Flimmern waren wieder weg. Ein defektes Kabel war als Grund angegeben. Merkwürdig, daß bei der ersten Reparatur das niemandem aufgefallen war. Liegt vielleicht am Dienstweg…
Einziges Problem: das eingebaute Blu-Ray-Laufwerk war nun defekt und ließ sich nicht mehr zum laufen bringen! So war das Gerät für mich nicht nutzbar.
Also wurde ein erneuter Anruf bei Alternate fällig: Tja, wie ärgerlich, aber man könne ja nicht die vom Hersteller reparierten Geräte nochmals prüfen – zu viel Arbeit, nicht zu leisten. Ich hätte nun die Möglichkeit zu einem erneuten Reparaturversuch, oder einer Wandlung. Das heißt, daß ich das Gerät dem Hersteller zurück sende gegen Rückerstattung des Kaufpreises.
Ich entschied mich für letzteres. Nun kam das Unvermeidliche: Nochmals müsse das Gerät eingesendet werden, damit der Hersteller den Defekt bestätigt (Dienstweg einhalten!). Meine Bitte um rasche Bearbeitung (inzwischen war ich 2 Monate ohne Laptop) wurde freundlich mit einem Verweis auf den Dienstweg beschieden, und das dauere wohl nun etwas da die Feiertage vor der Tür standen. Mein Einwand, es müsse ja nichts repariert werden sondern nur kurz ne CD eingeschoben werden, war zwecklos. Alles Bitten half nichts.
Nun gingen weitere 5 Wochen ins Land. Ab Mitte Januar rief ich regelmäßig an um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Auch die Mitarbeiter, mit denen ich da sprach, gaben sich “hilflos” angesichts des Dienstweges. Erst Ende Januar wurde der Defekt vom Hersteller bestätigt und Alternate erklärte sich bereit, das Geld zu zahlen. Den angebotenen Warengutschein habe ich abgelehnt und mir das Geld auszahlen lassen.
Nun ist es Mitte Februar, somit 4 Monate nach dem Defekt des alten Gerätes, und seit gestern halte ich endlich ein neues Laptop in den Händen.

Fazit:
Der Dienstweg wurde von Alternate stur eingehalten, es war kein besonderes Bemühen um den Kunden zu erkennen. Eher widerwillig hat man sich des Problems angenommen und sich davon unbeeindruckt gezeigt, welch ein Mist vom Hersteller ASUS, bzw. dessen Bautzener Subunternehmer, der mit der Reparatur beauftragt war, verzapft wurde.
Für mich war das der letzte Kauf eines hochpreisigen Gerätes bei Alternate. Auch wenn Alternate nichts für den Murks der Firma ASUS kann: Die Reklamationsabläufe sind mir zu kundenfern und man merkt deutlich, daß Alternate inzwischen ein typisches Großunternehmen geworden ist, in dem die Mitarbeiter nur noch ihren Job machen, nicht mehr mit Herz bei der Sache sind. Individuelle Kundenprobleme und Sorgen kommen da voll unter die Räder.

Food-o-grafie : Wie die Brotbilder entstehen

Zorra, eine der ersten Food-Bloggerinnen überhaupt, hat zu einem Blog-Event eingeladen. Für mich ist es das erste Mal, daß ich an einem Event teilnehme. Es geht um etwas, das bei allen Food-Blogs eine sehr wichtige Rolle spielt: Die möglichst appetitliche und ästhetische fotografische Präsentation der eigenen Ergebnisse von Rezepten. Genauer geht es um die Kameraausrüstung, mit Hilfe derer die Bilder entstehen.
Für mich ein hochinteressantes Thema. Die Fotografie habe ich schon in der Jugend als Hobby entdeckt und mich schon damals ausgiebig mit Theorie und Praxis beschäftigt. Es war noch die Zeit der Filmfotografie Ende der 80er Jahre und ich lernte auch das Entwickeln von Schwarzweiß-Filmen sowie das Vergrößern der Aufnahmen von der Pike auf.
Dann bot sich mir die Möglichkeit, meine Fähigkeiten auch beruflich einzusetzen: Von 1991 bis 2002 konnte ich neben der Schule und später dem Studium mit einem Job als freier Fotograf für die Lokalzeitung meiner Heimatstadt die schmale finanzielle Ausstattung aufbessern.
Es folgte eine Phase, in der ich nur noch wenig als Hobby fotografiert habe. Ich steckte in der Feuerphase der Medizinerausbildung, der Krankenhaus-Assistenzarztzeit, wir bekamen unsere drei Kinder und bauten unser Haus. Erst mit dem zweiten Hobby, dem Brotbacken, habe ich seit Mitte 2010 wieder regelmäßig zur Kamera gegriffen und begonnen, meine Ergenbnisse per Foto zu dokumentieren.

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Ein Beispielfoto – auf der Küchenarbeitsfläche bei Tageslicht fotografiert mit leichter zusätzlicher Ausleuchtung von rechts.

Meine Ausrüstung:

1. Kamera:
Nikon D70s, 6,1 Megapixel, ISO 200 – 1600, Sensor 23,7 × 15,6 mm (DX)

2. Objektive:
AF-Nikkor 18-70 mm 1 : 3,5 – 4,5G DX
AF-Nikkor 50 mm 1 : 1,8

Die Kamera mit dazugehörigem Standardobjektiv war vor 8 Jahren eine für mich erschwingliche Möglichkeit, eine digitale Spiegelreflexkamera zu erwerben und ich bin bis heute sehr zufrieden mit der Bildqualität und den Möglichkeiten der manuellen Beeinflussung der Parameter. Zuvor habe ich mit einem ähnlich ausgestatteten Film-Modell, der Nikon F90x, fotografiert.
Die Kamera hat eine Abblendtaste, was die Festlegung der Blendenweite / Tiefenschärfe erleichtert. Alle Parameter sind per Automatik aber auch manuell einstellbar. Auch wenn im Vergleich zu heutigen Kameramodellen die Sensorqualität vielleicht nicht mehr dem neuesten Stand entspricht, erreiche ich eine schöne Auflösung. Ich fotografiere mit ISO 200 und der “Fine”-Einstellung, um bei der Auflösung das Optimum herauszuholen. Die Belichtungsmessung lasse ich von der Kamera vornehmen. Von dieser Messung ausgehend stelle ich dann die Kamera manuell ein und mache oft die gleiche Aufnahme mit verschiedenen Belichtungslängen / Blendengrößen. Ich benutze fast immer ein Stativ, weil ich im Interesse einer optimalen Tiefenschärfe und Ausnutzung des vorhandenen Lichtes oft lange Belichtungszeiten benötige.
Am liebsten fotografiere ich bei Tageslicht und zusätzlicher Ausleuchtung mit einem dimmbaren Deckenfluter, was für mich den Blitz selbst am Abend gut ersetzt. Geblitzt wird bei mir nur an besonders dunklen Tagen oder wenn ich schnelle Belichtungszeiten brauche (beispielsweise bei Aufnahmen vom Wirken). Mein Fotostudio ist die Küche und gelegentlich unser Wohnzimmer und der Garten, wo ich mit einfachen Mitteln meine Brote ablichte. Als Dekoration dienen mir vor allem Leinentücher und meine Brot- und Gärkörbe.
Beim Objektiv achte ich darauf, möglichst kaum im Weitwinkelbereich zu fotografieren, weil ich die entstehenden Bildverzerrungen bei den Brotmotiven nicht mag. Wenn es recht dunkel in der Küche ist, nehme ich zusätzlich mein altes 50 mm 1 : 1,8 Nikkor, das an der Digitalkamera wegen der Bildvergrößerung bei alten Objektiven eher ein 65er ist.

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Ein Beispiel für ein einfach auf der Arbeitsfläche fotografiertes Brötchen-Backergebnis.

Die Bildbearbeitung:
Ich nutze zur Bildbearbeitung Adobe Photoshop Elements 10, das ich besonders wegen der guten Bildkorrektur und den vielen Möglichkeiten der Bildbearbeitung schätze. Allerdings setze ich die Bearbeitung eher sparsam ein, eigentlich wird der Bildausschnitt etwas angepaßt, eine Tonwertkorrektur oder eine Kontrastkorrektur durchgeführt und das Bild kleiner skaliert. Ich versuche sehr darauf zu achten, daß ich durch die Bildbearbeitung keine unnatürlichen Farben erzeuge.

Ein Beispiel:

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Hamelmans Brioche, wie es von der Kamera kommt.

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Das gleiche Bild nach der Bearbeitung.

Der Ausblick:
Auch wenn die Fotos im Blog im letzten Jahr schon um einiges schöner wurden, sehe ich für mich noch ein deutliches Verbesserungspotenzial, vor allem wenn ich mich mit Lutz Geißler vergleiche. Das gilt vor allem für die Ausleuchtung der Bilder, die Schärfe und für die Motivdekoration. Da bin ich manchmal etwas nachlässig und könnte genauer arbeiten.
Meine derzeitige Traumkamera ist die Nikon D800, die zwar inzwischen für mich erschwinglich ist, aber als Anschaffung noch hinter wichtigeren, nicht hobbybezogenen Dingen zurückstehen muß.

Meine neuen Helferlein…

Da ich aufgrund der guten Esser in unserer Familie in Zukunft wohl öfter gleich zwei Brote von einer Sorte backen werde, mußte ein größerer Teigkneter als meine Kenwood Chef her. Ausgeguckt hatte ich mir seit längerem den Teigkneter Alpha der Firma Häussler. Seit Dienstag ist sie nun da, die Häussler Alpha 2G.

Es handelt sich dabei um einen Spiralkneter, dessen Besonderheit darin besteht, daß sich sowohl der Knetarm, als auch die Schüssel drehen. Die Schüssel hat ein großes Volumen, so daß man Mehlmengen bis zu 3 kg verarbeiten kann. Die Mindestmenge sind 500 g. Die besondere Knettechnik eignet sich sowohl für Weizenteige, deren Kleberstruktur hervorragend ausgeknetet wird, als auch für Misch- und Roggenteige, die sehr gut auf Bindung geknetet werden. Nach der ersten Woche bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät. Es ist robust und schwer, man braucht nicht mehr in der Nähe des Kneters zu bleiben, wenn er arbeitet. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Das zweite Gerät ist eine vernünftige Kornmühle. Habe mich für die Häussler “Paula” entschieden. Es ist eine Kombi-Mühle mit Steinmahlwerk und gleichzeitig vorhandenem Flocker. Auch dieses Gerät habe ich bereits eingeweiht und sowohl geflockt, als auch geschrotet und gemahlen. Sowohl Flocker als auch Mühle bringen tolle Ergebnisse. Die Mahlgeschwindigkeit ist sehr rasch, so daß auch größere Mengen Korn (1 kg) in annehmbarer Zeit gemahlen werden. Das Mehl erwärmt sich nur wenig dabei.

Kurze Kunstpause…

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

in den letzten Monaten hat sich bei mir einiges an Ballast angesammelt, und das ist vor allem in körperlicher Hinsicht gemeint :-) . Habe mich daher entschlossen, etwas davon beim Heilfasten wieder loszuwerden.

Der dadurch verringerte Brotverbrauch (meine bessere Hälfte macht auch  mit) führt dazu, daß ich meinen Back-Enthusiasmus in den nächsten zwei Wochen etwas bremsen werde.

Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, ich drohe also schon für Ende Mai die nächsten neuen Rezepte an :-) .

Und eine Bitte an Euch hätte ich auch: drückt mir die Daumen, daß ich diese selbstgewählte Askese bis zum bitteren Ende durchhalte. Der erste Entlastungstag läuft, bis jetzt klappt es gut.

Björn

Meine Bezugsquellen

Das Selbstbacken von Brot ist im Prinzip mit sehr wenigen Zutaten und Gerätschaften zu bewerkstelligen. Diese sind jedoch nur selten im Supermarkt um die Ecke zu erhalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man im Internet einfacher und auch bequemer an diese Dinge kommt, als im Fachhandel. Viele der bei den Händlern angebotenen Helferlein erleichtern mir die Arbeit schon enorm.

Im Folgenden liste ich einige meiner wichtigsten Bezugsquellen für Zutaten und Zubehör auf. Bei allen diesen Online-Händlern habe ich schon bestellt und war mit dem Service zufrieden:

1. Mehl:

- Adler Mühle Bahlingen : Die Adler-Mühle liegt in einer der sonnenreichsten und wärmsten Gegenden Deutschlands, nämlich am Kaiserstuhl. Beste Voraussetzung also, um gute Weizenqualitäten zu erhalten. Und das spiegelt sich in den Weizen- und Dinkelmehlen dieser Mühle wider. Sie sind von sehr guter Qualität mit tollen Backeigenschaften und sie sind ohne Zusätze. Aber auch die Roggenmehle können sich sehen lassen. Empfehlen kann ich auch das enzyminaktive Aromamalz. Was mir fehlt: Weizenmehl 1600. Leider wird dieser Ausmahlgrad dort nicht angeboten.

- Isaak Naturkost : Eine Fundgrube für Urkorn-Mehle (Kamut, Emmer etc.) sowie für ein sehr gutes französisches Bio-Weizenmehl T65

- Gourmet-Versand : bietet unter anderem eine Auswahl an Spezialmehlen. Hier bekommt man insbesondere das “berühmte” Weizenmehl T65 von Banette.

- Gustini : Online-Shop, der sich auf italienische Produkte spezialisiert hat, größere Auswahl an original italienischen Mehlen (Tipo 0, Tipo 00 und Tipo 00 per pane).

- Naturheilkunde-Shop24 : Hier erhält man Bohnenmehl, was ich für den “echten” Baguette-Geschmack für unerläßlich halte.

2. Zubehör (Gärkörbe, kleine Helferlein etc.)

- Teeträume – Hobby-Bäcker Versand : Luggis Versand mit riesiger Auswahl an Backzubehör und – Hilfsmitteln, auch Spezialmehle.

- Hobbybäcker-Versand : große Auswahl an Zubehör und Hilfsmitteln.

- Backstars : Versand für Zubehör, Hilfsmittel und -Zutaten, schneller Versand und freundlicher Kontakt.

- Ketex-Shop : Ketex, ein sehr erfahrener Hobbybäcker, bietet hier in einem an sein Blog angeschlossenen Online-Shop Backzutaten und Mehle in Kleinmengen, Backhilfsmittel und kleine Helferlein, die man nicht überall bekommt. Von ihm habe ich z.B. meinen Brot-Einschneider bestellt, den ich nicht mehr missen möchte. Auch die Kippdiele, die für das Aufnehmen und den Transport von Baguettes enorm hilfreich ist, kann ich sehr empfehlen.

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